Entkalken des Durchlauferhitzers: Wie oft ist es wirklich notwendig?

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Entkalken des Durchlauferhitzers: Wie oft ist es wirklich notwendig?

Kategorie: Reparatur & Wartung

Ein Durchlauferhitzer ist ein zuverlässiger Begleiter für warmes Wasser im Haushalt. Damit er seine Aufgabe auch langfristig effizient und sicher erfüllen kann, ist eine regelmäßige Wartung unerlässlich. Der wichtigste Aspekt dieser Wartung ist das Entkalken. Kalkablagerungen sind der natürliche Feind jedes Geräts, das Wasser erhitzt, und können zu erheblichen Problemen führen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie oft Sie Ihren Durchlauferhitzer entkalken sollten, welche Faktoren die Häufigkeit beeinflussen und woran Sie erkennen, dass es Zeit für eine Reinigung wird.

Entkalken des Durchlauferhitzers: Wie oft ist es wirklich notwendig?

Die Notwendigkeit zum Entkalken ergibt sich nicht aus einem festen Zeitplan, sondern primär aus der Qualität Ihres Leitungswassers. Die sogenannte Wasserhärte ist der entscheidende Indikator. Je härter das Wasser, desto schneller setzt sich Kalk in Ihrem Gerät ab und desto häufiger sollten Sie Maßnahmen ergreifen. Eine regelmäßige Entkalkung schützt nicht nur die Technik, sondern spart auch Energie und Geld.

Die Häufigkeit, mit der Sie Ihren Durchlauferhitzer entkalken sollten, hängt maßgeblich von der Wasserhärte an Ihrem Wohnort ab. Während in Regionen mit weichem Wasser ein Intervall von mehreren Jahren ausreichen kann, ist in Gebieten mit sehr hartem Wasser eine jährliche oder sogar halbjährliche Wartung ratsam. Neben der Wasserhärte sind auch die Nutzungsintensität und erste Warnzeichen wie längere Aufheizzeiten oder ein verminderter Durchfluss wichtige Faktoren. Eine regelmäßige Entkalkung erhält die Leistungsfähigkeit, beugt Schäden vor und senkt den Energieverbrauch.

Der entscheidende Faktor: Ihre lokale Wasserhärte

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Die Wasserhärte wird in Deutschland üblicherweise in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben. Sie können Ihren genauen Härtegrad bei Ihrem lokalen Wasserversorger erfragen oder mit einem Teststreifen aus der Drogerie oder dem Baumarkt selbst messen. Die Härtebereiche werden wie folgt eingeteilt:

  • Weich: unter 8,4 °dH
  • Mittel: 8,4 bis 14 °dH
  • Hart: über 14 °dH

Je höher der Wert, desto mehr Kalk (Calciumcarbonat) ist im Wasser gelöst. Beim Erhitzen des Wassers im Durchlauferhitzer fällt dieser Kalk aus und setzt sich an den Heizspiralen und in den Rohrleitungen ab. Diese Schicht wirkt wie eine Isolierung: Die Heizung muss mehr Energie aufwenden, um das Wasser zu erwärmen, und der Wasserdurchfluss kann sich verringern.

Empfohlene Entkalkungs-Intervalle im Überblick

Basierend auf der Wasserhärte lassen sich grobe Richtwerte für die Wartung ableiten. Diese sind als Orientierungshilfe zu verstehen. Bei sehr intensiver Nutzung (z.B. in einem Mehrpersonenhaushalt mit häufigen Duschen) kann ein kürzeres Intervall sinnvoll sein.

  • Bei weichem Wasser (< 8,4 °dH): Eine Entkalkung ist in der Regel nur alle 4 bis 6 Jahre notwendig. Eine regelmäßige Sichtkontrolle ist dennoch empfehlenswert.
  • Bei mittelhartem Wasser (8,4 – 14 °dH): Planen Sie eine Wartung etwa alle 2 bis 3 Jahre ein. In diesem Bereich ist präventives Handeln besonders wirtschaftlich.
  • Bei hartem Wasser (> 14 °dH): Hier ist eine jährliche Entkalkung ratsam. In Extremfällen oder bei sehr hohem Warmwasserverbrauch kann sogar ein halbjährlicher Rhythmus notwendig sein, um die Effizienz des Geräts zu erhalten.

