Reinigungsmittel-Dosierung: Die häufigsten Fehler und wie Sie Geld & Umwelt schonen

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Die Dosierung von Reinigungsmitteln ist eine kleine Wissenschaft für sich. Viele greifen intuitiv zur Flasche und gießen nach dem Motto „Viel hilft viel“ ein. Dieser Ansatz ist jedoch ein teurer Irrtum, der die Umwelt belastet und sogar unerwünschte Rückstände hinterlassen kann. Wir zeigen die häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden, um Geld zu sparen und nachhaltiger zu reinigen.

Der größte Fehler: Die Überdosierung

Die Überdosierung ist der mit Abstand häufigste und kostspieligste Fehler. Reinigungsmittel sind chemisch so formuliert, dass sie in der empfohlenen Menge optimal wirken. Mehr Mittel führt nicht zu mehr Sauberkeit.

Warum „Viel hilft viel“ nicht funktioniert

Eine zu hohe Dosierung verursacht mehrere Probleme:

  • Geldverschwendung: Der Verbrauch steigt, die Nachkaufhäufigkeit ebenfalls.
  • Schlechteres Spülergebnis: Zu viele Tenside spülen sich nur schwer ab und hinterlassen schmierige Rückstände auf Geschirr oder Oberflächen.
  • Umweltbelastung: Überschüssige Chemie gelangt ins Abwasser und belastet Kläranlagen und Gewässer.
  • Materialschäden: Aggressive Mittel in hoher Konzentration können Oberflächen angreifen, ausbleichen oder dauerhaft schädigen.

Fehler 2: Die Dosierhilfe ignorieren

Fast jede Flasche besitzt eine integrierte Dosierhilfe – einen Messbecher, eine Kerbe oder eine Markierung an der Kappe. Diese wird oft übersehen, ist aber entscheidend. Die Hilfen basieren auf Herstellertests für optimale Wirkung bei unterschiedlichen Verschmutzungsgraden. Die Umwelttipps des Umweltbundesamtes empfehlen, stets die Dosieranleitung zu beachten.

Fehler 3: Wasserhärte und Verschmutzungsgrad nicht beachten

Die Wasserhärte beeinflusst die Wirksamkeit vieler Reiniger, besonders von Geschirrspül- und Waschmitteln. In Regionen mit hartem Wasser müssen enthaltene Enthärter mehr leisten. Zudem ist der Verschmutzungsgrad entscheidend: Ein leicht verschmutztes Waschbecken benötigt weniger Reiniger als ein eingebranntes Backblech.

Praxistipps für die richtige Dosierung

  • Immer abmessen: Nutzen Sie die Dosierkappe oder einen separaten Messbecher.
  • Wasserhärte prüfen: Erkundigen Sie sich bei Ihrem Wasserversorger nach dem Härtegrad in Ihrer Region.
  • Vorbehandlung bei starkem Schmutz: Lassen Sie das Mittel einwirken oder behandeln Sie Flecken vor, anstatt die Dosis zu erhöhen.
  • Konzentrate korrekt verdünnen: Halten Sie sich bei Konzentraten strikt an das vorgeschriebene Mischverhältnis.

So dosieren Sie typische Reiniger richtig

Die folgende Tabelle bietet eine grobe Orientierung. Die genauen Herstellerangaben auf der Verpackung haben immer Vorrang.

Reinigungsmittel Typische Dosierung (normale Verschmutzung) Hinweis
Allzweckreiniger 1-2 Sprühstöße auf 5 Liter Wasser oder unverdünnt für punktuelle Flecken. Für Flächenreinigung im Eimer stets verdünnen.
Geschirrspülmittel (per Hand) Etwa 1-2 TL (5-10 ml) für ein volles Spülbecken. Zu viel Mittel erschwert das Abspülen und verursacht Schlieren.
Geschirrspültabs / -pulver 1 Tab / Dosierkammerfüllung pro Spülgang. Dosierkammer trocken halten. Bei hartem Wasser eventuell Spezialsalz verwenden.
WC-Reiniger Menge entsprechend der Markierung in der Flaschenkrümmung (ca. 100-150 ml). Unter den Rand geben, einwirken lassen. Niemals mit anderen Reinigern mischen.
Bodenreiniger 1-2 Verschlusskappen (ca. 20-40 ml) auf 5-10 Liter Wasser. Eine zu konzentrierte Lösung kann klebrige Rückstände hinterlassen.

Geld sparen und die Umwelt schonen durch richtige Dosierung

Korrekte Dosierung ist ein Win-Win-Ansatz. Sie sparen Geld, da eine Flasche bis zu 50% länger hält, und schonen die Umwelt durch weniger Chemieeintrag ins Abwasser. Kombinieren Sie dieses Wissen mit einem systematischen Ansatz: Ein durchdachten Putzplan verhindert den wahllosen Einsatz von Reinigern. Oft reichen für die tägliche Pflege bereits einfache, sparsam dosierte Hausmittel wie Zitronensäure oder Essigreiniger.

FAQs: Häufige Fragen zur Reinigungsmittel-Dosierung

Muss ich bei kaltem Wasser mehr Reinigungsmittel nehmen?

Nein. Viele Inhaltsstoffe entfalten ihre optimale Wirkung in warmem Wasser (30-40°C). Bei kaltem Wasser kann die Reinigungskraft nachlassen, doch die Lösung ist nicht mehr Mittel, sondern lauwarmes Wasser zu verwenden, besonders bei Fettverschmutzungen.

Was passiert, wenn ich verschiedene Reiniger mische?

Davon ist dringend abzuraten. Gefährliche chemische Reaktionen sind möglich, etwa die Freisetzung von giftigem Chlorgas bei der Mischung von sauren WC-Reinigern und chlorhaltigen Produkten. Mischungen können auch unwirksam werden oder Oberflächen schädigen. Verwenden Sie Reiniger immer einzeln.

Reicht bei leichter Verschmutzung auch nur Wasser?

Oft ja. Für das Abwischen von staubigen oder leicht verschmierten Oberflächen reichen ein Mikrofasertuch und lauwarmes Wasser völlig aus. Das spart Reinigungsmittel und verhindert Rückstände. Für hygienisch anspruchsvollere Bereiche wie Küche oder Bad ist ein mildes Reinigungsmittel empfehlenswert.

Zum Hauptartikel (Pillar)

Die Chemie des Saubermachens: Wie Reinigungsmittel wirken und wie Sie sie optimal einsetzen

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