
Fast jeder moderne Geschirrspüler bietet es an: das Eco- oder Öko-Programm. Während die Laufzeit von oft drei Stunden oder mehr abschrecken kann, ist es in Wirklichkeit ein genialer Sparmodus für den täglichen Gebrauch. Der Trick liegt nicht in hoher Temperatur, sondern in cleverer Zeitnutzung.
Statt mit hohem Energieaufwand schnell zu erhitzen, arbeitet das Programm mit einer niedrigeren Temperatur und verlängerten Einwirkphasen. Das spart den Löwenanteil an Strom, denn das Aufheizen des Wassers ist der größte Posten auf der Stromrechnung Ihres Spülgangs. Für den normalen Haushaltsabwasch ist es daher oft die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Wahl.
Wie der Eco-Modus wirklich funktioniert

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Der Ablauf ist in drei wesentliche Phasen unterteilt, die aufeinander aufbauen.
Phase 1: Gründliches Vor- und Hauptspülen
Zuerst werden grobe Speisereste mit kaltem oder lauwarmem Wasser abgespült. Anschließend erfolgt die Hauptreinigung bei nur etwa 45 bis 50 Grad Celsius. Verglichen mit einem 70-Grad-Intensivgang ist das eine enorme Energieersparnis.
Phase 2: Die Kraft der Einwirkzeit
Hier zeigt sich das Prinzip: Zeit gegen Energie. Das Reinigungsmittel hat nun viel Zeit, Fett und Eiweiße langsam aufzulösen. Die Sprüharme drehen sich sanft und weniger häufig, was zusätzlich Strom spart. Denken Sie an ein klassisches Einweichen – nur hochtechnologisch umgesetzt.
Phase 3: Effizientes Trocknen
Statt mit hoher Resthitze zu trocknen, setzt das Programm auf sanfte Methoden. Oft öffnet sich am Ende sogar automatisch die Tür, um mit der Raumluft zu trocknen. Das verhindert Schlieren und spart weitere Energie.
Wann das Eco-Programm ideal ist – und wann nicht
Für den täglichen Gebrauch ist es perfekt geeignet, wenn Sie ein paar Grundregeln beachten.
Ideal für:
- Normale bis leicht verschmutzte Teller, Gläser und Besteck vom Frühstück oder Abendessen.
- Eingetrocknete Reste in Müslischalen (die lange Einweichzeit löst sie zuverlässig).
- Kunststoffbehälter, die hohe Temperaturen nicht vertragen.
Weniger geeignet für:
- Stark eingebrannte Fett- oder Käsereste von Gratinformen oder Pfannen.
- Verkrustete Töpfe nach dem Milchreiskochen.
- Situationen, in denen Sie das Geschirr schnell wieder benötigen.
So räumen Sie optimal für den Eco-Gang ein
Eine korrekte Beladung ist entscheidend, damit das Wasser alle Flächen erreicht.
1. Grobreste entfernen: Kratzen Sie Speisereste einfach in die Biotonne. Vorspülen unter fließendem Wasser ist Energieverschwendung.
2. Auf richtigen Winkel achten: Stellen Sie Teller und Schüsseln immer so ein, wie es die Halterungen vorsehen. So entstehen keine „toten Winkel“, die nicht gespült werden.
3. Nicht überladen: Lassen Sie zwischen den Teilen genug Platz, damit die Wasserstrahlen zirkulieren können.
Drei Schritte für den perfekten Eco-Spülgang
Folgen Sie dieser einfachen Checkliste, um das Beste aus dem Programm herauszuholen.
Schritt 1: Die Vorbereitung
Füllen Sie Salz und Klarspüler regelmäßig nach. Ein sauberer Siebfilter und entkalkte Sprüharme sind Grundvoraussetzung für ein gutes Spülergebnis bei niedrigen Temperaturen.
Schritt 2: Die richtige Dosierung
Verwenden Sie ein Reinigungsmittel, das für niedrige Temperaturen und lange Laufzeiten konzipiert ist (oft als „Eco“ oder „Universal“ gekennzeichnet). Pulver oder Tabs sind hier eine gute Wahl.
Schritt 3: Den Zeitpunkt clever wählen
Starten Sie das Programm am besten abends oder wenn Sie das Haus für mehrere Stunden verlassen. So stört Sie die lange Laufzeit nicht, und Sie nutzen den Sparmodus optimal aus.
Häufige Fragen
Reinigt das Eco-Programm auch hygienisch sauber?
Für den normalen Haushaltsgebrauch ist die Reinigungswirkung völlig ausreichend. Die Kombination aus Reinigungsmittel, mechanischer Wirkung und langer Einwirkzeit beseitigt Keime zuverlässig. Bei besonderen Hygieneanforderungen, z.B. für Babyflaschen oder während einer ansteckenden Krankheit, kann ein Programm mit mindestens 60°C sinnvoll sein.
Warum dauert das Eco-Programm so lange?
Die lange Laufzeit ist der Schlüssel zum Sparen. Sie kompensiert die niedrigere Temperatur. Das Reinigungsmittel hat so mehr Zeit zum Lösen von Schmutz, und die Maschine muss nicht mit hohem Energieaufwand Wasser stark erhitzen. Am Ende steht ein niedrigerer Gesamtstromverbrauch trotz längerer Laufzeit.
Das Eco-Programm ist keine Geheimwissenschaft, sondern eine durchdachte Technologie, die für den Alltag gemacht ist. Probieren Sie es konsequent für eine Woche aus – Sie werden überrascht sein, wie gut es bei normaler Verschmutzung reinigt. Die größten Einsparungen erzielen Sie, wenn Sie die Maschine immer voll beladen, korrekt einräumen und das sparsame Programm zur Standardwahl machen. Ihre Stromrechnung und die Umwelt werden es Ihnen danken.






