Wassersparen im Alltag: Wie wir unseren Verbrauch zu zweit deutlich reduziert haben

Close-up of hands setting a 5-minute timer on a bathroom sink to limit shower time.

Als unsere letzte Wasserrechnung kam, war ich ehrlich gesagt schockiert. Mein Partner und ich leben zu zweit in einer Wohnung und dachten, wir gehen eigentlich schon bewusst mit Ressourcen um. Die Zahlen sprachen eine andere Sprache. Das war der Anstoß für unser persönliches Experiment: Können wir unseren Wasserverbrauch spürbar senken, ohne dass unser Alltag darunter leidet?

Ein Monat und viele kleine Veränderungen später können wir ein klares Ergebnis vorweisen. Der Verbrauch ist um fast ein Drittel gesunken. Der schönste Nebeneffekt: Die monatlichen Kosten sind natürlich auch gesunken. In diesem Beitrag teile ich unsere praktischen Erfahrungen – von simplen Gewohnheitsänderungen bis zu kleinen Investitionen, die sich schnell amortisieren.

Unser Ausgangspunkt: Wo floss das Wasser hin?

Close-up detail of a water-saving dual-flush or stop-button mechanism on a toilet.

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Bevor wir etwas ändern konnten, mussten wir verstehen, wofür wir das Wasser überhaupt nutzen. Eine Woche lang haben wir notiert: Duschen, Toilettenspülung, Geschirrspülen, Kochen und Putzen. Schnell wurde klar, dass vor allem drei Bereiche den Löwenanteil ausmachten: die tägliche Dusche, die häufige Nutzung der Toilettenspülung und das Vorspülen des Geschirrs vor dem Einräumen in die Spülmaschine.

Phase 1: Einfache Änderungen mit sofortiger Wirkung

Diese Schritte haben uns keinen Cent gekostet, aber sofort Einsparungen gebracht.

Die Duschzeit im Blick behalten

Statt einfach unter die Dusche zu treten, stellen wir jetzt einen Timer auf fünf Minuten. Das klingt kurz, reicht aber völlig aus. Vorher waren es oft unbemerkt 10 bis 15 Minuten.

Wasser abstellen, wenn es nicht gebraucht wird

Beim Einseifen des Körpers oder des Haarshampoos, beim Zähneputzen oder beim Einseifen der Hände – der Wasserhahn bleibt konsequent zu. Das summiert sich über den Tag enorm.

Maschinen immer voll beladen

Wasch- und Spülmaschine laufen bei uns nur noch, wenn sie wirklich komplett gefüllt sind. Das Eco-Programm ist zur Standardeinstellung geworden.

Phase 2: Kleine Investitionen mit großer Wirkung

Nachdem wir uns an die neuen Routinen gewöhnt hatten, haben wir in einige Hilfsmittel investiert.

Spar-Duschkopf

Unser größter Game-Changer. Ein neuer Duschkopf mit reduziertem Durchfluss (ca. 7 Liter pro Minute statt vorher 12) spart pro Dusche mehrere Liter, ohne dass der Komfort leidet. Der Strahl fühlt sich durch beigemischte Luft sogar angenehmer an.

Durchflussbegrenzer für die Wasserhähne

Diese kleinen Aufsätze, oft Perlstrahler genannt, wurden an allen Wasserhähnen in Küche und Bad angebracht. Sie reduzieren den Verbrauch um bis zur Hälfte, ohne dass man es merkt.

Der Eimer in der Dusche

Eine simple, aber effektive Idee: Während wir auf warmes Wasser warten, fangen wir das kalte Ablaufwasser in einem Eimer auf. Dieses Wasser verwenden wir später zum Blumengießen oder für die Fensterreinigung.

Phase 3: Ein neues Bewusstsein im Alltag

Die nachhaltigste Veränderung fand in unseren Köpfen statt. Wir gehen heute achtsamer mit jeder Ressource um.

Gemüse in der Schüssel waschen

Statt Salat, Kartoffeln oder Obst unter fließendem Wasser abzuspülen, waschen wir es in einer gefüllten Schüssel. Das genutzte Wasser kommt anschließend noch auf die Balkonpflanzen.

Die Spartaste zur Regel machen

Die kleine Taste an der Toilettenspülung wird bei uns nun konsequent genutzt. Für den „großen Spülgang“ muss man aktiv die große Taste drücken.

Beim Kochen den Deckel drauf

Ein Topfdeckel reduziert die Verdunstung und spart so nicht nur Energie, sondern indirekt auch Wasser, da weniger nachgefüllt werden muss.

Häufige Fragen

Welche Maßnahme hat am meisten gebracht?

Die Kombination aus kürzeren Duschzeiten und dem Einbau eines Spar-Duschkopfs hatte den größten Einzeleffekt. Gerade beim Duschen wird nicht nur Wasser, sondern auch die Energie zu seiner Erwärmung gespart.

War die Umstellung nicht sehr unbequem?

Die ersten Tage erforderten etwas Disziplin, vor allem beim Timer in der Dusche. Nach kurzer Zeit wurden die neuen Routinen aber zur Selbstverständlichkeit. Der Komfortverlust ist minimal, das gute Gefühl, aktiv etwas zu tun, wiegt das bei weitem auf.

Funktionieren diese Tipps auch in einem Haus mit Garten?

Absolut. Die Grundprinzipien gelten überall. Im Haus mit Garten kommt sogar eine weitere, effektive Stellschraube hinzu: die Nutzung einer Regentonne zur Bewässerung. So spart man kostbares Trinkwasser.

Unser einmonatiges Experiment hat sich mehr als gelohnt. Die 30% Ersparnis waren nicht das Ergebnis einer einzigen, radikalen Maßnahme, sondern die Summe vieler kleiner, smarter Anpassungen im Alltag. Es hat gezeigt, dass Wassersparen weder unbequem noch teuer sein muss. Oft reicht es schon, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und mit einfachen Mitteln nachzusteuern. Jeder gesparte Liter schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel – eine Win-Win-Situation, die sich wirklich lohnt.

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Wassersparen und Warmwasser.

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