
Als unsere letzte Nebenkostenabrechnung kam, war die Überraschung groß: Der Wasserverbrauch lag deutlich über dem, was wir erwartet hatten. Besonders die Küche, der Raum, in dem wir kochen, essen und uns unterhalten, schien ein echter Wasserschlucker zu sein.
Mein Partner und ich haben uns deshalb vorgenommen, einen Monat lang bewusster mit Wasser umzugehen – ohne große Investitionen, sondern einfach durch aufmerksameres Verhalten und kleine Routinen. Das Ergebnis hat uns überzeugt: Mit ein paar simplen Kniffen lässt sich der Verbrauch spürbar reduzieren, ohne dass der Komfort leidet.
Hier teilen wir unsere persönlichen Erfahrungen und die Maßnahmen, die bei uns am besten funktioniert haben. Vielleicht ist die ein oder andere Idee auch für eure Küche hilfreich.
Unser Selbstversuch: Wasser sparen im Küchenalltag

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Zuerst haben wir eine Woche lang einfach nur beobachtet. Wofür drehen wir den Hahn auf? Schnell wurde klar: Der Löwenanteil floss fürs Geschirrspülen, das Waschen von Obst und Gemüse sowie das Kochen von Nudeln und Kartoffeln. Oft ließen wir das Wasser einfach laufen, während wir etwas anderes taten – eine Gewohnheit, die wir ändern wollten.
Fünf einfache Schritte, die wirklich etwas bringen
Unsere Umstellung basierte nicht auf Verzicht, sondern auf klügerer Nutzung. Diese fünf Maßnahmen haben den größten Effekt gehabt:
#### 1. Das Spülbecken bewusst nutzen
Statt unter ständig fließendem Wasser abzuspülen, legen wir nun den Stöpsel ein. Für das Vorspülen von stark verschmutztem Geschirr füllen wir eine kleine Menge Wasser ein. Zum Waschen von Salat oder Beeren nutzen wir eine Schüssel. So läuft kein Tropfen ungenutzt weg.
#### 2. Die Spülmaschine optimal einsetzen
Wir starten sie nur, wenn sie wirklich voll ist. Das bedeutet manchmal, dass wir ein paar Teller oder Gläser sammeln müssen. Das grobe Entfernen von Speiseresten erledigen wir mit der Gabel im Biomüll – ein aufwändiges Vorspülen unter heißem Wasser entfällt komplett. Das Eco-Programm ist dabei unsere Standardeinstellung.
#### 3. Wasser auffangen und weiterverwenden
Beim Warten auf warmes Wasser aus der Leitung oder beim Abkühlen von Kochwasser fangen wir es jetzt konsequent auf. Eine einfache Karaffe oder ein großer Messbecher steht dafür griffbereit unter dem Hahn. Das aufgefangene Wasser verwenden wir später zum Gießen der Balkonpflanzen oder zum Vorwässern von schmutzigem Geschirr.
#### 4. Den Wasserhahn aufrüsten
Ein Sparperlator (auch Strahlregler oder Luftsprudler genannt) war eine kleine, aber lohnende Anschaffung. Er mischt Luft in den Strahl, sodass er sich voll anfühlt, aber deutlich weniger Wasser verbraucht. Der Einbau war in wenigen Minuten erledigt.
#### 5. Beim Kochen die Menge beachten
Statt den Topf randvoll zu machen, kochen wir nur so viel Wasser, wie wir tatsächlich benötigen. Ein Wasserkocher mit Liter-Skala hilft dabei. Für Gemüse nutzen wir häufiger einen Dampfeinsatz, der mit sehr wenig Wasser auskommt und zudem die Nährstoffe besser erhält.
Unser Ergebnis nach vier Wochen
Ein genauer Blick auf den Wasserzähler zeigte: Unser Verbrauch in der Küche hat sich merklich reduziert. Wir schätzen die Einsparung auf etwa 25-30%. Am Anfang mussten wir uns noch aktiv an die neuen Routinen erinnern, doch nach kurzer Zeit wurden sie zur Selbstverständlichkeit. Das beste Gefühl: Wir verschwenden weniger, ohne dass unser Alltag dadurch umständlicher geworden ist.
Häufige Fragen
Welche Maßnahme hat bei euch am schnellsten Wirkung gezeigt?
Der konsequente Einsatz des Spülbeckenstöpsels war der Game-Changer. Sobald wir aufhörten, das Wasser permanent laufen zu lassen – sei es zum Abspülen, Gemüsewaschen oder Auftauen –, ging die Verbrauchskurve sofort nach unten. Es ist die einfachste und effektivste Gewohnheitsänderung.
Lohnt sich eine Geschirrspülmaschine für zwei Personen überhaupt?
Ja, ein modernes Gerät im Eco-Programm verbraucht in der Regel weniger Wasser und Energie als ein Handabwasch für die gleiche Menge Geschirr. Der Schlüssel ist, sie immer voll beladen zu starten. Für uns als Zwei-Personen-Haushalt bedeutet das, dass wir manchmal ein bis zwei Mahlzeiten Geschirr sammeln, bevor die Maschine läuft.
Was macht ihr mit dem abgekühlten Nudelwasser?
Wir verwenden es, um damit unsere Pflanzen zu gießen – aber nur, wenn wir die Nudeln ohne Salz gekocht haben. Ansonsten eignet es sich hervorragend als Einweichwasser für eingebrannte Töpfe oder Pfannen, da die Stärke leicht lösend wirkt.
Unser kleiner Test hat gezeigt, dass Wassersparen in der Küche kein Hexenwerk ist. Es geht nicht um radikale Einschnitte, sondern um achtsamere Gewohnheiten. Den Stöpsel ins Becken zu legen, die Spülmaschine bewusst zu befüllen oder Kochwasser weiterzuverwenden – diese kleinen Handgriffe summieren sich und machen am Ende einen spürbaren Unterschied für die Umwelt und die Haushaltskasse. Wir fühlen uns nicht eingeschränkt, sondern einfach ein Stück weit bewusster.





