Der beste Joghurtbereiter 2024: FAZ-Test-Ergebnis im detaillierten Experten-Check

Der beste Joghurtbereiter: Ein detaillierter Experten-Blick auf das FAZ-Testergebnis

Die Lust auf Selbstgemachtes, die Kontrolle über Inhaltsstoffe und der unvergleichlich frische, pure Geschmack – es gibt viele gute Gründe, Joghurt selbst herzustellen. Doch welches Gerät hält, was es verspricht? Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat Joghurtbereiter einem strengen Praxistest unterzogen. In diesem umfangreichen Ratgeber nehmen wir das FAZ-Ergebnis nicht nur zur Kenntnis, sondern sezieren es für Sie. Wir ergänzen es mit fundiertem Expertenwissen, erklären die Technik dahinter und helfen Ihnen, das perfekte Modell für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden. Denn der „beste“ Joghurtbereiter ist nicht immer der Testsieger, sondern der, der am besten zu Ihnen passt.

Warum überhaupt selbst gemachter Joghurt? Eine kleine Philosophie der Fermentation

Bevor wir in die Technik einsteigen, lohnt ein Blick auf das Wesentliche: das Produkt. Selbst gemachter Joghurt ist mehr als ein Lebensmittel; es ist ein kleines Stück handwerkliche Autonomie in der Küche. Sie entscheiden über die Fettstufe der Milch (von Magermilch bis zur cremigen Vorzugsmilch), über die Zugabe von Zucker, Vanille oder Fruchtpüree – oder eben die Abwesenheit davon. Sie kennen jeden Inhaltsstoff, denn es sind nur die, die Sie selbst hineingegeben haben. Der Geschmack ist intensiver, frischer und variabler als bei den meisten gekauften Produkten. Und dann ist da noch die faszinierende, fast magische Biologie: Mit Hilfe winziger Milchsäurebakterien (den Joghurtkulturen) verwandeln Sie flüssige Milch in ein festes, haltbares Lebensmittel. Ein Joghurtbereiter ist dabei der zuverlässige Assistent, der den Bakterien die perfekte, konstante Wärme bietet, die sie für ihre Arbeit benötigen (ideal sind 40-45°C über 6-12 Stunden).

Die FAZ-Testmethodik: Was wurde eigentlich geprüft?

Um das Ergebnis richtig einordnen zu können, muss man die Prüfkriterien verstehen. Die FAZ bewertete die Geräte nicht nur nach subjektivem Eindruck, sondern nach einem strukturierten Schema. Zu den zentralen Bewertungskriterien gehörten höchstwahrscheinlich:

  • Handhabung & Bedienung: Wie intuitiv ist die Steuerung? Wie leicht ist das Gerät zu reinigen? Wie standfest und verarbeitet fühlt es sich an?
  • Funktionalität & Ausstattung: Bietet das Gerät nur eine Grundfunktion oder zusätzliche Features (z.B. Programm für Desserts, Käse oder Sauerteig)? Wie viele und wie geformt sind die mitgelieferten Gläser?
  • Ergebnisqualität: Wie schmeckt, riecht und sieht der fertige Joghurt aus? Wie ist die Konsistenz (stichfest vs. cremig)? Wie zuverlässig gelingt das Ergebnis bei jeder Benutzung?
  • Energieeffizienz: Wie hoch ist der Stromverbrauch während des langen Betriebs?
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Steht der Kaufpreis in einem angemessenen Verhältnis zu Leistung, Ausstattung und Haltbarkeit?

Im Folgenden analysieren wir die zentralen Gerätetypen und Modelle vor dem Hintergrund dieser Kriterien.

Die großen Bauformen im Vergleich: Vom Einsteigermodell zum Multitalent

Joghurtbereiter lassen sich in drei grundlegende Kategorien einteilen, die unterschiedliche Ansprüche bedienen.

1. Der Klassiker: Der Joghurtbereiter mit fest eingebauten Gläsern

Diese Geräte besitzen meist 7 oder 8 feste, runde Plastikbecher mit passenden Deckeln. Die Milch-Kultur-Mischung wird direkt in diese Becher gefüllt.

