
Du wohnst in einem Altbau und kämpfst mit hartem Wasser? Dann kennst du das Problem sicher: Kalkablagerungen in deinem Geschirrspüler, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch die Leistung beeinträchtigen können. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine Spülmaschine effektiv entkalkst, typische Fehler vermeidest und langfristig Schäden vorbeugst. Denn gerade in älteren Gebäuden mit oft veralteten Leitungen ist die Wasserqualität eine besondere Herausforderung.
Sicherheit zuerst: Darauf musst du achten
Reinigung, Pflege und Entkalken (Checklisten, Tipps, Updates).
Bevor du loslegst, solltest du ein paar grundlegende Sicherheitshinweise beachten. Entkalker können chemische Substanzen enthalten, die Haut und Atemwege reizen – trage daher Handschuhe und arbeite in gut belüfteten Räumen. Schalte die Spülmaschine immer vom Stromnetz, bevor du sie öffnest oder an ihr arbeitest. Und wenn du unsicher bist, ob dein Gerät spezielle Pflege benötigt, wirf einen Blick in die Bedienungsanleitung oder hole dir professionellen Rat. Deine Sicherheit geht vor!
Was du vor dem Entkalken prüfen solltest
Bevor du mit dem eigentlichen Entkalken beginnst, ist es sinnvoll, ein paar Punkte zu überprüfen. Das spart Zeit und hilft dir, gezielt vorzugehen. Hier ist eine klare Reihenfolge, die ich dir empfehle:
Fehlersuche: Häufige Symptome & sichere erste Schritte
- Wasserhärte bestimmen: Finde heraus, wie hart dein Wasser wirklich ist. In vielen Altbauten ist die Wasserqualität aufgrund veralteter Leitungen problematisch – Kalk, Korrosion und Biofilme können die Härte erhöhen. Du kannst Teststreifen aus der Drogerie nutzen oder bei deinem Wasserversorger nachfragen.
- Gerätezustand checken: Sieh dir deinen Geschirrspüler genau an. Gibt es sichtbare Kalkablagerungen an den Sprüharmen oder im Innenraum? Riecht es unangenehm? Das sind Anzeichen, dass eine Reinigung nötig ist.
- Salz- und Klarspüler-Füllstand kontrollieren: Stelle sicher, dass dein Geschirrspüler genug Regeneriersalz und Klarspüler hat. Bei hartem Wasser ist das besonders wichtig, um Kalk vorzubeugen. Quelle: Sanier.de weist darauf hin, dass Allround-Spültabs zwar praktisch sind, aber bei extrem hartem Wasser zusätzliches Salz und Klarspüler nötig sein können.
- Leitungen und Wasserdruck prüfen: In Altbauten können verkalkte Leitungen den Wasserdruck mindern. Wenn deine Spülmaschine nicht richtig spült, könnte das ein Grund sein. Einfache Maßnahmen wie das Entkalken des Perlators an Wasserhähnen können hier helfen.

So entkalkst du deinen Geschirrspüler Schritt für Schritt
Jetzt geht es ans Eingemachte! Folge dieser Anleitung, um deine Spülmaschine gründlich zu reinigen und Kalk loszuwerden. Nimm dir Zeit und arbeite sorgfältig, um beste Ergebnisse zu erzielen.
Schritt 1: Vorbereitung
Räume den Geschirrspüler komplett aus – also alle Körbe, Siebe und beweglichen Teile. Schalte das Gerät aus und ziehe den Stecker, um Stromunfälle zu vermeiden. Reinige grobe Speisereste von den Sieben von Hand, bevor du sie weiter behandelst.
Schritt 2: Hausmittel oder chemische Reiniger?
Du hast die Wahl zwischen umweltfreundlichen Hausmitteln und speziellen Maschinenreinigern. Bewährte Hausmittel wie Zitronensäure oder Essigessenz sind oft preiswerter und schonender für die Umwelt. Quelle: Sanier.de empfiehlt sie als gute Alternative. Chemische Entkalker wirken meist stärker, können aber aggressiver sein – lies die Anleitung genau und dosiere sparsam.
Schritt 3: Den Entkalkungsgang durchführen
Gib das gewählte Mittel in den Geschirrspüler – entweder direkt in den Innenraum oder in das Fach für Reiniger. Starte dann ein Leerlaufprogramm bei hoher Temperatur (mindestens 60°C). Das löst den Kalk effektiv. Nach dem Durchlauf öffne die Tür und lass alles gut trocknen, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Schritt 4: Nacharbeiten
Wische den Innenraum mit einem feuchten Tuch ab, um Rückstände zu entfernen. Setze alle Teile wieder ein und überprüfe, ob alles richtig sitzt. Fülle Salz und Klarspüler nach, falls nötig.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Viele Menschen machen beim Entkalken immer wieder die gleichen Fehler. Hier sind die häufigsten Fallstricke und meine Tipps, um sie zu umgehen:
- Zu selten entkalken: Warte nicht, bis der Kalk sichtbar wird. Bei hartem Wasser im Altbau solltest du deinen Geschirrspüler regelmäßig entkalken – je nach Nutzung alle paar Monate. Das beugt langfristigen Schäden vor.
