Unser Wasserspar-Experiment: Wie wir zu zweit den Verbrauch um ein Drittel reduziert haben

Hands installing a water-saving aerator onto a kitchen faucet

Die letzte Abrechnung war ein echter Weckruf. Mein Partner und ich lagen mit unserem Wasserverbrauch deutlich über dem Durchschnitt für einen Zwei-Personen-Haushalt. Anstatt nur zu schimpfen, starteten wir einen Selbstversuch: Drei Monate lang wollten wir mit einfachen Mitteln und mehr Bewusstsein im Alltag sparen – und genau dokumentieren, was wirklich etwas bringt.

Die Ergebnisse haben uns selbst überrascht. Ohne großen Komfortverlust oder teure Anschaffungen konnten wir unseren Verbrauch spürbar senken. In diesem Bericht teilen wir unsere konkreten Schritte und die messbaren Einsparungen, die für uns am Ende auf der Rechnung standen.

Die Ausgangslage: Unser Verbrauch vor dem Start

Close-up detail of a water-efficient showerhead with droplets

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Vor unserem Experiment verbrauchten wir pro Person etwa 130 Liter Wasser am Tag. Hochgerechnet aufs Jahr waren das knapp 95 Kubikmeter. Die Hauptverbraucher waren klar identifiziert: Duschen, Toilettenspülung, Waschmaschine und – zu unserer Überraschung – das Geschirrspülen von Hand. Unser Ziel war ambitioniert, aber konkret: unter 90 Liter pro Person und Tag zu kommen.

Unsere Maßnahmen im Detail: Was wir geändert haben

Wir haben nicht alles auf einmal umgekrempelt, sondern nach und nach neue Gewohnheiten etabliert, um die Wirkung einzelner Schritte besser einschätzen zu können.

1. Der Game-Changer: Duschen mit System

Die größte Stellschraube fanden wir im Badezimmer. Wir tauschten den alten Duschkopf gegen ein Sparmodell (6-7 Liter/Minute) aus und stellten uns einen Timer für maximal 5 Minuten pro Dusche. Der Effekt war enorm: Statt wie früher 15-20 Liter pro Minute zu verbrauchen, waren es nun nur noch etwa 35 Liter pro gesamten Duschgang. Das spart pro Person täglich rund 40-50 Liter.

2. Klassiker mit großer Wirkung: Toilette und Wasserhahn

  • Stopptaste nutzen: Wir wurden konsequent. Jeder unnötige große Spülgang verschwendet bis zu 9 Liter Trinkwasser. Allein durch diese Gewohnheit sparen wir schätzungsweise 15 Liter pro Person und Tag.
  • Hahn zu beim Einseifen & Zähneputzen: Das Wasser einfach laufen zu lassen, wurde zur absoluten Ausnahme. Diese kleine Routineänderung bringt weitere 5-10 Liter Ersparnis täglich.

3. Maschinen klug einsetzen

Wasch- und Spülmaschine laufen bei uns nur noch, wenn sie wirklich voll sind – und dann im Eco-Programm. Das spart nicht nur Wasser, sondern auch erheblich Energie. Ein spannender Nebentest zeigte: Das Geschirr für zwei Mahlzeiten von Hand unter fließendem Wasser zu spülen, verbrauchte fast dreimal so viel Wasser und Energie wie ein voll beladener Maschinengang im Eco-Modus.

Das Ergebnis nach drei Monaten

Die nächste Abrechnung gab uns Recht: Unser Jahresverbrauch sank auf 85 Kubikmeter. Umgerechnet waren das etwa 85 Liter pro Person und Tag – wir hatten unser Ziel erreicht! Die größte Erkenntnis: Es sind die bewussten Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Der Sparduschkopf hatte sich innerhalb weniger Monate amortisiert. Die Umstellung fühlte sich nicht nach Verzicht an, sondern nach einem cleveren und ressourcenschonenden Alltag.

Häufige Fragen

Wo konntet ihr am meisten Wasser sparen?

Die mit Abstand größte Einsparung erzielten wir durch die konsequente Nutzung der Spartaste an der Toilette. Dadurch reduzierten wir den Verbrauch für die Toilettenspülung um fast die Hälfte. Der zweitgrößte Effekt kam vom Wechsel auf einen Sparduschkopf in Kombination mit kürzeren Duschzeiten.

Lohnt sich die Anschaffung eines Sparduschkopfs finanziell?

In unserem Fall absolut. Die Anschaffungskosten hatten sich durch die geringeren Wasserkosten (und die damit verbundenen geringeren Energiekosten für das Erwärmen des Wassers) bereits nach wenigen Monaten amortisiert. Man spürt keinen Komfortverlust, der Verbrauch halbiert sich aber effektiv.

Was war die einfachste Sparmaßnahme?

Die einfachste und sofort umsetzbare Maßnahme war, das Wasser während des Einseifens unter der Dusche und beim Zähneputzen konsequent abzudrehen. Das kostet nichts, wird schnell zur Routine und spart sofort mit jedem Gebrauch mehrere Liter.

Unser Experiment hat gezeigt, dass ein sparsamerer Umgang mit Wasser im Haushalt weder kompliziert noch kostspielig sein muss. Der Schlüssel liegt im Bewusstsein und in der konsequenten Umsetzung weniger, aber wirksamer Maßnahmen. Die Einsparung von mehreren Zehntausend Litern pro Jahr ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern entlastet spürbar den Geldbeutel. Wir können nur ermutigen, den eigenen Verbrauch einmal kritisch zu hinterfragen – die Mühe lohnt sich definitiv.

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Wassersparen und Warmwasser.

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