

Eine Spülmaschine ist ein unverzichtbarer Helfer in der Küche. Doch wenn sie anfängt, unangenehm zu riechen oder das Wasser nicht mehr richtig abläuft, wird sie schnell zum Problemherd. Die Ursachen sind oft simpel: Speisereste, Kalk und Fett setzen sich im Inneren fest und bieten Bakterien einen idealen Nährboden. Die gute Nachricht: Mit einer regelmäßigen, gründlichen Reinigung und Wartung können Sie Gerüche und Verstopfungen effektiv vermeiden, die Lebensdauer Ihres Geräts verlängern und stets sauberes Geschirr genießen. In diesem umfassenden Guide erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen – von der wöchentlichen Pflege bis zur halbjährlichen Intensivreinigung.
Key Takeaways:
- Regelmäßigkeit ist der Schlüssel: Kurzspülgänge nach dem Beladen und wöchentliche Reinigung von Sieb und Dichtung verhindern die meisten Probleme.
- Kalk ist der heimliche Feind: Besonders in Regionen mit hartem Wasser führt Kalk zu Gerüchen, schlechteren Spülergebnissen und kann langfristig die Heizung schädigen. Eine regelmäßige Entkalkung ist essenziell.
- Das Sieb ist das Herzstück: Die meisten Verstopfungen und Gerüche entstehen durch ein vernachlässigtes Grob- und Feinsieb. Seine Reinigung ist die wichtigste Pflegemaßnahme.
- Vorbeugen ist besser als Reparieren: Ein paar einfache Gewohnheiten, wie das Vorspülen von stark verschmutztem Geschirr und die richtige Dosierung des Reinigers, sparen langfristig Ärger und Kosten.
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Bevor wir zur Lösung kommen, ist es hilfreich, die Ursachen zu verstehen. Ihre Spülmaschine ist eine feuchtwarme Umgebung, in der sich organische Reste perfekt zersetzen können.
- Speisereste: Auch wenn moderne Maschinen viel aushalten, können feine Partikel von Kartoffelpüree, Saucen oder Ei durch das Sieb gelangen und in den Ablaufschlauch oder die Sprüharme wandern. Dort beginnen sie zu gären und verursachen muffige Gerüche.
- Fett und Öl: Diese Substanzen kühlen im Spülgang ab, verfestigen sich und lagern sich an den Innenwänden, im Sieb und in den Schläuchen ab. Diese Schicht ist klebrig und fängt weitere Partikel ein.
- Kalk: Besonders in Gegenden mit hartem Wasser lagert sich Kalk an der Heizspirale, in den Sprüharmen und an der Türdichtung ab. Diese weißen Ablagerungen bieten Bakterien eine raue Oberfläche, an der sie sich festsetzen können, und beeinträchtigen die Heizleistung.
- Veraltetes Spülmittel oder Klarspüler: Zu viel oder zu wenig Reiniger kann Rückstände hinterlassen. Verstopfte Dosierkammern oder ein leerer Klarspüler-Behälter führen zu schlechtem Trocknungsergebnis und feuchten, muffigen Gerüchen.
Eine systematische Wartung bekämpft all diese Faktoren. Für eine umfassende Wartungsstrategie aller Haushaltsgeräte, die Ihnen Geld spart, empfehle ich unseren ultimativen Guide zur Haushaltsgeräte-Reparatur und Wartung.
Die wöchentliche Grundreinigung: Ihr 10-Minuten-Programm
Diese Routine sollte zur Gewohnheit werden und hält Ihre Maschine grundlegend sauber.
1. Das Sieb reinigen – die wichtigste Aufgabe
Das Siebsystem (meist ein Grobsieb und ein darunter liegendes Feinsieb) ist die erste Barriere für Speisereste.
1. Herausnehmen: Drehen Sie das Sieb gegen den Uhrzeigersinn und nehmen Sie es heraus. Zerlegen Sie es, falls möglich.
2. Reinigen: Spülen Sie alle Teile unter fließendem, warmem Wasser gründlich ab. Verwenden Sie bei eingetrockneten Resten eine weiche Bürste. Vermeiden Sie scharfe Reiniger oder Scheuerschwämme, da diese das feine Plastikgitter beschädigen können.
