Backofen und Herd reinigen mit Natron und Zitrone: Der ultimative Hausmittel-Guide für strahlende Sauberkeit

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Backofen und Herd reinigen mit Natron und Zitrone: Der ultimative Hausmittel-Guide für strahlende Sauberkeit

Ein sauberer Backofen und ein blitzender Herd sind das Herzstück einer funktionierenden Küche. Doch hartnäckige Fettspritzer, eingebrannte Speisereste und unschöne Verfärbungen können die Reinigung zur lästigen Pflicht machen. Viele greifen dann zu aggressiven Chemikalien, die nicht nur teuer sind, sondern auch die Gesundheit belasten und Oberflächen angreifen können. Die gute Nachricht: Mit einfachen Hausmitteln wie Natron und Zitrone lassen sich Backofen und Herd ebenso effektiv, aber deutlich schonender, umweltfreundlicher und kostengünstiger reinigen.

Key Takeaways:

  • Natron (Backpulver ohne Weinstein) ist ein wahres Multitalent: Es löst Fett, neutralisiert Gerüche und wirkt als mildes Scheuermittel, ohne zu kratzen.
  • Zitronensäure löst Kalk und mineralische Ablagerungen, desinfiziert auf natürliche Weise und verleiht einen frischen Duft.
  • Die Kombination aus Natron-Paste und Zitronensaft oder Natron-Essig-Reaktion bietet eine kraftvolle, aber schonende Reinigungswirkung für die meisten Verschmutzungen.
  • Regelmäßige, schonende Reinigung mit Hausmitteln verlängert die Lebensdauer Ihrer Geräte und verhindert, dass sich Schmutz einbrennt.
  • Diese Methoden sind nicht nur effektiv, sondern auch ein wichtiger Beitrag zu einem sauberen und gesunden Zuhause.

Warum Hausmittel die bessere Wahl sind

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Backofen und Herd reinigen mit Natron und Zitrone: Der ultimative Hausmittel-Guide für strahlende Sauberkeit

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Bevor wir in die praktischen Anleitungen einsteigen, lohnt ein Blick auf die Vorteile von Natron und Zitrone gegenüber konventionellen Reinigern. Kommerzielle Backofen- und Herdreiniger enthalten oft ätzende Laugen (wie Natriumhydroxid), aggressive Lösungsmittel und Duftstoffe. Diese können die Atemwege reizen, sind eine Gefahr für Kinder und Haustiere und belasten das Abwasser. Natron (Natriumhydrogencarbonat) und Zitronensäure hingegen sind natürliche, biologisch abbaubare Substanzen. Sie reinigen durch ihre leicht alkalische bzw. saure Wirkung sowie durch mechanische Effekte (als Paste) schonend, aber gründlich. Für alle, die mehr über die Herstellung solcher Mittel erfahren möchten, bietet unser Guide Natürliche Reinigungsmittel selber machen eine ausgezeichnete Grundlage.

Die Grundausstattung: Was Sie benötigen

  • Natron (Backpulver ohne Weinstein/Treibmittel): Das universelle Reinigungswunder.
  • Frische Zitronen oder Zitronensäurepulver: Für Kalklösung und Frische.
  • Weißer Haushaltsessig (5%): Ein starkes Desinfektions- und Entkalkungsmittel. Wie Sie daraus einen praktischen Sprühreiniger herstellen, zeigt unser Rezept für einen konzentrierten Essig Reiniger zum Sprühen.
  • Wasser
  • Sprühflasche
  • Schüssel oder Schale
  • Weiche Schwämme, Mikrofasertücher und eine alte Zahnbürste für schwer erreichbare Stellen.
  • Gummihandschuhe (obwohl schonend, trocknen die Mittel die Haut aus).

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Den Backofen reinigen

Vorbereitung und Sicherheit

Sicherheit geht vor! Schalten Sie den Backofen aus und lassen Sie ihn vollständig abkühlen. Entfernen Sie alle Roste, Bleche und die Backofentür, sofern möglich. Diese können separat eingeweicht und gereinigt werden.

Methode 1: Die Kraft der Natron-Paste (ideal für starke Fett- und Speisereste)

Diese Methode nutzt die reinigende und leicht scheuernde Wirkung von Natron in Pasteform.

