Stromkosten senken mit Durchlauferhitzer: Optimale Einstellungen und Nutzungszeiten

Stromkosten senken mit Durchlauferhitzer: Optimale Einstellungen und Nutzungszeiten






Stromkosten senken mit Durchlauferhitzer: Optimale Einstellungen und Nutzungszeiten

Ein Durchlauferhitzer bietet Komfort, kann aber ein erheblicher Stromverbraucher sein. Die effiziente Steuerung von Temperatur, Nutzungsdauer und Zeitpunkt ist der Schlüssel zur Kostensenkung. Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie mit konkreten Einstellungen und Verhaltensweisen Ihre Stromrechnung spürbar reduzieren, ohne auf warmes Wasser zu verzichten.

Funktionsweise und Relevanz für Ihre Stromkosten

Ein Durchlauferhitzer erhitzt Wasser direkt bei der Entnahme, ohne es zu speichern. Dies vermeidet zwar Bereitschaftsverluste, erfordert jedoch eine hohe Momentanleistung. Entscheidend für den Verbrauch sind die eingestellte Temperatur und die genutzte Wassermenge. Jedes Grad weniger und jeder Liter weniger spart unmittelbar Energie und Kosten.

Optimale Temperatureinstellung: Der effektivste Spartipp

Die Solltemperatur ist der größte Stellhebel. Eine zu hohe Einstellung verursacht unnötige Kosten.

Die richtige Temperatur für Komfort und Sparsamkeit

Für Duschen, Händewaschen und Abspülen sind 38°C bis 42°C vollkommen ausreichend. Viele Geräte sind werkseitig deutlich höher eingestellt. Senken Sie die Temperatur schrittweise auf 40-45°C ab. Eine Reduzierung um 10°C kann den Energiebedarf für diesen Vorgang um etwa 15-20% senken. Nutzen Sie bei elektronischen Geräten verschiedene gespeicherte Profile für unterschiedliche Anwendungen.

Legionellenprävention: Das notwendige Minimum

Reine elektronische Durchlauferhitzer (ohne Speicher) bergen ein minimales Legionellenrisiko, da kein Wasser steht. Sie können die Temperatur daher bedenkenlos im Komfortbereich belassen. Bei Kleinspeichern oder Kombigeräten ist Vorsicht geboten. Prüfen Sie die Anleitung, ob eine automatische Legionellenschaltung (periodisches Aufheizen auf >60°C) existiert und aktivieren Sie diese. Im Zweifel halten Sie eine Mindesttemperatur von 55°C ein oder konsultieren Sie einen Fachbetrieb.

Intelligente Nutzungszeiten für maximale Ersparnis

Stromtarife mit zeitvariablen Preisen bieten Einsparpotenzial. Die Planung der Warmwassernutzung wird damit wirtschaftlich sinnvoll.

Nutzung in Schwachlastzeiten planen

Besitzen Sie einen Tarif mit günstigeren Nacht- oder Wochenendstrom? Verlegen Sie wasserintensive Aktivitäten wie Duschen, Baden oder den Betrieb der Spülmaschine in diese Zeiten. Bei dynamischen Tarifen helfen Anbieter-Apps, preisgünstige Zeitfenster zu identifizieren. Klären Sie vor einer zeitgesteuerten Schaltung, ob Ihr Gerät für häufiges Ein- und Ausschalten ausgelegt ist.

Eco-Modus und Sparprogramme konsequent nutzen

Aktivieren Sie den Eco- oder Sparmodus Ihres Geräts. Diese Funktion drosselt die maximale Leistung oder den Durchfluss. Sie verbrauchen dadurch weniger Wasser insgesamt, während die Temperatur als angenehm empfunden wird. Testen Sie die Funktion: Bei eingestellten 40°C und voll geöffnetem Hahn sollte der Strahl noch ausreichend warm und kräftig sein. Ist dies der Fall, sparen Sie dauerhaft Energie.

Praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Optimierung

Gehen Sie systematisch vor, um Ihren Verbrauch zu minimieren:

  1. Temperatur anpassen: Stellen Sie die Solltemperatur auf 40-45°C. Testen Sie den Komfort über mehrere Tage.
  2. Durchfluss reduzieren: Rüsten Sie einen Spar-Duschkopf (6-9 l/min) und Perlstrahler an Waschbecken nach. Dies halbiert nahezu die zu erwärmende Wassermenge.
  3. Eco-Modus aktivieren: Schalten Sie die Sparfunktion am Gerät dauerhaft ein. Die genaue Bezeichnung finden Sie in der Anleitung.
  4. Nutzerverhalten optimieren: Duschen Sie kürzer (z.B. mit einem Timer). Lassen Sie das Wasser beim Einseifen oder Zähneputzen nicht laufen.
  5. Standby-Verbrauch prüfen: Ziehen Sie bei längerer Abwesenheit (Urlaub) den Stecker. Im Alltag ist dies nicht nötig und kann Schäden verursachen.
  6. Regelmäßig entkalken: Kalkablagerungen senken die Effizienz. Planen Sie je nach Wasserhärte alle 1-2 Jahre eine Entkalkung ein.
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Technische Aufrüstung und Gerätetausch: Wann es sich lohnt

Alte oder ineffiziente Geräte können einen Austausch rechtfertigen. Berechnen Sie die Amortisation anhand Ihrer Nutzung und Stromkosten.

Elektronisch vs. hydraulisch: Der Effizienzunterschied

Elektronisch geregelte Geräte sind deutlich effizienter als hydraulische. Sie passen die Heizleistung präzise an Durchflussmenge und Solltemperatur an, während hydraulische Modelle oft mit voller Leistung starten. Ein Wechsel kann den Komfort erhöhen und Energie sparen. Ist Ihr Gerät älter als 15 Jahre und hat nur ein Einstellrad, handelt es sich wahrscheinlich um ein hydraulisches Modell.

Auf das EU-Energielabel achten

Beim Neukauf ist das EU-Energielabel entscheidend. Wählen Sie eine möglichst hohe Effizienzklasse (A oder B). Die neue Skala (A-G, gültig seit 2021) zeigt auch den geschätzten Jahresverbrauch. Ein sparsames Gerät amortisiert sich durch niedrigere Stromkosten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Auf welche Temperatur sollte ich meinen Durchlauferhitzer einstellen?

Für den täglichen Gebrauch wie Duschen reichen 38-42°C völlig aus. Senken Sie die werkseitige Einstellung schrittweise auf diesen Bereich ab, um sofort Energie zu sparen.

2. Spart der Eco-Modus wirklich Strom?

Ja. Der Eco-Modus begrenzt die maximale Leistung oder Durchflussmenge. Dadurch wird weniger Wasser erhitzt, was den Gesamtverbrauch senkt, bei meist gleichem Komfortempfinden.

3. Muss ich mein Gerät regelmäßig entkalken?

Unbedingt. Kalkablagerungen am Wärmetauscher wirken wie eine Isolierschicht und senken die Effizienz erheblich. Entkalken Sie je nach Wasserhärte alle ein bis zwei Jahre.

4. Lohnt sich der Austausch eines alten hydraulischen Geräts?

Sehr wahrscheinlich ja. Ein moderner, elektronisch geregelter Durchlauferhitzer arbeitet präziser, spart Energie durch modulierte Leistung und bietet einen höheren Bedienkomfort.

5. Wie kann ich mit einem dynamischen Stromtarif bei der Warmwassernutzung sparen?

Nutzen Sie die App Ihres Stromanbieters, um Zeiten mit niedrigen Börsenstrompreisen zu identifizieren. Planen Sie das Duschen oder Baden dann in diese günstigen Zeitfenster.

Quellen

  • Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
  • Verbraucherzentrale Energieberatung
  • Fachvereinigung Betriebs- und Heizungstechnik e.V.


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