
Ein sauberes Zuhause ist wichtig für das Wohlbefinden. Viele Reinigungsroutinen verbrauchen jedoch unnötig viel Energie und treiben die Strom- und Heizkosten in die Höhe. Mit einigen einfachen Strategien und einem durchdachten Plan lässt sich beides verbinden: eine gründliche Reinigung und ein sparsamer Umgang mit Ressourcen.
Warum Reinigung und Energiesparen zusammengehören
Beim Energiesparen wird oft übersehen, dass auch die Haushaltsreinigung großes Potenzial bietet. Gewohnheiten wie das Vorheizen des Geschirrspülers, Bügeln bei hoher Temperatur oder das Waschen halbvoller Maschinen summieren sich im Jahresverlauf erheblich. Wer hier bewusst handelt, senkt seine Haushaltskosten spürbar und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.
Energiesparend putzen: Die größten Stellschrauben
Konzentrieren Sie sich auf die Bereiche mit dem höchsten Verbrauch: den Einsatz von Warmwasser, die Nutzung elektrischer Geräte und das Lüftungsverhalten.
1. Intelligenter Umgang mit Warmwasser
Die Warmwasserbereitung ist ein großer Energieverbraucher. Beim Putzen lässt sich hier viel einsparen:
- Kaltes Wasser nutzen: Für das Vorwischen von Böden, das Auswaschen von Putzlappen oder die Fensterreinigung reicht meist kaltes Wasser. Bei starken Verschmutzungen kann kurz mit heißem Wasser nachgeholfen werden.
- Spül- und Waschmaschinen effizient befüllen: Lassen Sie Geschirrspüler und Waschmaschine nur voll beladen laufen. Nutzen Sie das Eco-Programm, das deutlich weniger Energie und Wasser verbraucht. Ein Vorheizen ist überflüssig.
- Durchflussbegrenzer installieren: Ein Perlstrahler oder Spar-Duschkopf reduziert den Warmwasserverbrauch auch am Putzeimer.
2. Stromsparen bei elektrischen Helfern
Der Einsatz von Staubsauger, Waschmaschine und Trockner kann optimiert werden:
- Effiziente Geräte wählen: Achten Sie beim Neukauf auf eine hohe Energieeffizienzklasse.
- Staub vor dem Saugen entfernen: Wischen Sie Flächen trocken ab. So verstopft der Staubsaugerbeutel oder -filter weniger schnell, und die Saugleistung bleibt erhalten.
- Auf den Wäschetrockner verzichten: Nutzen Sie wenn möglich die Wäscheleine oder den Ständer. Falls ein Trockner nötig ist, schleudern Sie die Wäsche vorher gut und reinigen Sie regelmäßig das Flusensieb.
3. Richtig lüften während und nach dem Putzen
Falsches Lüften treibt die Heizkosten in die Höhe. Besonders im Winter ist ein Kompromiss zwischen Frischluft und Wärmeverlust wichtig:
- Stoßlüften statt Kippen: Drehen Sie während des Putzens die Heizung ab und öffnen Sie für 5-10 Minuten alle Fenster weit. So tauscht sich die Luft schnell aus, ohne dass Wände und Möbel auskühlen.
- Heizung abdrehen: Vor allem beim Fensterputzen oder Bodenwischen sollten die Heizkörper abgedreht sein, um keine Energie zu verschwenden.
Der effiziente Putzplan: Struktur spart Zeit und Energie
Chaotisches Putzen führt zu Doppelarbeit. Ein durchdachter Plan hilft, Zeit zu sparen und den Ressourceneinsatz zu optimieren. Ein systematischer Ansatz verhindert, dass Geräte mehrmals an- und ausgeschaltet oder Räume unnötig oft betreten werden.
Ein effizienter Putztag könnte so strukturiert sein:
| Phase | Aktivität | Energiespartipp |
|---|---|---|
| Vorbereitung | Alle Räume durchgehen, Müll einsammeln, Staub trocken abwischen. | Staub vor dem Saugen entfernen, um die Saugleistung zu erhalten. |
| Feuchte Reinigung | Beginn im am weitesten entfernten Raum, feucht durchwischen. | Eimer mit kaltem Wasser füllen, nur bei Bedarf kurz heiß nachspülen. |
| Staubsaugen | Anschließend in derselben Route alle Böden saugen. | Staubsaugerbeutel/Filter regelmäßig leeren für maximale Effizienz. |
| Abschluss | Fenster putzen, Oberflächen polieren, Müll entsorgen. | Heizung während des Fensterputzens abdrehen und danach stoßlüften. |
Die richtigen Putzmittel: Effektiv und umweltschonend
Energiesparen betrifft auch die Wahl der Reinigungsmittel. Aggressive Chemie erfordert oft mehr Nachspülen mit warmem Wasser. Setzen Sie auf effektive, schonende Alternativen:
- Universalreiniger nutzen: Ein guter Allzweckreiniger ersetzt viele Spezialprodukte. Das spart Produktionsenergie, Verpackungsmüll und Geld.
- Dosierung beachten: Mehr Reiniger macht nicht sauberer, sondern erfordert nur mehr Wasser zum Nachspülen. Halten Sie sich an die Empfehlungen.
- Mikrofasertücher einsetzen: Sie entfernen Schmutz oft mit kaltem Wasser allein und reduzieren so den Bedarf an Reinigungsmitteln und heißem Wasser.
Häufige Energiefallen beim Putzen und wie Sie sie vermeiden
Selbst mit den besten Vorsätzen schleichen sich ineffiziente Gewohnheiten ein:
- Die halbvolle Maschine: Wasch- und Geschirrspülmaschinen immer optimal beladen. Das „Halbe-Ladung“-Programm verbraucht oft überproportional viel Energie und Wasser.
- Standby-Modus bei Geräten: Stecken Sie Handstaubsauger oder Dampfreiniger nach dem Gebrauch ganz aus der Steckdose.
- Übertriebene Hygiene: Nicht jeder Fleck erfordert eine 60-Grad-Wäsche oder den Dampfreiniger. Oft reichen niedrigere Temperaturen und mechanische Reinigung.
Energieeffizientes Putzen ist eine Frage bewusster Routinen. Indem Sie Warmwasser sparsam einsetzen, elektrische Geräte klug nutzen, richtig lüften und mit einem Plan arbeiten, schonen Sie Ihren Geldbeutel und die Umwelt.






