
Die Küche ist der Raum, in dem wir nicht nur kochen, sondern oft auch zusammenkommen. Leider häufen sich hier auch die Geräte, die unseren Energieverbrauch in die Höhe treiben können: Kühlschrank, Herd, Backofen, Spülmaschine und kleine Helfer wie Wasserkocher oder Kaffeemaschine. Die gute Nachricht ist, dass du mit ein paar bewussten Handgriffen und Routinen oft erstaunlich viel Energie sparen in der Küche kannst. Diese Alltagstipps sind einfach umzusetzen und machen sich auf deiner nächsten Abrechnung bemerkbar.
Die großen Stromverbraucher clever nutzen
Kühlschrank, Gefrierschrank, Herd und Backofen sind für den Großteil des Küchenstromverbrauchs verantwortlich. Hier lohnt es sich besonders, genauer hinzuschauen.
Kühl- und Gefrierschrank: Die kühlen Dauerläufer
Diese Geräte laufen 24/7. Schon kleine Optimierungen summieren sich über das Jahr.
- Temperatur richtig einstellen: 7°C im Kühlschrank und -18°C im Gefrierfach reichen völlig aus. Jedes Grad kälter erhöht den Stromverbrauch um etwa 6%.
- Tür schnell schließen: Überlege dir, was du brauchst, bevor du die Tür öffnest. Jedes Mal entweicht kalte Luft, die das Gerät mühsam nachkühlen muss.
- Abtauen nicht vergessen: Eine Eisschicht von nur 5 mm im Gefrierfach kann den Energieverbrauch um bis zu 30% erhöhen. Taut regelmäßig ab.
- Stellplatz prüfen: Stelle Kühl- und Gefrierschrank nicht neben Wärmequellen wie Herd, Heizung oder in die pralle Sonne. Achte auf ausreichend Abstand zur Wand, damit die Wärme abgeführt werden kann.
- Geräte nicht zu alt: Ein 15 Jahre alter Kühlschrank kann leicht dreimal so viel Strom verbrauchen wie ein modernes A+++-Gerät. Der Austausch kann sich finanziell lohnen – eine grobe Übersicht über den Verbrauch gibt das EU-Energielabel.
Kochen und Backen: Mit Köpfchen statt mit Volldampf
Beim Kochen am Herd und im Backofen geht oft viel Wärme ungenutzt verloren.
- Topfdeckel verwenden: Koche immer mit geschlossenem Deckel! So nutzt du die Wärme effizient und sparst bis zu zwei Drittel der Energie. Der Topf sollte außerdem zur Herdplatte passen.
- Restwärme nutzen: Schalte den Herd oder Backofen 5-10 Minuten vor Ende der Garzeit ab. Die Nachwärme reicht oft völlig aus, um das Gericht fertig zu garen.
- Wasserkocher für Wasser nutzen: Erhitze Wasser für Nudeln, Kartoffeln oder Tee immer im Wasserkocher. Das ist viel effizienter als auf dem Elektroherd. Fülle aber nur so viel ein, wie du wirklich brauchst.
- Umluft bevorzugen: Beim Backen mit Umluft kannst du die Temperatur etwa 20-30°C niedriger einstellen als bei Ober-/Unterhitze. Zudem kannst du mehrere Bleche gleichzeitig nutzen.
- Auf Vorheizen verzichten: Für die meisten Gerichte (z.B. Aufläufe, Braten) ist das Vorheizen des Backofens nicht nötig. Einfach mit in die Berechnung der Garzeit einrechnen. Ausnahmen sind sehr empfindliche Teige wie Biskuit.
Energieeffizient spülen: Handarbeit vs. Maschine
Eine häufige Frage: Was ist sparsamer, von Hand spülen oder die Spülmaschine nutzen? Die klare Antwort lautet: Ein voll beladener und effizient genutzter Geschirrspüler ist in der Regel sparsamer als das Spülen von Hand unter fließendem Warmwasser.
So holst du das Maximum aus deiner Spülmaschine
- Immer voll beladen: Starte die Maschine nur, wenn sie wirklich voll ist. Das „Spar-“ oder „Eco-Programm“ ist die erste Wahl. Es dauert zwar länger, arbeitet aber mit niedrigeren Temperaturen und spart so Wasser und Strom.
- Vorspülen ist meist überflüssig: Grobe Speisereste einfach in die Biotonne abwischen. Moderne Maschinen und Reiniger kommen mit normal verschmutztem Geschirr bestens zurecht.
- Regelmäßig pflegen: Reinige Siebe und Düsen und fülle Regeneriersalz und Klarspüler nach, wenn nötig. Eine gepflegte Maschine arbeitet effizienter.