3. Einsetzen: Setzen Sie das saubere, trockene Sieb wieder ein und drehen Sie es im Uhrzeigersinn fest.
2. Türdichtung und Sprüharme abwischen
Wischen Sie den Gummi der Türdichtung mit einem feuchten Mikrofasertuch ab, um Schimmel und Schmutz zu entfernen. Überprüfen Sie die Löcher der unteren und oberen Sprüharme auf Verstopfungen. Ein Zahnstocher kann helfen, kleine Partikel vorsichtig zu entfernen.
3. Das Fach für Salz und Klarspüler kontrollieren
Füllen Sie bei Bedarf Regeneriersalz nach (nur bei Maschinen mit eingebautem Enthärter!). Prüfen Sie den Füllstand des Klarspülers.
Die monatliche bis vierteljährliche Intensivreinigung
Die Maschine entkalken
Kalk setzt sich vor allem an der Heizung fest. Eine verkalkte Heizung braucht länger, um das Wasser zu erhitzen, verbraucht mehr Energie und kann langfristig kaputtgehen.
1. Leeren Sie die Maschine.
2. Geben Sie einen speziellen Spülmaschinen-Entkalker (oder bei leichten Ablagerungen eine große Tasse Haushaltsessig) in das leere Besteckkorb.
3. Starten Sie das heißeste Programm (mindestens 65°C) ohne Geschirr und ohne Reinigungstabs.
4. Lassen Sie das Programm komplett durchlaufen.
Für eine tiefergehende Diskussion, ob ein zusätzlicher mechanischer Filter sinnvoll ist, lesen Sie unseren Artikel Kalkfilter für Waschmaschine und Geschirrspüler: Lohnt sich die Investition?. Das Prinzip der Kalkbildung und -bekämpfung ist auch bei anderen Geräten relevant, wie wir im Beitrag zum Entkalken des Durchlauferhitzers erklären.
Gerüche mit einer Hygienereinigung bekämpfen
Selbst bei leerer Maschine können Bakterien und Schimmel in den Schläuchen und Ritzen überleben.
1. Reinigen Sie das Sieb und die Dichtung wie oben beschrieben.
2. Stellen Sie eine Schale oder eine Tasse mit reinem Haushaltsessig auf den oberen Geschirrkorb.
3. Streuen Sie etwa zwei Esslöffel Natron auf den Boden der Maschine.
4. Starten Sie ein kurzes, heißes Programm (z.B. 60°C).
Die Kombination aus Essig (desinfizierend und kalklösend) und Natron (geruchsbindend und leicht reinigend) wirkt Wunder.
Die halbjährliche Wartung: Ablauf und Zulauf prüfen
Den Ablaufschlauch kontrollieren
Eine Verstopfung im Ablaufschlauch ist eine häufige Ursache für stehendes Wasser am Maschinenboden.
1. Schalten Sie die Maschine aus und ziehen Sie den Stecker.
2. Schalten Sie das Wasser am Eckventil unter der Spüle ab.
3. Lösen Sie den Ablaufschlauch (meist mit einer Schlauchschelle befestigt) vom Siphon oder der Abwasserleitung.
4. Halten Sie den Schlauch über einen Eimer und prüfen Sie, ob Wasser frei durchläuft. Bei Verstopfung können Sie vorsichtig mit einer langen, flexiblen Bürste oder einem Gartenschlauch (mit niedrigem Druck) spülen.
Eine undichte Verbindung am Schlauch kann zu Wasserschäden führen. Ähnliche Prinzipien der Leckortung gelten auch für andere Geräte, wie in unserer Anleitung zum undichten Kühlschrank beschrieben.
Das Zulaufventil und den Siebeinsatz prüfen
Das Zulaufventil (meist am Anschluss hinter der Maschine) hat oft einen kleinen Siebeinsatz, der Kalkpartikel auffängt.
