
Energiesparen in der Küche: Effektive Tipps für niedrige Stromkosten
Die Küche ist ein zentraler Energieverbraucher im Haushalt. Mit gezielten Maßnahmen beim Kochen, Kühlen und Spülen lassen sich die Stromkosten deutlich senken. Diese Anleitung bietet praxisnahe, effektive Tipps.
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Moderne Spülmaschinen sind bei voller Beladung sparsamer als das Handspülen unter fließendem Wasser.
- Voll beladen: Nutzen Sie stets die volle Kapazität.
- Eco-Programm wählen: Das Sparprogramm arbeitet mit niedrigeren Temperaturen und spart Energie und Wasser, trotz längerer Laufzeit.
- Kein Vorspülen: Entfernen Sie nur grobe Speisereste. Ein Vorspülen unter fließendem Wasser ist unnötig.
- Gerät pflegen: Reinigen Sie regelmäßig Filter und Sprüharme für eine optimale Leistung.
Ein großer Teil der Energiekosten in der Küche entfällt auf die Warmwasserbereitung. Jeder Liter warmes Wasser, der nicht verbraucht wird, spart also doppelt.
7.1 Tipps für den sparsamen Umgang mit Wasser
- Perlatoren/Strahlregler einsetzen: Diese Aufsätze für den Wasserhahn mischen Luft ins Wasser und reduzieren den Durchfluss, ohne dass der Strahl an Komfort verliert.
- Kaltes Wasser nutzen, wo es möglich ist: Zum Vorspülen von Gemüse, zum Aufgießen von Pflanzen oder für den Trinknapf des Haustiers ist kaltes Wasser völlig ausreichend.
- Wasserkocher gezielt befüllen: Erhitzen Sie nur so viel Wasser, wie Sie tatsächlich benötigen. Das spart Energie und verkürzt die Wartezeit.
- Undichte Hähne reparieren: Ein tropfender Warmwasserhahn vergeudet über das Jahr hinweg eine enorme Menge an Energie und Wasser.
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8. Einkauf und Lagerung: Die Basis für effizientes Kühlen
Wie Sie Lebensmittel einkaufen und in Ihren Geräten organisieren, hat direkten Einfluss auf den Energieverbrauch.
8.1 Die optimale Organisation von Kühlschrank und Gefrierfach
- Kühlschrank-Zonen beachten: Lagern Sie Lebensmittel an den für sie vorgesehenen Plätzen. Oben ist es am wärmsten (ideal für Marmeladen, Reste), unten am kältesten (perfekt für Fleisch, Fisch). Die Türfächer sind für Butter, Eier und Getränke geeignet.
- Luftzirkulation ermöglichen: Packen Sie den Kühlschrank nicht zu voll. Kalte Luft muss zirkulieren können, um alle Lebensmittel gleichmäßig zu kühlen.
- Gefriergut bündeln: Im Gefrierfach verbrauchen volle Fächer weniger Energie als leere, da die eingefrorenen Lebensmittel als Kältepuffer dienen. Füllen Sie Leerräume notfalls mit gefüllten Wasserflaschen oder Styropor.
- Eisbildung bekämpfen: Eine Eisschicht von nur 5 mm im Gefrierfach kann den Energieverbrauch um bis zu 30% erhöhen. Regelmäßiges Abtauen ist daher ein Muss.
9. Die größten Energiefallen erkennen und vermeiden
Oft sind es kleine, unbewusste Gewohnheiten, die die Stromrechnung in die Höhe treiben. Hier sind die häufigsten Fallen:
- Der „halbleere“ Wasserkocher: Mehrmals täglich den vollen Wasserkocher für eine Tasse Tee anwerfen, verbraucht viel Energie für das Erhitzen von ungenutztem Wasser.
- Der „kurze Blick“ in den Kühlschrank: Mehrmaliges, langes Öffnen der Tür, um zu überlegen, was man essen möchte, lässt die kalte Luft entweichen. Das Gerät muss dann erneut hochfahren.
- Das „Vorheizen aus Gewohnheit“: Für viele Gerichte wie Aufläufe, Braten oder selbstgemachte Pizza ist Vorheizen nicht zwingend nötig. Die verlängerte Garzeit im kalten Ofen ist oft energieeffizienter.
- Der „warme“ Kühlschrank-Standort: Ein Kühlschrank in der prallen Sonne oder direkt neben dem Backofen arbeitet permanent auf Hochtouren.
- Die „vergessene“ Kaffeemaschine: Viele Kaffeevollautomaten halten das Wasser im Tank ständig warm oder bleiben den ganzen Tag im Bereitschaftsmodus.