Vorteile:
* Einfachheit: Plug & Play – einstellen, einschalten, fertig.
* Platzsparend: Kompakte Bauweise.
* Günstig in der Anschaffung.

Nachteile:
* Unflexibel: Portionsgröße ist durch Bechergröße vorgegeben.
* Reinigung: Die vielen kleinen Becher und Deckel müssen einzeln gespült werden.
* Material: Plastikbecher können mit der Zeit verkratzen oder Gerüche annehmen.

FAZ-Test-Fazit (interpretiert): Solche Modelle schnitten wahrscheinlich gut ab, wenn es um pure Einfachheit und niedrige Kosten geht. Für Singles oder Wenig-Nutzer sind sie eine solide Wahl. Bei der Handhabung und Reinigung gab es vermutlich Punktabzüge.

2. Der Flexible: Der Joghurtbereiter mit einem großen Behälter

Hier wird die gesamte Milchmenge (oft 1-2 Liter) in einem großen, meist glasernen oder kunststoffummantelten Keramikbehälter zubereitet.

Vorteile:
* Flexibilität: Sie können die Joghurtmenge frei wählen und den fertigen Joghurt nach Belieben portionieren oder weiterverarbeiten (z.B. zu Joghurtcreme oder Frozen Joghurt).
* Cremige Konsistenz: Durch die Masse wird der Joghurt oft besonders gleichmäßig und cremig.
* Einfache Reinigung: Nur ein großer Behälter und ein Deckel müssen gespült werden.

Nachteile:
* Größeres Gerät: Braucht mehr Stellfläche.
* Portionierung: Muss nach der Zubereitung umgefüllt werden.
* Anfälliger für Fehler: Wird der Behälter während der Reifung bewegt, kann die Konsistenz leiden.

FAZ-Test-Fazit (interpretiert): Diese Geräteklasse dürfte bei der Ergebnisqualität (Konsistenz) und der flexiblen Handhabung punkten. Sie sind die Allrounder und wahrscheinlich bei Familien sehr beliebt. Testsieger könnten aus dieser Kategorie stammen.

3. Der Aufsteiger: Der Multi-Cooker mit Joghurtfunktion

Moderne Multikocher (wie die von Instant Pot oder Ninja) haben fast immer eine präzise Joghurtfunktion integriert.

Vorteile:
* Platzersparnis: Ersetzt mehrere Geräte.
* Zusatzfunktionen: Dämpfen, Sous-Vide, Slow Cooking, etc.
* Oft präzisere Temperaturkontrolle: Elektronische Steuerung garantiert konstante Temperatur.

Nachteile:
* Hohe Anschaffungskosten (wenn man ihn nur für Joghurt nutzt).
* Komplexere Bedienung als ein reiner Joghurtbereiter.
* Der große Topf ist für kleine Joghurtmengen unter Umständen ungeeignet.

FAZ-Test-Fazit (interpretiert): In einem spezifischen Joghurtbereiter-Test wurden diese Geräte möglicherweise separat betrachtet oder gar nicht einbezogen. Für Vielnutzer einer Multikochers ist die Joghurtfunktion jedoch ein enormer Pluspunkt und kann ein separates Gerät überflüssig machen.

Das FAZ-Ergebnis im Detail: Welche Modelle überzeugten?

An dieser Stelle muss eine wichtige Klarstellung erfolgen: Die FAZ aktualisiert ihre Tests regelmäßig. Ein spezifisches Modell, das vor einem Jahr Testsieger war, muss es heute nicht mehr sein, da neue Geräte auf den Markt kommen. Daher nennen wir hier keine konkreten Modellnamen, sondern erläutern die typischen Stärken und Schwächen der Testsieger-Kategorien basierend auf der FAZ-Logik.

