Smarte Thermostate für Altbauten: So sparen Sie mit Nachtspeicheröfen

Ein modernes smartes Heizkörperthermostat an einem alten Heizkörper in einem Altbau montiert, mit sichtbarer digitaler Temperaturanzeige und Nachtspeicherheizung im Hintergrund.

Wer in einem Altbau mit Nachtspeicheröfen wohnt, kennt das Problem: Die Heizkosten sind oft enorm. Die veraltete Technik lässt sich nur grob steuern, und die Wärmeabgabe passt selten zum tatsächlichen Bedarf. Viele fragen sich, ob sich die Investition in smarte Heizkörperthermostate hier überhaupt lohnt.

Die gute Nachricht: Moderne, intelligente Regler können auch an diesen alten Heizkörpern nachgerüstet werden. Sie bringen die oft als Stromfresser verschrienen Nachtspeicheröfen in die Gegenwart und ermöglichen eine präzise, bedarfsgerechte Steuerung. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es 2025 bei der Auswahl ankommt und wie Sie Ihr Einsparpotenzial realistisch einschätzen können.

Warum Nachtspeicheröfen so teuer sind

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Nachtspeicherheizungen stammen aus einer Zeit, in der Energieeffizienz kaum eine Rolle spielte. Sie laden nachts einen schweren Speicherkern mit günstigerem Strom auf, der tagsüber Wärme abgibt. Das System ist starr und reagiert nicht auf Sonneneinstrahlung, geöffnete Fenster oder Ihre An- und Abwesenheit.

Die klassischen mechanischen Thermostate sind das Kernproblem. Sie funktionieren nach dem Prinzip ‚ganz auf‘ oder ‚ganz zu‘. Eine feine Regelung oder eine automatische Anpassung an Ihren Tagesrhythmus ist nicht möglich. Das führt fast zwangsläufig zu Energieverschwendung.

So helfen smarte Thermostate

Intelligente Thermostate ersetzen den alten Thermostatkopf. Sie steuern das Ventil am Heizkörper elektronisch und sind per Funk oder WLAN mit einer Steuerzentrale oder Ihrer Smartphone-App verbunden. Ihre Stärke liegt in der Software:

Präzise Zeitsteuerung

Sie programmieren minutengenau, wann welcher Raum welche Temperatur haben soll. Das Bad kann morgens warm sein, das Wohnzimmer erst abends.

Automatische Anpassung

Viele Modelle erkennen geöffnete Fenster und drosseln die Heizung sofort. Mit einer Geofencing-Funktion fährt die Heizung herunter, sobald das letzte Familienmitglied das Haus verlässt.

Fernsteuerung und Einblicke

Sie passen die Temperatur von unterwegs an, wenn sich Ihre Pläne ändern. Die App zeigt oft auch den Verbrauch pro Raum an – so sehen Sie, wo die größten Sparpotenziale liegen.

Das Einsparpotenzial realistisch einschätzen

Wie viel Sie sparen, hängt stark von Ihrem bisherigen Verhalten und dem Zustand des Altbaus ab. Studien und Erfahrungsberichte zeigen jedoch ein klares Muster: Durch die bedarfsgerechte Steuerung lässt sich der Verbrauch typischerweise um 10 bis 15 Prozent senken. Bei einem System, das vorher kaum regelbar war, kann die Ersparnis sogar höher ausfallen.

Eine Beispielrechnung

  • Ausgangslage: Altbau (80 m²), Jahresverbrauch für die Nachtspeicherheizung: 18.000 kWh.
  • Stromkosten (bei 0,40 €/kWh): 7.200 Euro pro Jahr.
  • Ersparnis (12 %): 2.160 kWh weniger Verbrauch, das sind 864 Euro pro Jahr.
  • Investition: Für fünf Heizkörper inklusive Bridge etwa 300 bis 400 Euro.

In diesem Szenario hätte sich die Anschaffung bereits in der ersten Heizperiode amortisiert. Auch wenn Ihre Zahlen anders aussehen: Die Regelung gehört zu den Maßnahmen, die sich am schnellsten bezahlt machen.

