Spülmaschinen-Lebensdauer verlängern: Wartungsplan für Dichtungen, Sprüharme und Siebe

Spülmaschinen-Lebensdauer verlängern: Wartungsplan für Dichtungen, Sprüharme und Siebe





Spülmaschinen-Wartung: So verlängern Sie die Lebensdauer Ihres Geräts

Ihre Spülmaschine leistet zuverlässig Schwerarbeit. Mit der richtigen Pflege beugen Sie teuren Schäden vor und sichern langfristig beste Spülergebnisse. Dieser strukturierte Plan zeigt Ihnen, wie Sie die kritischen Komponenten – Siebe, Sprüharme und Dichtungen – systematisch warten. Sie verstehen nicht nur die Schritte, sondern auch deren Bedeutung für die Effizienz und Haltbarkeit Ihres Geräts.

Warum systematische Wartung unverzichtbar ist

Spülmaschinen arbeiten unter extremen Bedingungen: Hitze, Reinigungschemie, Fett und Kalk setzen dem Innenleben zu. Ohne Pflege verschlechtert sich die Leistung schleichend – erkennbar an getrübten Gläsern, Gerüchen oder steigendem Energieverbrauch. Diese Anzeichen deuten auf Ablagerungen hin, die den Wasserfluss behindern und Komponenten schädigen können. Regelmäßige Wartung ist daher eine kluge Investition: Sie spart Reparaturkosten, Energie und Wasser. Der Grundsatz ist derselbe wie bei der Reinigung Ihrer Waschmaschine: Vorbeugen ist besser und kostengünstiger als reparieren.

Ihr strukturierter Wartungsplan: Drei kritische Komponenten

Konzentrieren Sie sich auf die Teile, die über Leistung und Lebensdauer entscheiden: das Filtersystem, die Sprüharme und die Türdichtung. Ein Kontroll- und Reinigungsintervall von vier bis sechs Wochen ist ideal. Passen Sie die Häufigkeit Ihrer Nutzung und der örtlichen Wasserhärte an: Bei täglichem Gebrauch oder sehr hartem Wasser sind häufigere Checks empfehlenswert.

1. Das Siebsystem – Der Filter für klares Spülwasser

Das Sieb am Maschinenboden hält Speisereste zurück. Ist es verstopft, zirkuliert Schmutzwasser, was zu schlechten Reinigungsergebnissen, Gerüchen und Pumpenbelastung führt. Die Reinigung ist Ihre wichtigste Wartungsaufgabe.

So reinigen Sie die Siebe gründlich:

  1. Vorbereitung: Schalten Sie die Maschine aus und lassen Sie sie abkühlen. Entnehmen Sie den unteren Korb und den unteren Sprüharm für freien Zugang.
  2. Zerlegen: Entfernen Sie den groben Siebeinsatz (oft durch Drehen). Nehmen Sie darunter das feine Flächensieb und den Mikrofilter heraus. Legen Sie die Teile geordnet ab.
  3. Reinigung: Entsorgen Sie grobe Reste im Müll. Spülen Sie alle Siebe unter lauwarmem Wasser ab. Bei eingebrannten Verschmutzungen weichen Sie sie 15-30 Minuten in warmem Wasser mit etwas Geschirrspülmittel oder Essig ein. Reinigen Sie jedes Gitter gründlich mit einer weichen Bürste.
  4. Kontrolle und Einbau: Prüfen Sie die Siebe gegen das Licht auf freie Öffnungen und Beschädigungen. Trocknen Sie die Teile ab. Setzen Sie sie in umgekehrter Reihenfolge wieder ein: zuerst Mikrofilter, dann Feinsieb, zuletzt den groben Einsatz, der einrasten muss.

Wischen Sie anschließend die darunterliegende Mulde mit einem feuchten Lappen aus, um schleimige Rückstände zu entfernen.

2. Die Sprüharme – Für eine gleichmäßige Wasserverteilung

Die drehenden Sprüharme sorgen für den Reinigungsstrahl. Ihre Düsen verstopfen leicht durch Kalk, Glassplitter oder Speisereste. Jede blockierte Düse mindert die Spülleistung.

So kontrollieren und reinigen Sie die Sprüharme:

  • Entnahme: Ziehen Sie den unteren Sprüharm nach oben heraus. Den oberen Arm lösen Sie meist durch Drücken und seitliches Herausziehen. Legen Sie die Arme auf einen weichen Untergrund.
  • Prüfung: Halten Sie jeden Arm gegen das Licht. Sind alle Düsen frei? Drehen Sie die Arme vorsichtig von Hand – sie müssen sich leichtgängig bewegen.
  • Reinigung der Düsen: Spülen Sie die Arme unter warmem Wasser ab. Verwenden Sie für verstopfte Düsen nur weiche Hilfsmittel wie einen Holz-Zahnstocher oder eine Kunststoffnadel. Wichtig: Metallwerkzeuge können die Düsen beschädigen und undicht machen.
  • Innere Spülung: Hören Sie, ob es im Arm klappert? Spülen Sie mit einem kräftigen Wasserstrahl durch alle Öffnungen, um lose Partikel auszuspülen. Bei starkem Kalk können Sie die Arme in Essigwasser einweichen.
  • Wiedereinbau: Setzen Sie die gereinigten Arme wieder ein. Sie sollten leicht einrasten und sich frei drehen lassen.