Ein typischer FAZ-Testsieger zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Ausgezeichnete Ergebnisqualität: Er produziert zuverlässig stichfesten, aromatischen Joghurt ohne Molkeabsonderung („Wassersee“ obenauf).
  • Robuste und einfache Handhabung: Das Gerät ist intuitiv zu bedienen, kippelt nicht und die Reinigung ist unkompliziert. Glasbehälter werden oft bevorzugt.
  • Praktische Ausstattung: Ein Timer oder eine automatische Abschaltung sind Standard. Die mitgelieferten Gläser sind formschön und alltagstauglich (z.B. zum Mitnehmen).
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Der Preis steht in einem vernünftigen Verhältnis zur gebotenen Qualität und Langlebigkeit.

Ein gut bewertetes Einsteigermodell hingegen bietet:
* Absolute Zuverlässigkeit im Kernprozess (Joghurt wird fest).
* Minimalistische Bedienung (oft nur ein Ein/Aus-Schalter).
* Einen sehr attraktiven Preis, bei dem man Kompromisse bei der Ausstattung (z.B. Timer, Material der Gläser) in Kauf nimmt.

Vergleichstabelle: Typische Testsieger-Eigenschaften vs. Einsteigermodelle

Merkmal Typischer FAZ-Testsieger (Premium-Klasse) Gut bewertetes Einsteigermodell
Bauform Oft großer Einzelbehälter (Glas/Keramik) oder hochwertige Einzelgläser Meist festereinsetzbare Plastikbecher (6-8 Stück)
Ergebnisqualität Sehr hoch, konsistent cremig & stichfest Gut, kann bei Konsistenz variieren
Bedienkomfort Elektronische Steuerung mit Timer, Display Meist mechanischer Ein/Aus-Schalter
Reinigung Einfach (1 großer Behälter) oder praktische Gläser Aufwändiger (viele kleine Becher)
Material & Haptik Hochwertige Materialien (Glas, Edelstahl, festes Plastik) Einfache, leichte Kunststoffe
Preisbereich Höher (ca. 50 – 100 €) Niedrig (ca. 20 – 35 €)
Ideal für Anspruchsvolle Nutzer, Familien, regelmäßige Nutzung Gelegenheitsnutzer, Singles, Neulinge

Experten-Kaufberatung: So finden Sie IHR perfektes Gerät

Die reine Testnote ist nur ein Faktor. Stellen Sie sich diese Fragen:

  1. Wie oft und für wie viele Personen machen Sie Joghurt?

    • Selten / für 1-2 Personen: Ein kompakter Bereiter mit 6-8 Bechern reicht völlig.
    • Regelmäßig / für eine Familie: Ein Gerät mit großem Einzelbehälter (1-2 Liter) ist effizienter und flexibler.
  2. Wie wichtig ist Ihnen Flexibilität?
    Möchten Sie immer gleich große Portionen (Becher) oder lieber eine große Menge, die Sie auch zum Kochen/Backen verwenden oder in eigene Gläser abfüllen können (Einzelbehälter)?

  3. Welche Priorität hat die einfache Reinigung?
    Die Reinigung von einem großen Glasbehälter ist oft schneller erledigt als das Spülen von sieben kleinen Bechern und Deckeln.

  4. Besitzen Sie bereits einen Multikocher?
    Prüfen Sie das Handbuch! Viele moderne Multikocher haben eine exzellente Joghurtfunktion, die ein separates Gerät überflüssig macht.

  5. Was ist Ihr Budget?
    Für unter 30€ bekommen Sie ein funktionierendes Einsteigergerät. Für mehr Geld (50€+) investieren Sie in bessere Materialien, einfachere Handhabung und oft eine zuverlässigere Ergebnisqualität.

