Mythen und Irrtümer beim Stromsparen: Diese vermeintlichen Tipps bringen nichts

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Sie möchten Ihre Stromrechnung senken und achten auf Ihren Verbrauch? Das ist löblich. Doch im Dschungel der Energiespartipps kursieren viele Halbwahrheiten, die mehr Energie kosten, als sie sparen. Wir räumen mit den gängigsten Irrtümern auf und zeigen Ihnen, worauf Sie wirklich achten sollten.

Stromspar-Mythos 1: Der Kühlschrank als Raumklimagerät

Ein hartnäckiger Irrglaube besagt, ein geöffneter Kühlschrank kühle den Raum. Die Realität ist das Gegenteil. Ein Kühlschrank entzieht seinem Innenraum Wärme und gibt sie über die Rückwand ab. Öffnen Sie die Tür, strömt warme Luft ein. Der Kompressor muss mehr arbeiten, um diese Wärme abzuführen, und heizt dabei die Küche weiter auf. Das Ergebnis ist ein höherer Stromverbrauch.

Stromspar-Mythos 2: „Standby ist kaum messbar“

Moderne Geräte verbrauchen im Standby-Modus zwar weniger, doch die Summe aller Leerlaufverluste im Haushalt ist beträchtlich. Experten schätzen, dass sie bis zu 10 Prozent der Stromrechnung ausmachen können. Die vermeintlich kleine rote Leuchte kann im Jahr über 100 Euro kosten. Trennen Sie Geräte komplett vom Netz, etwa mit schaltbaren Steckdosenleisten.

Die versteckten Stromfresser im Überblick

Gerätegruppe Typischer Standby-Verbrauch (pro Jahr) Effektive Gegenmaßnahme
Entertainment (TV, Receiver) bis zu 50 kWh Steckdosenleiste mit Schalter nutzen
Büro (PC, Monitor, Drucker) bis zu 40 kWh Nach der Arbeit Netzstecker ziehen
Küche (Kaffeemaschine) bis zu 30 kWh Direkt nach Gebrauch vom Netz trennen

Stromspar-Mythos 3: Neue Geräte lohnen sich nie

Die pauschale Aussage ist falsch. Die Energieeffizienz hat sich massiv verbessert. Ein alter Kühlschrank kann leicht 300 kWh pro Jahr verbrauchen – ein modernes A+++-Gerät oft unter 150 kWh. Bei einem Strompreis von 40 Cent pro kWh ergibt das eine jährliche Ersparnis von über 60 Euro. Bei sehr alten Geräten amortisiert sich die Neuanschaffung oft nach wenigen Jahren.

Stromspar-Mythos 4: Energiesparlampen und LEDs sind ungesund

Moderne LED-Lampen sind die effizienteste Beleuchtungstechnik. Vorbehalte wegen „kaltweißen“ Lichts oder Elektrosmog sind überholt. Es gibt LEDs in allen Farbtemperaturen. Die elektromagnetischen Felder liegen weit unter gesetzlichen Grenzwerten. Der Wechsel zu LEDs ist eine der wirksamsten Stellschrauben zum Stromsparen.

Effektive Stromspar-Strategien statt Mythen

Konzentrieren Sie sich auf Maßnahmen mit nachweislicher Wirkung.

1. Heizungspumpe und Warmwasser überprüfen

Alte, ungeregelte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser. Der Tausch gegen eine Hocheffizienzpumpe spart mehrere hundert Kilowattstunden. Auch beim Warmwasser liegt großes Sparpotenzial.

2. Wasch- und Spülmaschine voll beladen

Laufen diese Geräte nur halbvoll, verschwenden Sie Energie pro Gang. Warten Sie, bis die Maschine voll ist. Oft reichen niedrigere Temperaturen und Eco-Programme aus.

3. Kochen mit Deckel und passendem Topf

Kochen ohne Deckel vergeudet Wärmeenergie. Ein passender Topfdurchmesser zur Herdplatte verhindert, dass Energie ungenutzt verpufft. Ein Schnellkochtopf kann Energiebedarf und Garzeit halbieren.

4. Intelligente Steuerung nutzen

Smarte Steckdosen oder Thermostate helfen, Heiz- und Stromverbrauch bedarfsgerecht zu steuern, etwa durch Absenkung bei Abwesenheit.

FAQ: Häufige Fragen zu Mythen beim Stromsparen

Macht es Sinn, den Kühlschrank in den kalten Keller zu stellen?

Grundsätzlich ja, sofern der Keller trocken und für Lebensmittel geeignet ist. In einer kühleren Umgebung arbeitet der Kompressor weniger. Der Komfort wird jedoch durch häufigeres Treppensteigen gemindert.

Verbraucht das ständige Ein- und Ausschalten von Licht mehr Strom?

Bei modernen LEDs ist dieser Mythos überholt. Der Einschaltstrom ist vernachlässigbar gering. Schalten Sie das Licht immer aus, wenn Sie einen Raum verlassen – auch kurzzeitig.

Ist es energiesparender, Geschirr mit der Hand zu spülen?

Nein. Eine moderne, voll beladene Spülmaschine verbraucht weniger Wasser und Energie als ein Handspülgang. Voraussetzung ist die Nutzung eines Sparprogramms.

Lohnt es sich, Ladegeräte nach dem Laden aus der Steckdose zu ziehen?

Ja. Viele Netzteile verbrauchen auch ohne angeschlossenes Gerät Strom im Leerlauf („No-Load-Verlust“). Ziehen Sie sie nach dem Laden heraus oder nutzen Sie eine schaltbare Steckdosenleiste.

Spart „Eco-Mode“ bei Elektrogeräten wirklich Energie?

In den meisten Fällen ja. Eco-Programme verlängern zwar oft die Laufzeit, arbeiten aber mit weniger Energie. Der Gesamtenergieverbrauch ist niedriger als bei Standardprogrammen.

Erhöht das Wiederaufheizen von Speisen den Stromverbrauch stark?

Es ist effizienter, größere Mengen auf einmal zu erhitzen. Das mehrfache Aufwärmen kleiner Portionen kann in der Summe mehr verbrauchen. Optimal ist es, nur die benötigte Menge portionsgerecht zu erwärmen.

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Quellen

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