Die kleinen Helfer: Kluger Umgang spart Kilowattstunden
Auch die vielen kleinen Küchengeräte summieren sich im Standby- und Betriebsverbrauch.
- Stecker ziehen oder Steckdosenleiste nutzen: Kaffeemaschine, Mikrowelle, Toaster und Wasserkocher verbrauchen oft im Standby-Modus Strom. Eine schaltbare Steckdosenleiste macht das Abschalten zum Kinderspiel.
- Auf die Größe achten: Erhitze kleine Portionen in der Mikrowelle oder im Toaster statt im großen Backofen.
- Kaffee frisch zubereiten: Thermoskannen halten Kaffee oder Tee lange warm. Das ist effizienter, als die Heizplatte der Kaffeemaschine stundenlang laufen zu lassen.
Praktischer Helfer für deinen Haushalt
Wenn du ein passendes praktischen Helfer für deinen Haushalt suchst, findest du bei großen Händlern wie Amazon viele Modelle
mit unterschiedlichen Funktionen und Preisklassen. Achte vor allem auf Energieeffizienz, einfache Bedienung
und verlässliche Kundenbewertungen.
Hinweis: Es handelt sich um einen unverbindlichen Hinweis, keine Beratung und keine Garantie für einzelne Produkte.
Wasser und Wärme: Die oft vergessenen Sparpotenziale
Energie sparen in der Küche bedeutet nicht nur Strom sparen, sondern auch den Verbrauch von warmem Wasser im Blick zu behalten, denn dessen Erwärmung kostet viel Energie.
- Spardüsen einbauen: Ein Perlator (Luftdüse) am Wasserhahn mischt Luft bei und reduziert den Durchfluss, ohne dass sich der Strahl schwächer anfühlt. So sparst du bis zur Hälfte an Wasser – und damit auch die Energie, es zu erhitzen.
- Mit kaltem Wasser vorspülen: Wenn du doch mal von Hand spülst, verwende zum Vorspülen kaltes Wasser.
- Lebensmittel clever auftauen: Plane voraus und lasse Tiefkühlkost über Nacht im Kühlschrank auftauen. Das spart Energie beim Herd oder in der Mikrowelle und kühlt gleichzeitig den Kühlschrank mit.
Investitionen, die sich langfristig lohnen können
Manche Maßnahmen erfordern eine einmalige Ausgabe, die sich über die Jahre amortisieren kann.
- Strommessgerät ausleihen: Viele Verbraucherzentralen, Bibliotheken oder Energieversorger verleihen Strommessgeräte. Damit kannst du die heimlichen Stromfresser in deiner Küche identifizieren.
- Auf Effizienz achten: Bei einem Neukauf eines Küchengeräts lohnt der Blick auf den absoluten Stromverbrauch in kWh/Jahr (auf dem EU-Label) mehr als nur auf die Effizienzklasse. Ein sparsames Gerät kann über seine Lebensdauer hunderte Euro an Stromkosten sparen.
- Induktionsherd in Betracht ziehen: Wenn du einen neuen Herd brauchst, ist Induktion die effizienteste Technik. Sie überträgt die Wärme direkt in den Topf und heizt nicht die Platte auf. Die Anschaffung ist höher, aber die Effizienz auch.
[[IMAGE_BODY2_PROMPT: Ein Strommessgerät, das zwischen einer Steckdose und dem Stecker einer Kaffeemaschine eingesteckt ist. Das Display zeigt den aktuellen Verbrauch in Watt an. Im unscharfen Hintergrund eine Küchenzeile.]
Fazit: Bewusstsein schaffen und Routinen ändern
Energie sparen in der Küche mit diesen Alltagstipps hat wenig mit Verzicht, sondern viel mit cleverem Haushalten zu tun. Es geht darum, ein Bewusstsein für die großen und kleinen Energiefresser zu entwickeln und daraus einfache Routinen zu formen: Den Deckel auf den Topf, die Maschine nur voll beladen anstellen, Restwärme nutzen.
Fang am besten mit zwei oder drei Tipps an, die für dich am einfachsten umzusetzen sind. Vielleicht mit dem Wasserkocher und dem Topfdeckel? Wenn diese zur Gewohnheit geworden sind, nimmst du dir die nächsten vor. So summieren sich die Effekte, und du wirst sehen, dass ein energieeffizienter Haushalt nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch dem guten Gefühl guttut. Denke daran: Alle genannten Prozentangaben und Beispiele sind Richtwerte. Wie viel du genau sparst, hängt immer von deinen Geräten, deinem Nutzungsverhalten und deinem Tarif ab.






