Küchengeräte im Standby: Unsichtbare Stromfresser erkennen & abschalten

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Küchengeräte im Standby: Unsichtbare Stromfresser erkennen und abschalten

In der Küche sammeln sich zahlreiche Elektrogeräte. Während der aktive Verbrauch von Herd oder Kühlschrank oft im Fokus steht, bleibt eine versteckte Kostenquelle häufig unbeachtet: der Standby-Betrieb. Viele Geräte ziehen auch im scheinbar ausgeschalteten Zustand permanent Strom. Diese unsichtbaren Verbraucher summieren sich im Jahr zu einer erheblichen Summe. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Küchengeräte betroffen sind, wie Sie den Verbrauch messen und mit welchen Maßnahmen Sie effektiv sparen.

Wie entsteht Standby-Verbrauch?

Der Bereitschaftsbetrieb hält Geräte funktionsbereit. Dazu zählen das Reagieren auf Fernbedienungssignale, das Anzeigen von Uhren oder Displays, das Aufrechterhalten von Netzwerkverbindungen oder das Ermöglichen eines Schnellstarts. Diese permanente Bereitschaft verursacht Kosten. In einer modernen Küche können sich so durch Kaffeevollautomat, Mikrowelle, Induktionskochfeld und smarte Steckdosen leicht 20 bis 50 Watt Dauerleistung addieren – vergleichbar mit einer ständig brennenden Glühbirne.

Die größten Standby-Sünder in der Küche identifizieren

Nicht alle Geräte verbrauchen gleich viel. Besonders hohen Standby-Verbrauch haben oft:

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  • Kaffeevollautomaten: Viele Modelle halten Wasser warm oder bleiben im Netzwerkmodus aktiv, was oft mehr Strom als das Brühen selbst kostet.
  • Mikrowellen mit Digitaluhr und Touchbedienung: Die ständig leuchtende Anzeige und der sensitive Sensor benötigen durchgehend Energie.
  • Induktionskochfelder & Backöfen mit Displays: Die Steuerungselektronik, Uhren oder Sperranzeigen bleiben oft in Bereitschaft.
  • Geschirrspüler mit Anzeigen: „Programmende“-Lämpchen oder Timer-Funktionen erfordern Standby-Strom.
  • Dunstabzugshauben mit Elektronik oder Standlicht: Ein dauerhaft leuchtendes Kontrolllicht oder Sensortasten ziehen Strom.
  • Wasserkocher & Toaster mit Display oder Beleuchtung: Jede LED-Anzeige verbraucht Energie.
  • Smarte Steckdosenleisten & Netzwerkgeräte: Auch Energiesparhelfer können im Standby Strom für ihre Funkverbindung (WLAN, Bluetooth) benötigen.

Eine durchdachte Planung der Steckdosen und Anschlüsse erleichtert später den Zugriff und die Trennung von Standby-Verbrauchern.

Standby-Verbrauch messen: So gehen Sie vor

Ein Energiemessgerät liefert konkrete Daten. Diese Geräte sind preiswert im Handel erhältlich.

  1. Stecken Sie das Messgerät in die Steckdose.
  2. Schließen Sie das zu testende Küchengerät an das Messgerät an.
  3. Stellen Sie sicher, dass das Gerät aus, aber im Standby-Modus ist (z.B. leuchtet eine LED).
  4. Lesen Sie die Leistungsaufnahme in Watt (W) ab. Ein Wert über 1 Watt ist bereits relevant.
  5. Messen Sie über 24 Stunden, um den Tagesverbrauch in Kilowattstunden (kWh) zu ermitteln. Multiplizieren Sie diesen mit Ihrem Strompreis und 365 Tagen für die jährlichen Kosten.

Beispielrechnung für Standby-Kosten

Ein Kaffeevollautomat zieht im Standby 5 Watt.

5 Watt x 24 Stunden = 120 Wattstunden (0,12 kWh) pro Tag.

0,12 kWh/Tag x 365 Tage = 43,8 kWh pro Jahr.

43,8 kWh x 0,35 €/kWh = rund 15,33 € jährliche Kosten für ein einzelnes Gerät.

Praktische Maßnahmen zum Abschalten der Stromfresser

Ziel ist ein bewusster Umgang ohne Komfortverlust. Diese Methoden helfen:

Maßnahme Vorgehen Besonders geeignet für
Stecker ziehen Gerät nach Nutzung komplett vom Netz trennen. Kaffeevollautomat, Wasserkocher, Toaster, Mikrowelle (bei nicht benötigter Uhr).
Schaltbare Steckdosenleiste Mehrere Geräte anschließen und mit einem Schalter gemeinsam vom Netz nehmen. Arbeitsbereich: Kaffeemaschine, Mixer, Brotschneider etc.
Master-Slave-Steckdosenleiste Schaltet Zusatzgeräte (Slaves) automatisch ab, wenn das Hauptgerät (Master) aus ist. Weniger in der Küche, ideal für Heimbüro oder Entertainment.
Einstellungen prüfen Energiesparmodi aktivieren und unnötige Standby-Funktionen (Netzwerkmodus, Warmhaltefunktion) deaktivieren. Kaffeevollautomat, smarte Geräte, Geschirrspüler mit WLAN.
Geräte-Neukauf bedenken Beim Kauf auf einen niedrigen Standby-Verbrauch (<0,5 Watt) achten. Alle geplanten Neuanschaffungen.

Zur ganzheitlichen Energieeffizienz gehört auch die regelmäßige Pflege und richtige Einräumung Ihrer Küchengeräte. Verkalkte oder verschmutzte Geräte benötigen mehr Energie für den Betrieb.

FAQs: Häufige Fragen zu Standby in der Küche

Schadet häufiges Ein- und Ausstecken den Geräten?

Bei modernen Elektrogeräten ist der mechanische Verschleiß an Stecker und Dose vernachlässigbar. Der Kostenvorteil überwiegt. Ausnahme sind Geräte mit eingebauten Akkus (z.B. kabellose Staubsauger), die laut Herstellerangabe dauerhaft am Netz bleiben sollten.

Muss die Mikrowelle wegen der Uhr permanent laufen?

Nein. Die ständige Uhrzeit ist eine reine Komfortfunktion. Wenn Sie darauf verzichten können, schalten Sie die Mikrowelle über eine Steckdosenleiste aus. Die Programmeinstellungen bleiben bei den meisten Modellen auch nach Stromausfall gespeichert.

Verbraucht ein Kühlschrank im „Urlaubsmodus“ weniger?

Ja. Viele moderne Geräte haben einen speziellen Urlaubsmodus. Dabei wird die Temperatur im Kühlteil nur auf etwa 12–15°C gehalten, während das Gefrierfach normal arbeitet. Das spart im Dauerbetrieb erheblich Energie. Schalten Sie das Gerät im Urlaub nur bei kompletter Leerung und Reinigung ganz ab.

Fazit: Kleinvieh macht auch Mist

Die unsichtbaren Stromfresser in Ihrer Küche abzuschalten, ist eine einfache und effektive Methode, um Ihre Stromrechnung zu senken. Mit einem Energiemessgerät identifizieren Sie die größten Verbraucher. Die Lösung liegt oft in schaltbaren Steckdosenleisten und der Gewohnheit, nach Gebrauch den Stecker zu ziehen. So sparen Sie bares Geld und leisten einen Beitrag zur Energieeinsparung im Haushalt.

Zum Hauptartikel (Pillar)

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Quellen

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