Geschirrspüler reinigen und warten: Deine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

Geschirrspüler reinigen und warten – Titelbild
Titelbild
Geschirrspüler reinigen und warten: Deine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

Du kennst das vielleicht: Der Geschirrspüler läuft, aber danach riecht es leicht muffig im Gerät oder auf dem Geschirr sind milchige Schlieren oder kleine Essensreste. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern ein klares Zeichen dafür, dass dein treuer Helfer in der Küche selbst eine Runde Pflege gebrauchen kann. Eine regelmäßige Reinigung und Wartung ist für einen Geschirrspüler genauso wichtig wie für eine Waschmaschine. Sie sorgt nicht nur für hygienisch sauberes Geschirr, sondern kann auch die Lebensdauer des Geräts verlängern und Energie sowie Spülmittel sparen. Denn ein verkalkter oder verschmutzter Geschirrspüler muss härter arbeiten.

In dieser Anleitung nehme ich dich Schritt für Schritt an die Hand. Wir schauen uns gemeinsam an, was du wann tun solltest und welche einfachen Hausmittel oft schon Wunder wirken. Keine Sorge, es ist viel einfacher, als es klingt!

Warum du deinen Geschirrspüler regelmäßig reinigen solltest

Stell dir vor, dein Geschirrspüler ist eine kleine, effiziente Fabrik. Damit sie optimal läuft, müssen alle Komponenten sauber sein. Mit der Zeit setzen sich Fett, Kalk, Essensreste und Seifenrückstände im Inneren fest. Das kann mehrere unschöne Folgen haben:

  • Gerüche: Ein muffiger Geruch entsteht durch organische Reste, die in den Sieben oder Schläuchen liegen bleiben und zu gären beginnen.
  • Verschmutztes Geschirr: Wenn die Sprüharme verstopft sind oder das Sieb voll ist, kann das Wasser nicht mehr richtig zirkulieren. Das Ergebnis: Gläser werden milchig, und auf Tellern bleiben Reste zurück.
  • Höhere Kosten: Kalkablagerungen an der Heizung wirken wie eine Isolierschicht. Das Gerät braucht länger, um das Wasser zu erhitzen, und verbraucht mehr Strom. In vielen Fällen kannst du durch einen kalkfreien Geschirrspüler 5–10 % Energie einsparen – je nach Härtegrad deines Wassers und Nutzungsverhalten.
  • Defekte: Auf Dauer können Kalk und Fett bewegliche Teile wie das Sprührad oder sogar die Pumpe schädigen. Eine teure Reparatur wäre die Folge.

Eine regelmäßige Geschirrspüler Reinigung und Wartung Anleitung zu befolgen, ist also reine Vorsorge und macht deinen Alltag entspannter.

Was du für die Reinigung brauchst: Hausmittel vs. Spezialreiniger

Du musst nicht gleich in den Supermarkt rennen. Oft reichen Dinge, die du wahrscheinlich schon zu Hause hast:

Die Hausmittel-Kombi:
* Essig oder Zitronensäure: Perfekt gegen Kalk und für einen frischen Duft. Wichtig: Nutze sie nie zusammen mit Backpulver oder Natron in der gleichen Reinigungsaktion, da sie sich gegenseitig neutralisieren.
* Backpulver oder Natron: Wirkt geruchsneutralisierend und löst leichte Verschmutzungen.
* Ein alter Zahnbürste oder ein kleines Bürstchen: Ideal für schwer erreichbare Ecken und die Dichtungen.

Spezialreiniger aus dem Handel:
Spezielle Geschirrspüler-Reiniger oder Entkalker-Tabs sind auf die Anforderungen abgestimmt. Sie enthalten oft stärkere Entkalker und Fettlöser. Für eine intensive Grundreinigung ein- bis zweimal im Jahr sind sie eine gute Option.

Praktischer Helfer für deinen Haushalt

Wenn du ein passendes praktischen Helfer für deinen Haushalt suchst, findest du bei großen Händlern wie Amazon viele Modelle
mit unterschiedlichen Funktionen und Preisklassen. Achte vor allem auf Energieeffizienz, einfache Bedienung
und verlässliche Kundenbewertungen.


Jetzt bei Amazon ansehen

Hinweis: Es handelt sich um einen unverbindlichen Hinweis, keine Beratung und keine Garantie für einzelne Produkte.

Die praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Reinigung

Mach dir am besten alle ein bis zwei Monate eine halbe Stunde Zeit für diese Routine. Bei sehr hartem Wasser oder sehr häufiger Nutzung vielleicht sogar monatlich.

Schritt 1: Vorbereitung und grobe Reinigung

Zuerst schaltest du das Gerät aus und ziehst wenn möglich den Stecker. Dann geht’s ans Eingemachte – oder besser: ans Herausnehmbare.

  1. Leere die Maschine vollständig aus.
  2. Ziehe die Körbe heraus. Spüle sie gelegentlich in der Dusche oder in der Badewanne mit warmem Wasser und etwas Spülmittel ab, um an den Gitterstäben anhaftendes Fett zu lösen.
  3. Die wichtigste Stelle: Reinige die Siebe. Im Boden findest du meist ein dreiteiliges Siebsystem (grobes Sieb, Feinsieb, Mikrosieb). Nimm alles heraus und spüle es gründlich unter warmem, fließendem Wasser ab. Benutze bei eingetrockneten Resten die alte Zahnbürste. Saubere Siebe sind der Schlüssel für eine funktionierende Spülmaschine!
  4. Überprüfe die Sprüharme. Drehe die unteren und oberen Sprüharme von Hand. Sie sollten sich leicht drehen lassen. Schau in die Löcher: Sind welche verstopft? Reinige sie vorsichtig mit einem Zahnstocher oder einer dünnen Nadel.