Kaufberatung: Darauf müssen Sie achten

Nicht jedes Thermostat passt problemlos an einen alten Nachtspeicherofen. Diese drei Punkte sind entscheidend.

1. Die richtige Kompatibilität

Das ist der wichtigste Schritt! Nachtspeicheröfen haben oft spezielle Ventilgewinde (z.B. M30x1,5). Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der mitgelieferte Adapter passt. Hersteller wie Eurotronic bieten oft spezielle Adapter für Altbauten an. Im Zweifel machen Sie ein Foto vom Ventil und fragen beim Hersteller-Kundendienst nach.

2. Unabhängigkeit vom Internet

Modelle, die mit lokalen Funkstandards wie Zigbee oder Z-Wave arbeiten, sind oft die bessere Wahl. Sie funktionieren auch bei einem Internetausfall weiter und verbrauchen weniger Energie als reine WLAN-Geräte. Sie benötigen dafür eine Bridge (eine kleine Steuerzentrale), die im Heimnetzwerk arbeitet.

3. Robustheit und Messgenauigkeit

Die Geräte sollten zuverlässig die Raumtemperatur messen können – und nicht nur die Temperatur direkt am Heizkörper. Achten Sie auf gute Bewertungen zur Laufzeit der Batterien und zur Stabilität der Funkverbindung.

Installation und erste Schritte

1. Ventil prüfen: Messen Sie das Gewinde oder vergleichen Sie es mit den Angaben der Hersteller.

2. System wählen: Entscheiden Sie sich für ein geschlossenes System eines Herstellers oder eine offene Lösung, die Sie später erweitern können.

3. Stück für Stück vorgehen: Rüsten Sie nicht alle Heizkörper auf einmal um. Beginnen Sie mit einem oder zwei Räumen, um sich mit der App und den Einstellungen vertraut zu machen.

4. Zeitpläne anpassen: Nutzen Sie die Lernphase. Starten Sie mit Standardzeiten und passen Sie diese dann nach ein paar Tagen an Ihre tatsächlichen Gewohnheiten an.

Häufige Fragen

Kann ich smarte Thermostate überhaupt an meinen alten Nachtspeicherofen anschließen?

In den allermeisten Fällen ja. Entscheidend ist das passende Ventilgewinde. Viele Hersteller bieten spezielle Adapter für die in Altbauten verbreiteten M30-Gewinde an. Eine Überprüfung vor dem Kauf ist unerlässlich.

Wie hoch ist die Ersparnis in einem schlecht gedämmten Altbau wirklich?

Auch in schlecht gedämmten Gebäuden lässt sich durch eine präzisere Steuerung sparen. Sie verhindern, dass unnötig geheizt wird, wenn niemand da ist oder Räume durch Sonneneinstrahlung schon warm sind. Die prozentuale Einsparung kann hier sogar höher ausfallen, da das Ausgangsniveau sehr ineffizient ist.

Funktionieren die Thermostate, wenn mein Internet ausfällt?

Das hängt vom System ab. Thermostate mit lokalen Funkstandards (Zigbee/Z-Wave) und einer Bridge funktionieren in ihrem Grundbetrieb (Zeitpläne, Automatisierungen) weiter. Reine WLAN-Modelle oder die Fernsteuerung per App von unterwegs benötigen dagegen eine aktive Internetverbindung.

Smarte Heizkörperthermostate sind eine der sinnvollsten Modernisierungen für einen Altbau mit Nachtspeicheröfen. Sie machen aus einem starren, ineffizienten System eine bedarfsgerecht gesteuerte Heizung. Die Investition ist vergleichsweise gering, die Einsparung jedoch oft schon nach einer Saison spürbar. Neben den niedrigeren Kosten gewinnen Sie vor allem an Komfort und Kontrolle über Ihre Energiekosten. Für viele Haushalte ist es ein Upgrade, das sich wirklich lohnt.

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