Geschirrspüler Sieb und Sprüharme reinigen: So beseitigen Sie Gerüche und verbessern das Spülergebnis

Geschirrspüler Sieb und Sprüharme reinigen: So beseitigen Sie Gerüche und verbessern das Spülergebnis






Geschirrspüler Sieb und Sprüharme reinigen: So beseitigen Sie Gerüche und verbessern das Spülergebnis

Ein Geschirrspüler ist ein unverzichtbarer Helfer in der Küche. Seine Leistung hängt jedoch maßgeblich von der regelmäßigen Pflege zweier zentraler Komponenten ab: dem Sieb und den Sprüharmen. Wenn Geschirr nicht mehr sauber wird, unangenehme Gerüche entstehen oder feine Speisereste zurückbleiben, ist eine Reinigung fällig. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie Sieb und Sprüharme fachgerecht säubern, um Gerüche zu beseitigen, die Spülleistung zu optimieren und die Lebensdauer Ihres Geräts zu verlängern – meist mit einfachen Hausmitteln.

Warum Sieb und Sprüharme so wichtig für ein sauberes Ergebnis sind

Das Sieb am Maschinenboden filtert grobe Speisereste aus dem Spülwasser, bevor es erneut gepumpt wird. Die Sprüharme verteilen das Wasser unter Druck auf das Geschirr. Sind diese Komponenten verschmutzt oder verstopft, wird der Wasserfluss behindert. Die Reinigungswirkung lässt nach, Essensreste zirkulieren im System und verursachen Gerüche. Eine regelmäßige Wartung beugt zudem teuren Schäden an der Pumpe vor.

Warnzeichen: So erkennen Sie, dass eine Reinigung nötig ist

Achten Sie auf diese Symptome, die auf verschmutzte Siebe oder Sprüharme hindeuten:

  • Anhaltende Gerüche: Modriger, fauliger oder säuerlicher Geruch beim Öffnen der Tür.
  • Verschlechterte Spülergebnisse: Sichtbare Speisereste, Fettränder oder Trübungen auf dem Geschirr.
  • Sichtbarer Schmutz: Krümel, Fettreste oder ein gräulicher Film im Siebkorb oder an den Sprüharmen.
  • Eingeschränkte Funktion: Die Sprüharme drehen sich ruckelnd oder gar nicht mehr frei.
  • Restwasser: Wasser steht nach Programmende im Boden der Maschine.

Vorbereitung: Diese Utensilien benötigen Sie

Schalten Sie den Geschirrspüler vor Beginn der Arbeiten stets aus und ziehen Sie, wenn möglich, den Netzstecker. Lassen Sie das Gerät abkühlen. Für die Reinigung genügen meist folgende Hausmittel und Hilfsmittel:

  • Eine Schüssel oder ein Becken für die Einzelteile
  • Warmes Wasser und handelsübliches Spülmittel
  • Eine alte Zahnbürste oder eine kleine Bürste für enge Düsen
  • Essigessenz (mind. 25%) oder Zitronensäurepulver zur Entkalkung
  • Natron (zur Geruchsneutralisation)
  • Ein weiches Tuch oder ein Schwamm (kein Scheuerschwamm)
  • Optional: Holz-Zahnstocher oder Plastik-Pinzette für verstopfte Düsen
  • Gummihandschuhe

Hinweis: Bei Unsicherheit konsultieren Sie die Bedienungsanleitung Ihres Modells, da Demontage und Bauart variieren können.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Das Sieb reinigen

Reinigen Sie das Sieb idealerweise alle 4 bis 8 Wochen, bei intensiver Nutzung oder proteinreichen Speiseresten (z.B. Ei, Milch) auch häufiger.

Schritt 1: Sieb entnehmen und zerlegen

Ziehen Sie den unteren Korb heraus. Das Hauptsieb befindet sich am Boden der Spülkammer. Drehen Sie es typischerweise gegen den Uhrzeigersinn oder betätigen Sie den Verriegelungsmechanismus, um es zu lösen. Nehmen Sie es vorsichtig heraus. Zerlegen Sie es, sofern möglich, in seine Einzelteile (grobmaschiger Korb, feines Sieb, Kunststoffring). Wischen Sie auch den freigelegten Bereich unter dem Sieb aus.

Schritt 2: Einweichen und Bürsten

Legen Sie alle Teile für 20-30 Minuten in eine Schüssel mit heißem Wasser und etwas Spülmittel oder einem Schuss Essigessenz ein. Bürsten Sie anschließend jedes Teil gründlich mit der Zahnbürste ab, besonders die feinen Gitter und Ränder. Spülen Sie alle Komponenten unter fließendem, warmem Wasser gründlich ab, bis das Wasser klar abläuft.

Schritt 3: Hartnäckige Verschmutzungen entfernen

Bei starken Fett- und Kalkablagerungen hilft ein Bad in einer Lösung aus einem Teil Essigessenz und vier Teilen heißem Wasser (ca. 1 Stunde Einwirkzeit). Für Kalk nutzen Sie alternativ eine Lösung mit einem gehäuften Esslöffel Zitronensäurepulver pro Liter warmem Wasser. Spülen Sie danach immer gründlich nach.

Schritt 4: Sieb wieder einbauen

Trocknen Sie die Teile ab oder lassen Sie sie an der Luft trocknen. Setzen Sie das Sieb korrekt herum und vollständig zusammen. Drücken Sie es fest in seine Halterung, bis es sicher einrastet. Ein falsch sitzendes Sieb kann undicht sein und Schäden verursachen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Die Sprüharme reinigen

Eine Reinigung der Sprüharme ist etwa alle 3 bis 6 Monate empfehlenswert. Verstopfungen entstehen oft durch Kalk, kleine Knochensplitter oder Glasgranulat.

