Ein knisternd-warmes Handtuch aus dem Trockner ist ein kleines Stück Alltagsluxus. Doch spätestens, wenn die Stromrechnung ins Haus flattert, fragen sich viele: Was kostet mich dieser Komfort eigentlich pro Ladung? Die Frage nach dem Stromverbrauch Trockner pro Ladung ist absolut berechtigt, denn hier steckt ein oft unterschätztes Sparpotenzial.
In diesem Artikel nehmen wir den Energieverbrauch deines Trockners unter die Lupe. Ich erkläre dir, wie du deine eigenen Kosten pro Trockengang ganz einfach abschätzen kannst, welche Gerätetypen wie viel verbrauchen und wie du mit cleveren Tricks den Verbrauch senkst – ohne auf die bequeme, trockene Wäsche verzichten zu müssen.
Was bedeutet „Stromverbrauch pro Ladung“ eigentlich?
Wenn wir vom Stromverbrauch Trockner pro Ladung sprechen, meinen wir die Kilowattstunden (kWh), die das Gerät für einen kompletten Trockengang benötigt. Diese Zahl ist der Schlüssel zu deinen Kosten. Multiplizierst du sie mit dem Preis für eine Kilowattstunde Strom aus deinem Vertrag, erfährst du, was ein Durchgang dich im Geldbeutel kostet.
Aber Achtung: Dieser Wert ist keine feste Größe! Er hängt von einer ganzen Reihe Faktoren ab:
* Der Effizienzklasse und Technologie deines Trockners (mehr dazu gleich).
* Der gewählten Programm- und Temperaturstufe (Schon-/Bügeltrocken vs. Schranktrocken).
* Der tatsächlichen Beladung (halbe Ladung vs. volle Ladung).
* Der Restfeuchte der Wäsche nach dem Schleudern.
* Sogar der Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit im Aufstellraum können eine Rolle spielen.
Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Ein alter Ablufttrockner kann für eine volle Ladung leicht 4-5 kWh verbrauchen. Ein moderner Wärmepumpentrockner schafft das gleiche Ergebnis vielleicht mit nur 1,5 kWh. Bei einem Strompreis von 40 Cent pro kWh wären das Kosten von 2,00 € gegenüber 0,60 € – pro Ladung!
Die drei Trockner-Typen im Vergleich: Ein riesiger Unterschied im Verbrauch
Der mit Abstand wichtigste Faktor für den Stromverbrauch Trockner pro Ladung ist die Bauart des Geräts. Hier gibt es drei grundlegende Technologien.
Ablufttrockner: Der einfache, aber durstige Klassiker
Ablufttrockner erzeugen mit einem Heizstab warme Luft, die durch die Wäsche geblasen wird. Die feuchte Luft wird dann über einen Schlauch direkt nach draußen oder in den Raum abgeleitet. Sie sind in der Anschaffung oft günstig, aber im Betrieb die teuersten.
* Durchschnittlicher Stromverbrauch pro Ladung: 3,0 bis 5,0 kWh und mehr.
* Vorteil: Einfache Technik, meist niedriger Kaufpreis.
* Nachteil: Sehr hoher Energieverbrauch, erwärmt und befeuchtet den Aufstellraum.
Kondenstrockner: Die effizientere Weiterentwicklung
Kondenstrockner arbeiten mit einem geschlossenen Kreislauf. Die feuchte Luft wird im Gerät abgekühlt, das Wasser kondensiert und wird in einem Tank gesammelt oder direkt abgepumpt. Die nun trockene Luft wird wieder erwärmt und erneut verwendet. Das spart bereits deutlich Energie.
* Durchschnittlicher Stromverbrauch pro Ladung: 2,0 bis 3,5 kWh.
* Vorteil: Kein Abluftschlauch nötig, flexibler aufstellbar, sparsamer als Ablufttrockner.
* Nachteil: Immer noch relativ hoher Verbrauch im Vergleich zur modernsten Technik.
Wärmepumpentrockner: Der Sparefroh unter den Trocknern
Das ist die aktuell effizienteste Technologie. Eine Wärmepumpe entzieht der Abluft die Wärmeenergie und führt sie dem Luftkreislauf wieder zu. Zum Aufheizen muss nur noch wenig zusätzliche Energie zugeführt werden. Seit 2016 tragen nur noch Wärmepumpentrockner die besten Effizienzklassen A+++ bis C.