Tipps für die perfekte Joghurt-Herstellung – vom Profi

Ein Joghurtbereiter ist nur so gut wie seine Bedienung. So gelingt es garantiert:

  1. Milch vorwärmen: Die Milch muss vor dem Impfen mit der Kultur auf ca. 40-45°C erhitzt werden (Fingerprobe: lauwarm, nicht heiß). Verwenden Sie ein Thermometer für Genauigkeit.
  2. Kultur richtig dosieren: Verwenden Sie entweder fertige Joghurtkultur-Pulver (1 Päckchen pro Liter) oder 2-3 EL Naturjoghurt (muss lebende Kulturen enthalten!) pro Liter Milch. Rühren Sie die Kultur in etwas angewärmter Milch glatt, bevor Sie sie unter die Gesamtmenge mischen.
  3. Ruhe ist alles: Stellen Sie das Gerät nach dem Start an einen ungestörten Ort. Erschütterungen können den Reifeprozess stören.
  4. Reifedauer steuert Säure: 6-8 Stunden ergeben einen milden Joghurt, 10-12 Stunden einen säuerlichen, dickflüssigeren.
  5. Abkühlen für Festigkeit: Nach Ende der Reifezeit den Joghurt für mehrere Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank durchkühlen lassen. Erst dann wird er richtig fest.
  6. Hygiene: Immer mit sauberen Geräten arbeiten, um Fremdkeime zu vermeiden.

Fazit: Mehr als nur ein Test-Siegel

Das FAZ-Testergebnis ist eine hervorragende Navigationshilfe im Dickicht der Angebote. Es filtert unzuverlässige Geräte heraus und hebt solche mit ausgewogenem Leistungsprofil hervor. Letztlich ist die Wahl des besten Joghurtbereiters aber eine persönliche Entscheidung, die von Ihren individuellen Küchengewohnheiten, Ihrer Haushaltsgröße und Ihrem Budget abhängt.

Egal, ob Sie sich am Ende für den FAVORITEN der FAZ oder ein schlichtes Einsteigermodell entscheiden: Sie gewinnen immer. Sie gewinnen Kontrolle, Geschmack und das zufriedene Gefühl, ein ursprüngliches Lebensmittel mit eigenen Händen (und ein wenig technischer Hilfe) geschaffen zu haben. Guten Appetit!


FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Joghurtbereiter

H2: Muss ich die Milch abkochen?
Nein, das ist bei moderner, pasteurisierter Milch aus dem Supermarkt nicht nötig. Bei Rohmilch (Vorzugsmilch) ist das Abkochen aus hygienischen Gründen jedoch zwingend erforderlich. Das Abkühlen auf 40-45°C vor dem Impfen nicht vergessen!

H3: Warum wird mein Joghurt nicht fest?
Die häufigsten Gründe sind: 1) Die Milch war zu heiß (>50°C) beim Untermischen der Kultur und hat die Bakterien abgetötet. 2) Die Kultur war nicht aktiv (abgelaufenes Pulver oder Joghurt ohne lebende Kulturen). 3) Die Reifezeit war zu kurz oder die Temperatur im Gerät zu niedrig. 4) Die Milch wurde während der Reifezeit bewegt/erschüttert.

H3: Kann ich den selbst gemachten Joghurt als Startkultur für die nächste Charge verwenden?
Ja, das ist möglich und traditionell üblich. Verwenden Sie dazu 2-3 EL des vorherigen Joghurts. Allerdings nimmt die Kulturkraft nach mehreren Generationen (ca. 4-5 Mal) ab, und es können sich unerwünschte Fremdkeime ansiedeln. Für konsistente Ergebnisse empfiehlt sich gelegentlich der Einsatz frischer Kultur.

H2: Wie lange ist selbst gemachter Joghurt haltbar?
Bei durchgehender Kühlung (≤7°C) ist er mindestens 7-10 Tage haltbar, oft auch länger. Entscheidend ist die Hygiene bei der Herstellung und die Verwendung sauberer Löffel zum Entnehmen.

H3: Eignet sich ein Joghurtbereiter auch für pflanzliche Milch?
Ja, grundsätzlich kann man auch Joghurt aus Soja-, Mandel- oder Hafermilch herstellen. Allerdings benötigen pflanzliche Milcharten oft spezielle Joghurtkulturen oder Zugaben (z.B. Stärke oder Zucker) für die Bakterien, um eine stichfeste Konsistenz zu erreichen. Die Ergebnisse können variieren.

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