10. Checkliste für den energieeffizienten Küchenalltag
| Bereich | Maßnahme | Wirkung |
|---|---|---|
| Kochen | Topfdeckel verwenden, Kochzonengröße anpassen | Bis zu 30 % Ersparnis |
| Backen | Auf Vorheizen verzichten, Umluft nutzen | Bis zu 20 % Ersparnis |
| Kühlen/Gefrieren | Temperatur prüfen (7°C / -18°C), Dichtungen kontrollieren | Bis zu 15 % geringerer Verbrauch |
| Spülen | Spülmaschine voll beladen, Eco-Programm nutzen | Sparsamer als Handspülen unter fließendem Wasser |
| Allgemein | Standby-Betrieb vermeiden, Wasserkocher für kleine Mengen | Reduziert den Grundverbrauch spürbar |
Mini-Checkliste für den wöchentlichen Energie-Check
- ❏ Kühlschranktemperatur auf 7°C geprüft?
- ❏ Gefrierfach abgetaut (bei Eisschicht >5mm)?
- ❏ Alle nicht genutzten Geräte (Kaffeeautomat, Toaster) vom Strom getrennt?
- ❏ Eco-Programm der Spülmaschine genutzt?
- ❏ Wasserkocher-Entkalker bereitgelegt?
11. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist sparsamer: Induktion, Ceran oder Gas?
Induktion ist am energieeffizientesten, gefolgt von modernen Gasherden. Klassische Elektrokochplatten (Ceran) sind in der Regel am wenigsten effizient. Induktion überträgt bis zu 90% der Energie direkt in den Topf, während bei Ceran viel Wärme an die Umgebungsluft verloren geht.
Lohnt sich der Austausch eines alten Kühlschranks?
Ja, häufig. Ein neues Gerät der höchsten Effizienzklasse verbraucht oft nur halb so viel Strom wie ein 10–15 Jahre altes Modell. Die Ersparnis kann bei Dauerbetrieb 50–100 Euro pro Jahr betragen. Ein einfacher Rechenbeispiel: Ein alter Kühlschrank (Effizienzklasse C von 2003) verbraucht etwa 350 kWh/Jahr, ein neues A+++-Modell nur ca. 100 kWh. Bei 40 Cent/kWh sparen Sie 100 Euro jährlich. Die Anschaffung amortisiert sich so oft in wenigen Jahren.
Sollte die Spülmaschine an Warmwasser angeschlossen werden?
Das kann sinnvoll sein, wenn das Warmwasser energieeffizient (z.B. per Solarthermie oder Gas-Brennwert) erzeugt wird und der Leitungsweg kurz ist. Bei elektrischer Warmwasserbereitung (Durchlauferhitzer, Boiler) lohnt es sich meist nicht, da die Spülmaschine das Wasser im Eco-Programm sehr effizient selbst erhitzt. Zudem muss das Wasser in der Leitung oft erst lange laufen, bis es warm ist, was zu Wasserverschwendung führt.
Wie überwache ich den Gesamtverbrauch in der Küche?
Nutzen Sie ein Energiemessgerät (Kosten: ca. 15-30€) für einzelne Geräte, um Stromfresser zu identifizieren. Für einen Gesamtüberblick hilft die regelmäßige Kontrolle des Stromzählers. Notieren Sie den Zählerstand wöchentlich zur gleichen Zeit. Viele moderne Stromzähler (Smart Meter) bieten auch digitale Verbrauchsübersichten über ein Portal oder eine App an.
Ist Handspülen oder der Geschirrspüler sparsamer?
In den allermeisten Fällen ist ein voll beladener Geschirrspüler im Eco-Programm sparsamer als Handspülen. Beim Handspülen unter fließend heißem Wasser können schnell 40-60 Liter Wasser verbraucht werden. Eine moderne Spülmaschine kommt im Eco-Programm mit etwa 10-12 Litern aus und erhitzt das Wasser zudem effizienter. Nur wer sehr sparsam im Becken mit Stöpsel spült, kann gleichziehen – aber der Zeit- und Komfortvorteil der Maschine bleibt.
Wie kann ich beim Kaffeekochen Energie sparen?
Nutzen Sie bei Vollautomaten die Energiespar- oder Abschaltautomatik. Schalten Sie das Gerät nach Gebrauch komplett aus, vor allem abends und bei längerer Abwesenheit. Für Filterkaffee ist ein klassischer Kaffeefilter mit Thermoskanne effizienter als eine Warmhalteplatte, die den Kaffee stundenlang erhitzt. Erhitzen Sie das Wasser idealerweise mit dem Wasserkocher und gießen es dann in die Filtermaschine.
Fazit
Energiesparen in der Küche basiert auf effizienter Gerätenutzung und einfachen Verhaltensanpassungen. Die größten Effekte erzielen Sie durch optimiertes Kochen und Backen, die richtige Einstellung der Kühl
Quellen & weiterführende Links
- 9 Tipps, wie Sie in der Küche (mühelos) Energie sparen
- Energie sparen in der Küche: Tipps zum Stromsparen
- E.ON: Tipps zum Energiesparen in der Küche
- Energiesparen in der Küche: So geht`s
- 8 Tipps zum Energie sparen beim Kochen
- 7 Tipps zum Energiesparen in der Küche
- Energiesparen beim Kochen: So gelingt es jedem!
- Tipps zum Energiesparen in der Gastroküche
- Energie sparen in der Küche: 5 Fehler macht fast jede:r
- Meine fünf besten Tipps zum Energiesparen in der Küche