* Durchschnittlicher Stromverbrauch pro Ladung: 1,0 bis 2,0 kWh.
* Vorteil: Extrem niedriger Stromverbrauch, schonend zur Wäsche durch niedrigere Temperaturen.
* Nachteil: Höherer Anschaffungspreis, längere Trocknungszeiten.
So berechnest du deine eigenen Kosten pro Trockengang
Du möchtest wissen, was dein Trockner kostet? So gehst du vor:
- Finde den spezifischen Verbrauchswert: Schau in die Bedienungsanleitung oder auf das Energielabel deines Geräts. Seit 2021 zeigt das neue EU-Label den Verbrauch für 100 Trocknungszyklen im „Baumwolle schranktrocken“-Programm an. Teile diesen Wert durch 100, um einen Richtwert für den Stromverbrauch Trockner pro Ladung zu erhalten.
- Kenne deinen Strompreis: Dieser steht auf deiner letzten Stromrechnung (Arbeitspreis in Cent/kWh).
- Rechne es aus:
Verbrauch pro Ladung (kWh) x Strompreis (€/kWh) = Kosten pro Ladung
Beispielrechnung:
Dein (etwas älterer) Kondenstrockner verbraucht laut Label 2,8 kWh pro Ladung. Dein Strompreis beträgt 0,38 €/kWh.
2,8 kWh x 0,38 € = 1,06 € pro Ladung
Bei 100 Trocknungen im Jahr sind das schon 106 € nur fürs Trocknen. Ein Wärmepumpentrockner mit 1,3 kWh/Ladung würde im gleichen Szenario nur noch etwa 49 € kosten – eine Ersparnis von über 50 € pro Jahr.
Wichtig: Diese Rechnung ist ein Richtwert. Dein tatsächlicher Verbrauch kann abweichen, je nachdem, wie du das Gerät nutzt.
7 Praxistipps: So senkst du den Stromverbrauch deines Trockners
Egal welches Modell du besitzt – mit diesen alltagstauglichen Gewohnheiten kannst du den Stromverbrauch Trockner pro Ladung optimieren.
1. Immer optimal beladen – nicht zu voll, nicht zu leer
- Voll, aber nicht überladen: Eine gut gefüllte Trommel ist effizienter als zwei halbvolle Durchgänge. Die Wäschestücke trocknen sich gegenseitig. Aber: Bei Überladung zirkuliert die Luft nicht mehr gut, der Trockenvorgang dauert viel länger und verbraucht mehr.
- Die Faustregel: In der Trommel sollte noch eine Handbreit Platz oben sein.
2. Die Wäsche vorher gut schleudern
Das ist der vielleicht einfachste und wirkungsvollste Tipp. Je weniger Wasser die Wäsche in den Trockner bringt, desto weniger Energie muss aufgewendet werden, um sie zu verdunsten.
* Wähle an der Waschmaschine die höchstmögliche Schleuderdrehzahl, die für die Textilien geeignet ist (z.B. 1400 oder 1600 U/min). Der etwas höhere Stromverbrauch der Waschmaschine beim Schleudern ist ein Vielfaches geringer als die Ersparnis im Trockner.
3. Das richtige Programm wählen
- „Bügeltrocken“ oder „Schranktrocken“? Für Wäsche, die später gebügelt wird oder in den Schrank kommt, reicht „Bügeltrocken“ oder „Schranktrocken“ völlig aus. Das spart Zeit und Energie gegenüber „Extratrocken“.
- Sensoren nutzen: Moderne Geräte mit Feuchtigkeitssensoren (oft „i-Dos“ oder ähnlich genannt) stoppen automatisch, wenn die Wäsche die gewünschte Trockenstufe erreicht hat. Das ist effizienter als reine Zeitprogramme.
4. Wartung nicht vergessen: Filter und Behälter leeren
Ein verstopfter Flusenfilter verschlechtert die Luftzirkulation massiv. Der Trockner braucht länger und verbraucht mehr Strom.