1. Paste anrühren: Mischen Sie in einer Schale etwa 3-4 Esslöffel Natron mit so viel Wasser, bis eine streichfähige Paste entsteht. Für eine noch kraftvollere Paste können Sie etwas flüssige Schmierseife hinzufügen.

2. Auftragen: Tragen Sie die Paste mit den Fingern oder einem Schwamm großzügig auf die Innenwände, die Decke und den Boden des Backofens auf. Vermeiden Sie die Heizelemente und eventuelle Gasbrenner. Besonders verschmutzte Stellen können Sie dick bestreichen.

3. Einwirken lassen: Lassen Sie die Paste über Nacht, also mindestens 8-12 Stunden, einwirken. Das Natron zieht tief in den Schmutz ein und löst ihn.

4. Abwischen und nachspülen: Am nächsten Tag wischen Sie die eingetrocknete Paste mit einem feuchten Schwamm ab. Für Rückstände nutzen Sie den Schwamm mit etwas frischer Natron-Paste als ökologische Scheuermilch. Zum Schluss wischen Sie alle Flächen mit einem in klarem Wasser getränkten Tuch nach, um Natronreste zu entfernen.

Methode 2: Der Zitronen-Dampf (perfekt gegen Gerüche und leichtem Schmutz)

Diese Methode ist schonend, desinfizierend und hinterlässt einen angenehmen Duft.

1. Schale vorbereiten: Füllen Sie eine hitzebeständige Schale oder ein Backblech mit Wasser. Pressen Sie den Saft einer halben Zitrone aus und geben Sie Saft und die ausgepressten Schalenhälften in das Wasser.

2. Dampfreinigung: Stellen Sie die Schale auf den Boden des kalten Backofens. Heizen Sie den Backofen auf 100-125°C (Umluft) und lassen Sie ihn etwa 30 Minuten laufen. Der entstehende Zitronendampf löst den Schmutz und parfümiert.

3. Auswischen: Schalten Sie den Ofen aus, lassen Sie ihn etwas abkühlen (bis er noch handwarm ist) und wischen Sie die gelösten Verschmutzungen mit einem feuchten Schwamm heraus. Die Kombination aus Säure und Dampf macht selbst hartnäckige Flecken zugänglich.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Den Herd (Ceranfeld & Co.) reinigen

Vorbereitung

Auch hier gilt: Gerät ausschalten und komplett abkühlen lassen. Entfernen Sie bei einem Guss- oder Stahlherd die Kochplatten und Abdeckringe. Bei einem Ceranfeld entfernen Sie grobe Krümel mit einem Ceranfeldschaber.

Für Ceranfelder und glatte Oberflächen

1. Basischeinigung: Wischen Sie das Feld mit einem feuchten Mikrofasertuch ab.

2. Paste für eingebrannte Stellen: Für eingetrocknete Spritzer oder Milchreste mischen Sie eine kleine Menge Natron mit ein paar Tropfen Wasser zu einer Paste. Tragen Sie diese direkt auf die Flecken auf und lassen Sie sie 10-15 Minuten einwirken.

3. Sanft schrubben: Reiben Sie die Paste mit einem weichen, feuchten Schwamm vorsichtig kreisend ein. Die feinen Partikel des Natrons wirken wie ein ultra-schonendes Poliermittel, ohne Kratzer zu hinterlassen.

4. Abspülen und polieren: Wischen Sie die Paste mit einem klaren, feuchten Tuch ab und trocknen Sie die Fläche anschließend mit einem sauberen Mikrofasertuch nach, um streifenfrei zu glänzen.

Für Herd-Ablufthauben, Knöpfe und Rahmen

Diese Teile sind oft fettig und staubig. Hier kommt die Allzweckwaffe zum Einsatz: Ein selbstgemachter Sprühreiniger auf Basis von Natron. Die genauen Mischverhältnisse finden Sie in unserem Artikel Natron reinigt fast alles: So mischst du den Allzweckreiniger richtig. Sprühen Sie die Lösung auf, lassen Sie sie kurz einwirken und wischen Sie mit einem feuchten Tuch nach. Für Gitter oder schwer erreichbare Stellen an der Abzugshaube hilft eine alte Zahnbürste.

Die Geheimwaffe: Die Natron-Essig-Reaktion

Für besonders hartnäckige, verkrustete Verschmutzungen im Backofen (z.B. am Boden) können Sie die chemische Reaktion zwischen Natron (Base) und Essig (Säure) nutzen.