Schritt 1: Sprüharme entnehmen

Der untere Sprüharm lässt sich meist durch senkrechtes Hochziehen von der Achse lösen. Der obere Arm ist oft durch eine große Kunststoffkappe oder einen Drehverschluss gesichert. Entfernen Sie diese und ziehen Sie den Arm vorsichtig nach unten. Bei fest verbauten oberen Armen reinigen Sie diesen an Ort und Stelle.

Schritt 2: Düsen und Kanäle säubern

Spülen Sie die Arme unter warmem, fließendem Wasser ab und inspizieren Sie alle Auslasslöcher gegen das Licht. Entfernen Sie lockere Partikel mit der Bürste. Für verstopfte Düsen verwenden Sie ausschließlich einen Holz-Zahnstocher oder eine Plastik-Pinzette. Wichtig: Vermeiden Sie metallische Gegenstände, um die Düsen nicht zu beschädigen.

Schritt 3: Gründlich entkalken

Stellen Sie die Sprüharme für 60-90 Minuten in ein Gefäß mit einer Mischung aus einem Teil Essigessenz und vier Teilen warmem Wasser. Bei starken Ablagerungen kann eine Einwirkzeit über Nacht nötig sein. Spülen Sie danach intensiv mit klarem Wasser nach, bis kein säuerlicher Geruch mehr wahrnehmbar ist.

Schritt 4: Wiedereinbau und Funktionstest

Setzen Sie die trockenen Sprüharme wieder korrekt ein. Sie müssen sich frei drehen können. Führen Sie einen kurzen Test ohne Geschirr durch: Starten Sie ein Kurzprogramm und beobachten Sie durch die Tür, ob sich die Arme gleichmäßig und ohne Geräusche drehen.

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Vorbeugende Pflege für Ihren Geschirrspüler

Ergänzen Sie die Reinigung von Sieb und Sprüharmen durch diese vorbeugenden Maßnahmen für eine dauerhaft optimale Leistung:

  • Regelmäßige Maschinenreinigung: Führen Sie etwa einmal im Monat einen Reinigungsgang mit einem speziellen Maschinenreiniger oder einer Tasse Essigessenz auf dem oberen Korb bei leerer Maschine durch.
  • Geschirr richtig vorbereiten: Entfernen Sie grobe Speisereste manuell, bevor Sie das Geschirr einräumen. Stark eingebrannte oder klebrige Reste sollten Sie vorher einweichen.
  • Regeneriersalz und Klarspüler nutzen: Befüllen Sie die entsprechenden Behälter regelmäßig, besonders in Regionen mit hartem Wasser. Dies beugt Kalkablagerungen in den Sprüharmen und an Heizstäben vor.
  • Tür und Dichtung abwischen: Wischen Sie nach dem letzten Spülgang des Tages die Türinnenseite und die Gummidichtung mit einem feuchten Tuch ab, um Schimmelbildung zu verhindern.
  • Maschine belüften: Lassen Sie die Tür nach Programmende für einige Zeit geöffnet, damit Feuchtigkeit entweichen und das Innere trocknen kann.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wie oft sollte ich Sieb und Sprüharme reinigen?

Das Sieb sollten Sie etwa alle 4-8 Wochen reinigen, bei intensiver Nutzung auch häufiger. Die Sprüharme benötigen etwa alle 3-6 Monate eine Reinigung. Orientieren Sie sich an den genannten Warnzeichen wie Gerüchen oder schlechteren Spülergebnissen.

2. Kann ich die Sprüharme in der Spülmaschine mitreinigen?

Nein, das ist nicht empfehlenswert. Die Sprüharme müssen manuell gereinigt werden, um Verstopfungen in den feinen Düsen gezielt zu beseitigen. Ein Spülgang entfernt oberflächlichen Schmutz, löst aber keine festen Ablagerungen in den Kanälen.

3. Darf ich zum Reinigen der Düsen eine Nadel oder Büroklammer verwenden?

Nein, verwenden Sie auf keinen Fall metallische Gegenstände. Diese können die präzisen Düsen aufkratzen oder verformen, was den Wasserstrahl und damit das Spülergebnis dauerhaft verschlechtert. Nutzen Sie stattdessen einen Holz-Zahnstocher.

4. Was ist der Unterschied zwischen Essig und Zitronensäure zur Entkalkung?

Essigessenz (mind. 25% Säure) löst sowohl Kalk als auch Fette sehr gut, hinterlässt aber einen charakteristischen Geruch. Zitronensäurepulver ist geruchsneutraler und wirkt sehr gut gegen Kalk, hat aber eine etwas geringere Fettlösungskraft. Spülen Sie nach der Anwendung beider Mittel stets gründlich nach.

5. Mein Geschirrspüler riecht trotz gereinigtem Sieb noch muffig. Was kann ich tun?

Überprüfen Sie den Ablaufschlauch auf Knicke oder Rückstau. Reinigen Sie den Türdichtungsgummi gründlich mit Essigwasser. Führen Sie einen Heißspülgang (mind. 65°C) mit einer Tasse Essigessenz oder einem speziellen Maschinenreiniger durch. Stellen Sie sicher, dass Sie regelmäßig Regeneriersalz und Klarspüler nachfüllen.

Quellen

  • Hersteller-Bedienungsanleitungen führender Geschirrspüler-Marken
  • Stiftung Warentest: Hinweise zur Geschirrspüler-Pflege
  • Verbraucherzentrale: Tipps zum effizienten Betrieb von Haushaltsgeräten


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