* Reinige den Flusensieb nach JEDEM Trockengang.
* Bei Kondenstrocknern regelmäßig den Kondensator entkalken/laut Anleitung reinigen.
* Bei Ablufttrocknern den Schlauch auf Durchgängigkeit prüfen.
5. Clever kombinieren: Wäsche nach Materialien sortieren
Trockne schwere Stoffe (Jeans, Handtücher) getrennt von leichten Stoffen (Shirts, Unterwäsche). So trocknet alles gleichmäßig durch, und du musst nicht Teile der Ladung wegen „Restfeuchte“ nochmal trocknen lassen.
6. Den Trockner an einem warmen Ort aufstellen
Ein Wärmepumpen- oder Kondenstrockner arbeitet effizienter in einem warmen Raum (z.B. beheiztem Keller oder Hauswirtschaftsraum) als in einer kalten Garage. Die Wärmepumpe muss dann weniger Aufwand betreiben, um die Luft auf Temperatur zu bringen.
7. Die Lufttrocknung als Alternative im Blick behalten
An sonnigen, warmen Tagen oder in gut belüfteten Räumen ist die gute alte Wäscheleine oder der Ständer die mit Abstand günstigste und schonendste Art, Wäsche zu trocknen. Sie schont die Textilien und kostet keinen Cent Strom. Eine Mischung aus beidem ist oft die beste Lösung.
Wann lohnt sich die Anschaffung eines neuen, effizienteren Trockners?
Wenn du noch einen alten Abluft- oder ineffizienten Kondenstrockner besitzt, kann ein Neukauf finanziell sinnvoll sein. Hier ist eine grobe Orientierung:
- Altes Gerät (Abluft, > 10 Jahre): Die Ersparnis durch einen modernen Wärmepumpentrockner ist hier so groß, dass sich die Investition oft innerhalb weniger Jahre amortisiert. Du sparst bei jedem einzelnen Trockengang.
- Mittleres Gerät (Kondens, Effizienzklasse B oder C): Hier musst du durchrechnen. Wie oft nutzt du den Trockner wirklich? Wie hoch ist dein Strompreis? Ein Wechsel lohnt sich tendenziell bei sehr häufiger Nutzung.
- Berechnungshilfe: Multipliziere die geschätzte jährliche Ersparnis (Differenz im Verbrauch pro Ladung x Anzahl Ladungen x Strompreis) mit der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Vergleiche das mit den Anschaffungskosten abzüglich eventueller Förderungen.
Wichtiger Hinweis: Für eine genaue, individuelle Einschätzung ist eine Energieberatung oder das Gespräch mit einem Fachhändler immer ratsam. Sie können dein Nutzungsverhalten einbeziehen und konkrete Modelle empfehlen.
Praktischer Helfer für deinen Haushalt
Wenn du ein passendes Strommessgerät für den Haushalt suchst, findest du bei großen Händlern wie Amazon viele Modelle
mit unterschiedlichen Funktionen und Preisklassen. Achte vor allem auf Energieeffizienz, einfache Bedienung
und verlässliche Kundenbewertungen.
Hinweis: Es handelt sich um einen unverbindlichen Hinweis, keine Beratung und keine Garantie für einzelne Produkte.
Fazit: Bewusstsein schafft Ersparnis
Der Stromverbrauch Trockner pro Ladung ist keine mysteriöse Zahl, sondern eine berechenbare Größe. Schon das Wissen darum, was ein Trockengang kostet, verändert oft die Nutzung. Du wirst vielleicht öfter zur Wäscheleine greifen oder die Tipps zur Optimierung anwenden.
Die größten Stellschrauben sind die Technologie des Geräts selbst und die Vorbereitung der Wäsche (gutes Schleudern!). Ein moderner Wärmepumpentrockner ist eine Investition, die sich bei regelmäßiger Nutzung langfristig auszahlt – für deinen Geldbeutel und die Umwelt.
Beginne am besten damit, den Verbrauch deines aktuellen Geräts zu checken und probiere einen oder zwei der Spartipps diese Woche aus. Jede Kilowattstunde, die du nicht verbrauchst, ist direkt gespartes Geld und ein kleiner Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in deinem Haushalt.