Warnzeichen: Wann es sofort Zeit zum Entkalken ist

Neben dem präventiven Rhythmus sollten Sie auf folgende Symptome achten, die auf starke Verkalkung hindeuten und eine baldige Reinigung erforderlich machen:

1. Längere Aufheizzeit: Das Wasser braucht spürbar länger, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.

2. Verminderter Durchfluss: Aus der Armatur oder dem Duschkopf kommt weniger Wasser, obwohl der Kaltwasserdruck normal ist.

3. Hörbare Geräusche: Knacken, Brummen oder Zischen während des Betriebs können von Kalkablagerungen herrühren.

4. Temperaturschwankungen: Die Wassertemperatur ist nicht mehr konstant, sondern schwankt ungewöhnlich stark.

5. Erhöhter Energieverbrauch: Ihre Stromrechnung steigt ohne andere Erklärungen an, da das Gerät ineffizient arbeitet.

Wenn Sie diese Anzeichen bemerken, sollten Sie nicht zu lange warten, da sonst die Gefahr eines dauerhaften Schadens am Wärmetauscher steigt.

Vorgehensweise: Selber machen oder Fachbetrieb?

Das Entkalken eines Durchlauferhitzers ist eine anspruchsvolle Arbeit, die technisches Verständnis und handwerkliches Geschick voraussetzt. Sie müssen das Gerät demontieren, die Heizpatrone freilegen und diese in einem Entkalker-Bad einlegen.

  • Für versierte Heimwerker: Wenn Sie sich das zutrauen, können Sie spezielle Entkalker für Haushaltsgeräte aus dem Fachhandel verwenden. Wichtig: Befolgen Sie unbedingt die Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung Ihres Geräts und denken Sie daran, vor Beginn die Stromzufuhr zu trennen.
  • Empfohlener Weg für die meisten Haushalte: Beauftragen Sie einen Heizungs- oder Kundendienst-Fachbetrieb. Ein Profi führt die Entkalkung nicht nur sicher und gründlich durch, sondern kann auch gleichzeitig eine allgemeine Funktionsprüfung vornehmen und mögliche andere Mängel frühzeitig erkennen. Die Kosten für eine professionelle Wartung sind eine lohnende Investition in die Langlebigkeit Ihres Geräts.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann ich meinen Durchlauferhitzer auch mit Hausmitteln wie Zitronensäure entkalken?

Von der Verwendung von Hausmitteln wie Zitronen- oder Essigsäure wird bei Durchlauferhitzern generell abgeraten. Die Dosierung ist schwer kontrollierbar, und die Säuren können empfindliche Dichtungen und Bauteile im Inneren des Geräts angreifen. Verwenden Sie besser spezielle, für solche Geräte entwickelte Entkalker, die schonender und sicherer sind.

Was passiert, wenn ich meinen Durchlauferhitzer nie entkalke?

Ohne Entkalkung nimmt der Wirkungsgrad des Geräts kontinuierlich ab. Der Energieverbrauch steigt, und die Heizleistung sinkt. Im schlimmsten Fall kann die Heizspirale durch die dicke Kalkschicht so überhitzen, dass sie durchbrennt. Dies führt zu einem kompletten Ausfall und einer teuren Reparatur oder zum Ersatz des gesamten Geräts.

Gibt es elektronische Durchlauferhitzer, die nicht entkalkt werden müssen?

Nein. Auch moderne, elektronisch geregelte Durchlauferhitzer sind nicht vor Kalk geschützt. Die physikalische Ursache – das Ausfallen des Kalks beim Erhitzen – bleibt gleich. Die Heizwendel muss in jedem Fall frei von Ablagerungen sein, um effizient zu arbeiten. Einige Modelle verfügen über eine Anzeige, die an die Wartung erinnert, oder über spezielle, etwas kalktolerantere Heizelemente, aber ganz ohne Entkalkung kommt auch hier kein Gerät auf Dauer aus.

Die regelmäßige Entkalkung Ihres Durchlauferhitzers ist eine einfache, aber äußerst wirksame Maßnahme der vorbeugenden Instandhaltung. Indem Sie sich an den Richtwerten für Ihre Wasserhärte orientieren und auf die Warnsignale Ihres Geräts achten, schützen Sie es vor schwerwiegenden Schäden. Sie sichern so nicht nur eine zuverlässige Warmwasserversorgung, sondern sparen auch langfristig Energie und Kosten. Ein gut gewarteter Durchlauferhitzer ist ein Garant für Komfort und Effizienz im Haushalt.

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