
Du fragst dich, warum deine Stromrechnung immer höher ausfällt, obwohl du bewusst Energie sparen willst? Oft sind es die versteckten Stromfresser in der Küche, die im Standby-Modus unbemerkt weiterlaufen. Ein Energiemessgerät hilft dir, diesen Verbrauch sichtbar zu machen und gezielt zu reduzieren. In diesem Praxis-Test zeige ich dir, wie du Schritt für Schritt vorgehst, welche Geräte du besonders im Blick haben solltest und wie du typische Fehler vermeidest.
Sicherheit zuerst: Das musst du beachten
Energieeffizienz und Stromsparen (Checklisten, Tipps, Updates).
Bevor du mit dem Messen beginnst, sind einige Sicherheitshinweise unerlässlich. Arbeite nie an feuchten Händen oder in nasser Umgebung. Achte darauf, dass das Messgerät für die maximale Leistung deiner Küchengeräte ausgelegt ist – bei Hochleistungsgeräten wie Backöfen oder Induktionsherden kann das wichtig sein. Schließe das Messgerät immer direkt an die Steckdose an, bevor du das zu prüfende Gerät anschließt. Wenn du unsicher bist, ziehe einen Fachmann hinzu. Strom ist kein Spielzeug, und deine Sicherheit steht an erster Stelle.
So gehst du Schritt für Schritt vor
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer systematischen Vorgehensweise. Beginne damit, alle Küchengeräte zu notieren, die du überprüfen willst. Dazu gehören nicht nur die offensichtlichen wie Kühlschrank oder Mikrowelle, sondern auch vermeintlich kleine Verbraucher wie Wasserkocher, Kaffeemaschine oder Toaster. Ein Energiemessgerät schaltest du zwischen Steckdose und Gerät, um den Verbrauch zu ermitteln. Quelle: ADAC. Miss jedes Gerät einzeln, um genaue Werte zu erhalten, und notiere die Ergebnisse. Plane dafür ausreichend Zeit ein, denn einige Messungen sollten über mehrere Stunden oder sogar Tage laufen, um ein realistisches Bild zu bekommen.
Was du prüfen solltest (Reihenfolge!)
Starte mit den Geräten, die dauerhaft in Betrieb sind oder häufig im Standby-Modus laufen. An erster Stelle steht der Kühlschrank, da er rund um die Uhr arbeitet. Danach folgen Geräte mit Display oder Uhr, wie Mikrowelle oder Backofen, die oft im Standby bleiben. Elektrokleingeräte wie Kaffeemaschinen oder Wasserkocher solltest du ebenfalls prüfen, da sie oft vergessen werden. Zuletzt nimmst du Geräte mit Netzteil, etwa Ladegeräte für Küchenhelfer, die auch im Leerlauf Strom ziehen können.
| Reihenfolge | Gerätetyp | Besonderheiten |
|---|---|---|
| 1 | Kühlschrank/Gefrierschrank | Dauerbetrieb, hoher Einfluss auf Gesamtverbrauch |
| 2 | Mikrowelle/Backofen | Oft mit Standby-Display oder Uhr |
| 3 | Kaffeemaschine/Wasserkocher | Häufige Nutzung, Standby oft übersehen |
| 4 | Elektrokleingeräte (Toaster etc.) | Kurzzeitbetrieb, aber Standby möglich |
| 5 | Netzteile/Ladegeräte | Leerlaufverbrauch oft unterschätzt |

Konkrete Tipps und typische Fehler
Nutze das Energiemessgerät nicht nur für Momentaufnahmen, sondern lasse es über einen längeren Zeitraum angeschlossen, um Schwankungen zu erfassen. Ein gleichmäßig hoher Verbrauch kann auf übermäßigen Standby-Betrieb hinweisen. Quelle: Polarstern Energie. Achte darauf, dass das Messgerät ein klares Display hat – Testsieger wie das BMK Voviee-128 punkten hier mit guter Ablesbarkeit. Quelle: FAZ. Vermeide den Fehler, mehrere Geräte gleichzeitig an einem Messgerät zu prüfen, das verfälscht die Ergebnisse. Auch solltest du nicht vergessen, Geräte mit Smart-Funktionen zu checken, da sie oft im Hintergrund kommunizieren und Strom verbrauchen.
So vermeidest du Folgeschäden
Nach dem Messen ist vor dem Sparen. Trenne Geräte, die keinen echten Standby-Modus brauchen, komplett vom Stromnetz, zum Beispiel mit einer schaltbaren Steckleiste. Bei Geräten mit Netzteil kannst du oft den Stecker ziehen, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Überlege, ob du ältere Geräte gegen energieeffizientere Modelle austauschst – das kann langfristig lohnen. Regelmäßige Kontrollen, etwa einmal im Jahr, helfen dir, neue Stromfresser frühzeitig zu entdecken und deine Gewohnheiten anzupassen.
FAQ: Häufige Fragen kurz beantwortet
1. Brauche ich ein teures Messgerät?
Nein, einfache Modelle reichen für den Hausgebrauch aus. Wichtig ist, dass sie den Verbrauch genau anzeigen und einfach zu bedienen sind. Quelle: EnBW.
2. Wie lange sollte ich messen?
Für Standby-Verbrauch reichen oft wenige Stunden. Bei Geräten mit variablem Betrieb wie Kühlschränken empfiehlt sich ein Tag oder länger, um einen Durchschnitt zu erhalten.
3. Kann ich auch ohne Messgerät den Verbrauch schätzen?
Ja, Smart Meter oder WLAN-Steckdosen bieten Alternativen, aber ein klassisches Energiemessgerät ist meist genauer und unkomplizierter. Quelle: Wien Energie.
4. Was mache ich mit den Ergebnissen?
Vergleiche sie mit Herstellerangaben oder Online-Richtwerten. Identifiziere die größten Stromfresser und überlege, ob du sie austauschen oder seltener nutzen kannst.
Fazit und nächste Schritte
Mit einem Energiemessgerät hast du ein mächtiges Werkzeug in der Hand, um den Standby-Verbrauch deiner Küchengeräte zu messen und zu reduzieren. Die systematische Vorgehensweise, kombiniert mit unseren Tipps, hilft dir, versteckte Kosten zu senken und umweltbewusster zu leben. Beginne noch heute mit der Überprüfung deiner Geräte – jede kleine Einsparung summiert sich und entlastet deinen Geldbeutel. Hast du schon Erfahrungen mit Energiemessgeräten gemacht? Teile sie in den Kommentaren und hilf anderen, effizienter zu werden!