3. Die Türdichtung – Schutz vor Feuchtigkeit und Schimmel

Die Gummidichtung hält Wasser und Dampf im Inneren. In ihren Falten sammeln sich Feuchtigkeit und Rückstände, was zu Schimmel und Materialermüdung führen kann.

So pflegen und inspizieren Sie die Dichtung:

  1. Kurz nach dem Spülen: Lassen Sie die Tür nach Ende des Programms einige Minuten offen stehen. Tupfen Sie die sichtbaren Teile der Dichtung mit einem trockenen Tuch ab – das beugt Schimmel vor.
  2. Monatliche Reinigung: Ziehen Sie die Gummilippe vorsichtig nach außen, um die Falten freizulegen. Reinigen Sie diese mit einem Lappen und milder Seifenlösung. Für eine desinfizierende Wirkung eignet sich eine Mischung aus gleichen Teilen Wasser und Isopropanol (70%). Wischen Sie anschließend mit klarem Wasser nach und trocknen Sie gründlich ab.
  3. Bei Schimmelbefall: Tragen Sie unverdünnten Haushaltsessig oder eine Paste aus Backpulver und Wasser auf die betroffene Stelle auf. Lassen Sie sie 30 Minuten einwirken und wischen Sie ab. Bei hartnäckigem Befall nutzen Sie einen speziellen Schimmelentferner für Gummi.
  4. Zustandsprüfung: Fahren Sie regelmäßig mit den Fingern über die gesamte Dichtung. Fühlt sie sich geschmeidig an oder sind Risse, Brüche oder poröse Stellen zu erkennen? Eine beschädigte Dichtung muss umgehend ausgetauscht werden, um Wasserschäden zu vermeiden.

Zusätzliche Maßnahmen für optimale Leistung

Neben der Pflege der Hauptkomponenten optimieren diese Schritte die Effizienz und Hygiene Ihrer Maschine weiter. Sie tragen auch dazu bei, Energiekosten zu senken.

Die richtige Dosierung: Salz, Klarspüler & Reiniger

Stellen Sie den Härtegrad an Ihrer Maschine exakt auf den Wert ein, den Ihr Wasserversorger angibt. Nur mit ausreichend Regeneriersalz kann der Enthärter Kalkablagerungen verhindern. Klarspüler sorgt für schlierenfreies Abtrocknen. Die Wahl des Reinigers sollte zu Ihrer Wasserhärte passen: Pulver mit separat dosiertem Salz und Klarspüler bietet oft die beste Anpassung.

Die monatliche Heißreinigung

Lassen Sie einmal im Monat das heißeste Programm (z.B. 70°C) ohne Geschirr laufen. Geben Sie dafür entweder 250-300 ml Haushaltsessig (5% Säure) oder einen speziellen Maschinenreiniger in den leeren Spülkorb. Diese Reinigung löst eingelagerten Kalk und Fett aus dem Inneren der Maschine.

FAQ

Wie oft sollte ich das Sieb meiner Spülmaschine reinigen?
Ideal ist eine Reinigung alle vier bis sechs Wochen. Bei täglichem Gebrauch oder sehr hartem Wasser sollten Sie es häufiger kontrollieren und säubern.

Kann ich verstopfte Sprüharm-Düsen mit einer Nadel reinigen?
Verwenden Sie ausschließlich weiche Hilfsmittel wie einen Holz-Zahnstocher oder eine Kunststoffnadel. Metallnadeln können die präzisen Düsen aufweiten und beschädigen.

Was kann ich gegen Schimmel in der Türdichtung tun?
Bei ersten Anzeichen tragen Sie unverdünnten Haushaltsessig auf die Stelle auf, lassen ihn 30 Minuten einwirken und wischen gründlich ab. Trocknen Sie die Dichtung nach jedem Spülgang stets ab.

Warum ist die Einstellung der Wasserhärte so wichtig?
Nur bei korrekt eingestellter Wasserhärte dosiert die Maschine Salz und Klarspüler optimal. Eine falsche Einstellung führt zu Kalkablagerungen auf Heizstab und Geschirr.

Reicht ein Maschinenreiniger-Tab für die Heißreinigung aus?
Spezielle Maschinenreiniger oder Haushaltsessig sind für die monatliche Heißreinigung ohne Geschirr besser geeignet als normale Reiniger-Tabs, da sie gezielt Kalk und Ablagerungen lösen.

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