
Kühlschrank und Gefriertruhe gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Sie laufen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Das muss aber nicht zwangsläufig eine hohe Rechnung bedeuten. Denn mit ein paar einfachen Handgriffen und etwas Know-how lässt sich der Energieverbrauch deutlich reduzieren – ohne dass Sie auf Komfort oder frische Lebensmittel verzichten müssen.
Oft sind es kleine, unbewusste Gewohnheiten, die den Verbrauch in die Höhe treiben: eine zu kalte Einstellung, ein ungünstiger Standort oder eine vereiste Gefrierfach-Tür. Die gute Nachricht: Diese Fehler sind leicht zu korrigieren. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen praxisnahe und sofort umsetzbare Wege auf, wie Sie Ihre Kühlgeräte effizienter machen und dabei bares Geld sparen.
So funktioniert der Energieverbrauch Ihrer Kühlgeräte
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Um sinnvoll sparen zu können, hilft es zu verstehen, wie Kühlschrank und Gefriertruhe arbeiten. Beide Geräte entziehen ihrem Innenraum Wärme und geben sie nach außen ab. Dieser Prozess läuft über einen Kompressor. Je mehr Wärme von außen eindringt oder im Inneren entsteht, desto öfter und länger muss dieser Kompressor arbeiten – und desto höher ist der Stromverbrauch.
Die größten Stromfresser sind daher:
- Wärme von außen: Ein Standort neben Herd, Heizung oder in der prallen Sonne.
- Wärme von innen: Heiße oder warme Speisen, die direkt in den Kühlschrank gestellt werden.
- Isolationsprobleme: Eine dicke Eisschicht im Gefrierfach oder undichte Türdichtungen.
Konkrete Maßnahmen für weniger Stromkosten
Die richtige Temperatur finden
Viele Geräte sind unnötig kalt eingestellt. Die ideale Temperatur im Kühlschrank liegt bei 7 °C. Im Gefrierfach oder der Gefriertruhe reichen -18 °C völlig aus. Jedes Grad kälter erhöht den Energieverbrauch um etwa 6%. Ein kleines Thermometer hilft, die tatsächliche Temperatur zu überprüfen, da die Zahlen am Regler oft ungenau sind.
Den perfekten Standort wählen
Stellen Sie Ihre Kühlgeräte immer an einen kühlen, gut belüfteten Ort. Ein Mindestabstand von 5 cm zur Wand und zu Seitenmöbeln ist wichtig, damit die Abwärme entweichen kann. Vermeiden Sie unbedingt direkte Nachbarschaft zu Wärmequellen wie Backofen, Spülmaschine oder Heizkörper.
Regelmäßige Pflege einplanen
- Abtauen: Eine Eisschicht von nur einem Zentimeter im Gefrierfach kann den Verbrauch um bis zu 15% erhöhen. Tauen Sie regelmäßig ab, am besten wenn der Vorrat sowieso zur Neige geht.
- Reinigen: Säubern Sie die Gummidichtungen der Türen und die Lüftungsgitter auf der Rückseite. Staub an den Kühlrippen behindert die Wärmeabgabe.
- Dichtungen prüfen: Schließen Sie eine eingeschaltete Taschenlampe in den abgedunkelten Kühlschrank ein. Tritt Licht aus, sind die Dichtungen porös und sollten ausgetauscht werden.
Praxisbeispiele aus dem Alltag
- Einkauf richtig einräumen: Nehmen Sie sich nach dem Großeinkauf einen Moment Zeit, um alles systematisch einzusortieren. So steht die Tür nicht minutenlang offen, während Sie suchen.
- Tiefkühlkost clever auftauen: Legen Sie gefrorene Lebensmittel zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank. Sie kühlen dabei das Gerät von innen mit – ein doppelter Nutzen.
- Vor dem Urlaub: Ist der Kühlschrank fast leer, können Sie ihn vor einer längeren Abwesenheit ausschalten, gründlich reinigen und die Tür offen lassen. Bei der Gefriertruhe können Sie die Temperatur etwas erhöhen (z.B. auf -15 °C), wenn der Inhalt es verträgt.
- Beim Neukauf: Achten Sie auf die Energieeffizienzklasse. Ein modernes A+++-Gerät verbraucht oft nur halb so viel Strom wie ein 10 Jahre altes Modell. Die Investition rechnet sich meist innerhalb weniger Jahre.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meine Gefriertruhe abtauen?
Es gibt keine feste Regel. Tauen Sie ab, sobald sich eine sichtbare Eisschicht von etwa einem Zentimeter gebildet hat. Im Normalfall ist ein- bis zweimal im Jahr ausreichend. Planen Sie den Termin für einen Zeitpunkt, an dem Ihre Vorräte ohnehin aufgebraucht sind.
Wann lohnt sich der Austausch eines alten Kühlschranks?
Ein Neukauf kann sich finanziell und ökologisch lohnen, wenn Ihr Gerät sehr alt (über 10 Jahre) ist oder eine schlechte Energieeffizienzklasse (unter A+) hat. Moderne Geräte der Klasse A+++ verbrauchen oft weniger als die Hälfte an Strom. Rechnen Sie die mögliche Ersparnis gegen die Anschaffungskosten hoch.
Energiesparen bei Kühlschrank und Gefriertruhe ist kein Hexenwerk, sondern eine Frage der bewussten Nutzung. Die größten Effekte erzielen Sie mit der korrekten Temperatur, einem kühlen Standort und regelmäßiger Wartung wie dem Abtauen. Diese Maßnahmen kosten wenig Zeit, entlasten aber dauerhaft Ihre Stromrechnung und schonen die Umwelt. Beginnen Sie am besten heute damit, die Temperatur zu überprüfen – der erste Schritt zur effizienteren Nutzung ist oft der einfachste.