1. Bestreuen Sie den verschmutzten Bereich großzügig mit Natron.

2. Besprühen Sie das Natron mit unverdünntem weißen Haushaltsessig aus einer Sprühflasche. Es wird stark schäumen und brodeln – diese Reaktion löst den Schmutz mechanisch.

3. Lassen Sie die Mischung 15-30 Minuten einwirken.

4. Schrubben Sie mit einem Schwamm nach und wischen Sie gründlich mit Wasser nach.

Kostenanalyse: Hausmittel vs. Chemie

Ein direkter Vergleich zeigt die enorme Ersparnis:

  • Hausmittel: Eine 500g-Packung Natron kostet ca. 2-3 €, eine Flasche Essig (1L) ca. 1 €, eine Zitrone ca. 0,50 €. Die Kosten für eine komplette Backofenreinigung liegen bei wenigen Cent.
  • Kommerzielle Reiniger: Ein Spezialreiniger für Backöfen oder Ceranfelder kostet zwischen 3 und 8 € pro Flasche/Dose. Bei regelmäßiger Nutzung summiert sich das schnell.

Zusätzlich sparen Sie sich den „Gesundheits- und Umweltaufschlag“, den aggressive Chemie mit sich bringt.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann ich diese Methoden auch bei einem selbstreinigenden (pyrolytischen) Backofen anwenden?

Ja, aber mit Einschränkung. Die schonenden Hausmittel wie Zitronendampf oder eine milde Natronlösung für leichte Verschmutzungen zwischen den Pyrolyse-Gängen sind ideal. Von der intensiven Natron-Paste oder der Natron-Essig-Reaktion im Inneren wird abgeraten, da Rückstände in den sensiblen Öffnungen der Ofenwände die Pyrolyse-Funktion beeinträchtigen könnten. Reinigen Sie bei einem Pyrolyseofen vorrangig mit den vom Hersteller empfohlenen Methoden und nutzen Sie Hausmittel nur für die Zwischenpflege.

Hinterlässt Natron Kratzer auf meinem empfindlichen Ceranfeld?

Nein, wenn es richtig angewendet wird. Reines Natron hat auf der Mohs’schen Härteskala einen Wert von etwa 2,5. Das Ceranfeldglas ist deutlich härter. Entscheidend ist, dass Sie Natron immer als Paste mit Wasser anrühren und mit einem weichen Schwamm oder Tuch auftragen. So wirken die Partikel als Poliermittel, nicht als grobes Schleifmittel. Verwenden Sie niemals trockenes Natron oder scheuernde Schwämme (z.B. aus Metall) auf dem Glas.

Mein Backofen riecht nach verbranntem Essen. Hilft die Zitronen-Methode dauerhaft?

Die Zitronen-Dampf-Methode ist hervorragend geeignet, um unangenehme Gerüche kurzfristig zu neutralisieren und zu überdecken. Für eine dauerhafte Lösung müssen Sie die Ursache beseitigen: Eingebrannte Speisereste oder Fettspritzer an den Wänden oder am Boden. Hierfür ist die intensive Natron-Pasten-Methode notwendig. Erst wenn die schmutz- und fettgebundenen Geruchsquellen entfernt sind, verschwindet der Geruch langfristig. Ähnliche Prinzipien gelten übrigens auch, wenn die Waschmaschine müffelt – auch dort sind oft organische Rückstände die Ursache.

Die Reinigung von Backofen und Herd muss kein teurer, chemiebelasteter Kampf sein. Mit den natürlichen Haushaltshelden Natron und Zitrone (ergänzt durch Essig) steht Ihnen ein kraftvolles, aber schonendes Arsenal zur Verfügung. Die vorgestellten Methoden – von der einweichenden Natron-Paste über den desinfizierenden Zitronendampf bis hin zur reinigenden Reaktion mit Essig – decken jede Verschmutzung ab. Sie schonen nicht nur Ihren Geldbeutel und die Umwelt, sondern auch Ihre Gesundheit und die Oberflächen Ihrer wertvollen Küchengeräte. Integrieren Sie diese Techniken in Ihre regelmäßige Küchenhygiene, und Sie werden staunen, wie einfach es ist, Backofen und Herd dauerhaft in einem hygienisch einwandfreien und optisch ansprechenden Zustand zu halten. Probieren Sie es aus – Ihre Küche wird es Ihnen danken!

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