Schritt 2: Die Innenreinigung und Entkalkung

Jetzt ist das Gerät für die Hauptreinigung bereit. Du hast zwei klassische Wege:

Methode A: Die Essig- oder Zitronensäure-Kur (gegen Kalk und Geruch)
* Stelle eine große Tasse oder ein hitzebeständiges Glas auf den oberen Korb und fülle es mit 200 ml Haushaltsessig oder 2–3 EL Zitronensäure-Pulver, gelöst in etwas Wasser.
* Stelle die Maschine ohne Geschirr und ohne Spülmittel/Tabs auf das heißeste Programm (meist 65–70°C).
* Der Essig/die Säure verdampft während des Programms und löst Kalk von den Innenwänden und der Heizung. Gleichzeitig wirkt es desodorierend.

Methode B: Die Backpulver/Natron-Kur (gegen Gerüche und leichte Verschmutzungen)
* Nachdem du Methode A durchgeführt hast (am besten an einem anderen Tag), kannst du für einen frischen Duft und zur Feinstreinigung Backpulver oder Natron streuen.
* Streue einfach 2–3 EL Backpulver oder Natron auf den Boden der leeren Maschine und lasse sie auf einem kurzen, heißen Programm (30–45°C) laufen.

Tipp: Führe die Essig-Kur und die Natron-Kur nie im selben Durchgang durch. Mache zwischen den beiden Programmen lieber einen Tag Pause oder spüle dazwischen mit einem Kurzprogramm.

Schritt 3: Die oft vergessenen Details

Zum Schluss kümmern wir uns um die Außenseiten und die kleinen Dinge:

  • Dichtungen reinigen: Wische die Gummidichtungen an der Tür mit einem feuchten, weichen Lappen und etwas Spülmittel ab. Sie sind oft ein Sammelbecken für Schmutz und Schimmelsporen.
  • Außenseiten und Bedienpanel: Reinige die Tür und das Control-Panel mit einem milden Allzweckreiniger. Achte darauf, dass keine Feuchtigkeit in die Anzeige läuft.
  • Salz- und Klarspüler-Fach: Wische überschwapptes Salz oder Klarspüler mit einem feuchten Tuch weg, um Korrosion zu verhindern.

Regelmäßige Wartung: So bleibt dein Geschirrspüler lange fit

Reinigung ist das eine, aber mit ein paar einfachen Gewohnheiten beugst du Problemen vor:

  • Spüle grobe Essensreste immer vorher ab. Du musst das Geschirr nicht vorspülen, aber große Reste wie Knochen, Nudeln oder Gemüseschalen gehören in den Bio-Müll. Das entlastet die Siebe enorm.
  • Überprüfe regelmäßig den Sieb-Zustand. Mache es dir zur Gewohnheit, beim Einräumen kurz zu checken, ob das Hauptsieb frei ist.
  • Nutze die richtigen Pflegemittel. Fülle Regeneriersalz nach, wenn die Kontrollleuchte blinkt – aber nur, wenn dein Gerät über einen integrierten Enthärter verfügt. Es schützt vor Kalk. Klarspüler sorgt für ein schnelles Trocknen ohne Schlieren. Die Dosierung richtet sich nach deiner Wasserhärte (die findest du auf der Website deines Wasserversorgers).
  • Lasse die Tür nach dem Spülgang einen Spalt offen. So kann Feuchtigkeit entweichen und die Maschine trocknet im Inneren besser ab. Das verhindert muffige Gerüche.

Wann ist eine professionelle Reinigung oder Reparatur nötig?

Die meisten Probleme lassen sich mit der oben beschriebenen Anleitung zum Geschirrspüler reinigen und warten lösen. Wenn aber nach einer gründlichen Reinigung starke Gerüche bleiben, das Gerät nicht mehr richtig abpumpt (Wasser steht im Boden) oder es undichte Stellen gibt, solltest du einen Fachmann kontaktieren. Bei Mietwohnungen ist die erste Anlaufstelle dein Vermieter oder deine Vermieterin.

Fazit: Ein sauberer Geschirrspüler ist ein effizienter Helfer

Die regelmäßige Pflege deines Geschirrspülers ist keine Zauberei, sondern eine einfache Routine, die sich mehrfach lohnt: Du bekommst garantiert saubereres Geschirr, schonst deinen Geldbeutel durch einen geringeren Energieverbrauch und verlängerst die Lebensdauer des Geräts. Nimm dir einfach alle paar Wochen einen Moment Zeit für die Siebe und gönne ihm zwei- bis dreimal im Jahr eine Essig- oder Reiniger-Kur. Dein Geschirrspüler wird es dir mit zuverlässiger Leistung danken – und dein Küchenalltag wird ein Stück entspannter.

📚 Mehr zum Thema erfahren

Dieser Artikel ist Teil unseres umfassenden Ratgebers:
Geräte & Maschinen: Reinigung, Wartung, Reparatur.

Nach oben scrollen