- Falsche Dosierung: Verwende nicht zu viel oder zu wenig Entkalker. Folge den Herstellerangaben oder bei Hausmitteln bewährten Rezepten (z.B. eine Tasse Essigessenz). Überdosierung kann die Maschine beschädigen, Unterdosierung wirkt nicht.
- Salz und Klarspüler vernachlässigen: Auch wenn du Allround-Tabs nutzt, kann bei extrem hartem Wasser zusätzliches Salz nötig sein. Quelle: Sanier.de betont, dass dies in Ausnahmefällen wichtig ist. Kontrolliere die Füllstände regelmäßig.
- Leitungen ignorieren: Denk daran, dass verkalkte Leitungen im Altbau das Problem verschlimmern können. Wenn du oft entkalkst, aber die Wasserqualität schlecht bleibt, könnte eine Enthärtungsanlage eine Lösung sein. Quelle: Heizungsforum.de erwähnt, dass entkalktes Wasser ideal für Geräte ist.
So vermeidest du Folgeschäden
Entkalken ist nicht nur eine einmalige Aktion – mit der richtigen Pflege kannst du Schäden an deinem Geschirrspüler und an deinem Geschirr langfristig verhindern. Hier sind meine Empfehlungen:
- Regelmäßige Wartung: Plane feste Intervalle für das Entkalken ein, z.B. alle drei bis sechs Monate bei hartem Wasser. Das hält deine Maschine leistungsfähig.
- Wasserhärte im Blick behalten: Überprüfe die Wasserhärte gelegentlich, besonders wenn du in einem Altbau wohnst, wo sich die Qualität ändern kann. Quelle: Vitalhelden.de weist darauf hin, dass es sich für Haushaltsgeräte lohnen kann, das Wasser zu entkalken.
- Umweltfreundliche Alternativen nutzen: Setze auf Hausmittel wie Natron oder Zitronensäure für die regelmäßige Pflege. Sie sind schonend und reduzieren chemische Belastung.
- Bei Problemen früh handeln: Wenn dein Geschirrspüler trotz Entkalken nicht richtig reinigt oder unangenehm riecht, könnte ein tieferliegendes Problem vorliegen. Zögere nicht, einen Fachmann zu konsultieren.
FAQ: Häufige Fragen kurz beantwortet
Wie oft sollte ich meinen Geschirrspüler im Altbau entkalken?
Das hängt von der Wasserhärte und Nutzung ab. Bei hartem Wasser empfehle ich alle drei bis sechs Monate. Regelmäßigkeit ist key, um Kalkablagerungen vorzubeugen.
Kann ich Essig zum Entkalken verwenden?
Ja, Essig oder Essigessenz sind bewährte Hausmittel. Sie sind umweltfreundlich und preiswert. Achte aber auf die Dosierung – zu viel kann Dichtungen angreifen.
Was tun, wenn der Geschirrspüler trotz Entkalken nicht richtig reinigt?
Prüfe die Siebe auf Verstopfungen, kontrolliere den Salz- und Klarspüler-Füllstand und überlege, ob verkalkte Leitungen im Altbau das Problem sind. Im Zweifel hilft ein Profi.
Lohnt sich eine Enthärtungsanlage für Altbauten?
Für Haushalte mit sehr hartem Wasser und mehreren Geräten kann eine Enthärtungsanlage sinnvoll sein. Sie reduziert Kalk im gesamten System und schont Geräte langfristig. Quelle: Heizungsforum.de diskutiert die Vorteile.
Fazit und nächste Schritte
Deinen Geschirrspüler im Altbau bei hartem Wasser zu entkalken, ist kein Hexenwerk – mit der richtigen Vorbereitung und regelmäßiger Pflege kannst du Kalkprobleme in den Griff bekommen. Vermeide typische Fehler wie zu seltenes Entkalken oder das Ignorieren von Salz und Klarspüler, und denke auch an die Leitungen in deinem Gebäude. Wenn du unsicher bist, starte mit einem einfachen Test der Wasserhärte und probiere Hausmittel aus. Deine Spülmaschine wird es dir mit längerer Lebensdauer und besserer Leistung danken. Hast du weitere Tipps oder Fragen? Teile sie gerne in den Kommentaren!