1. Wasser abstellen.
2. Den Zulaufschlauch von der Maschine lösen.
3. Den kleinen, zylindrischen Siebeinsatz vorsichtig mit einer Spitzzange aus dem Ventil ziehen.
4. Unter fließendem Wasser reinigen und wieder einsetzen.
Ein defektes oder verkalktes Ventil kann zu Problemen bei der Wasseraufnahme führen. Für Reparaturen an Wasseranschlüssen finden Sie Hilfe in unserem Guide zum laufenden Wasserhahn.
Die besten Tipps zur Vorbeugung
- Geschirr vorspülen: Grobe Speisereste wie Knochen, Gemüseschalen oder Nudelreste vorher in den Müll geben.
- Richtig einräumen: Verhindern Sie, dass Geschirrteile die Sprüharme blockieren.
- Maschine nicht zu voll packen: Wasser und Reiniger müssen frei zirkulieren können.
- Maschine atmen lassen: Lassen Sie nach Ende des Programms die Tür für mindestens 15-30 Minuten einen Spalt offen, damit Feuchtigkeit entweichen und das Innere trocknen kann.
- Regelmäßig laufen lassen: Lassen Sie die Maschine mindestens alle 1-2 Wochen laufen, auch wenn sie nicht voll ist (z.B. mit dem Kurzprogramm), um stehendes Wasser und Geruchsbildung zu vermeiden.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie oft sollte ich meine Spülmaschine reinigen?
Die Grundreinigung des Siebs und ein Abwischen der Dichtung sollten wöchentlich erfolgen. Eine monatliche Entkalkung und Hygienereinigung (mit Essig/Natron) ist ratsam, besonders in Regionen mit hartem Wasser oder bei intensiver Nutzung. Die halbjährliche Kontrolle von Ablauf und Zulauf rundet die Pflege ab.
Kann ich Backpulver statt speziellem Reiniger verwenden?
Backpulver ist nicht mit Natron (Natriumhydrogencarbonat) gleichzusetzen. Backpulver enthält zusätzlich Säure und Stärke und ist für die Reinigung von Spülmaschinen nicht ideal. Reines Natron eignet sich gut zur Geruchsneutralisierung auf dem Maschinenboden. Für die Entkalkung ist Zitronensäure oder Essig besser geeignet, für eine intensive Reinigung gegen Fett und Biofilme sind spezielle Spülmaschinen-Reiniger die sicherste Wahl.
Das Wasser bleibt am Boden der Maschine stehen. Was kann ich tun?
Stehendes Wasser deutet meist auf eine Verstopfung im Abflusssystem hin. Gehen Sie wie folgt vor: 1. Sieb reinigen (häufigste Ursache!). 2. Prüfen Sie, ob der Ablaufschlauch einen Höhenknick hat – er sollte nach oben führen, bevor er in den Siphon mündet. 3. Kontrollieren Sie den Siphon unter der Spüle auf Verstopfungen. 4. Überprüfen Sie den Ablaufschlauch der Maschine selbst auf eine innere Verstopfung, wie im Abschnitt „halbjährliche Wartung“ beschrieben. Wenn das Problem besteht, könnte die Ablaufpumpe defekt sein – hier ist möglicherweise ein Fachmann gefragt.
Eine saubere und gut gewartete Spülmaschine ist mehr als nur ein Komfort: Sie garantiert hygienisch reines Geschirr, spart Energie und schont Ihren Geldbeutel, indem sie teure Reparaturen oder einen vorzeitigen Neukauf verhindert. Die Investition von wenigen Minuten pro Woche und etwas mehr Zeit alle paar Monate zahlt sich vielfach aus. Indem Sie die einfachen Schritte dieses Guides befolgen – vom wöchentlichen Säubern des Siebs über die regelmäßige Entkalkung bis zur Kontrolle der Schläuche – sagen Sie lästigen Gerüchen und Verstopfungen effektiv den Kampf an. Denken Sie daran: Vorbeugende Pflege ist immer einfacher und günstiger als die Reparatur eines Schadens. Starten Sie noch heute mit Ihrer neuen Pflegeroutine und genießen Sie die volle Leistung Ihres zuverlässigen Küchenhelfers.






