Die Top 10 Standby-Stromfresser im Haushalt: Liste mit typischen Verbräuchen

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Sie kennen das sicher: Sie schalten ein Gerät aus, aber ein kleines Lämpchen leuchtet weiter oder das Netzteil bleibt warm. Das ist der Standby-Modus, eine bequeme, aber oft teure Funktion. In vielen Haushalten summiert sich der unnötige Stromverbrauch durch Geräte im Bereitschaftsbetrieb zu einer beachtlichen Summe auf der Jahresrechnung. Dieser Artikel zeigt Ihnen die Top 10 der heimlichen Standby-Stromfresser, listet deren typischen Verbrauch auf und gibt konkrete Tipps, wie Sie diese Kosten einfach stoppen können.

Was ist Standby-Verbrauch und warum ist er teuer?

Der Standby-Verbrauch, auch Leerlaufverlust genannt, entsteht, wenn ein elektrisches Gerät zwar nicht seine Hauptfunktion erfüllt, aber dennoch mit dem Stromnetz verbunden bleibt. Es wartet dann auf ein Signal, lädt Daten im Hintergrund, zeigt eine Uhr an oder hält eine Schnellstart-Funktion bereit. Da dieser Zustand das ganze Jahr anhalten kann, wird aus wenigen Watt kontinuierlicher Leistung ein signifikanter Jahresverbrauch. Moderne Geräte unterliegen zwar strengeren EU-Verordnungen, doch ältere Modelle und bestimmte Geräteklassen bleiben echte Stromfresser.

Die Top 10 Liste der Standby-Stromfresser im Haushalt

Die folgende Liste priorisiert Geräte nach ihrem typischen Standby-Verbrauch und ihrer Verbreitung. Die angegebenen Werte sind Durchschnittswerte und können je nach Modell und Alter stark variieren. Ein Strommessgerät gibt Ihnen hier die genaueste Auskunft für Ihre eigenen Geräte.

1. Alte Stereoanlagen und Musikanlagen

Besonders ältere Kompaktanlagen aus den 90er und 2000er Jahren sind berüchtigt. Oft verfügen sie über keine echte Ausschaltfunktion, sondern nur über einen Standby-Modus. Der Verbrauch kann hier leicht bei 10 bis 20 Watt liegen. Bei durchgehendem Betrieb sind das bis zu 175 kWh im Jahr – das entspricht Kosten von rund 60 Euro.

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2. Fernseher mit schnellem Start (Quick Start)

Moderne Smart-TVs laden im Standby oft weiterhin Daten für Apps oder suchen nach Updates. Die Funktion „Schnellstart“ erhöht den Verbrauch deutlich. Während ein TV im sparsamen Eco-Standby bei unter 0,5 Watt liegen kann, verbraucht der Quick-Start-Modus oft 5 bis 15 Watt.

3. PCs, Laptops und Peripheriegeräte

Ein Desktop-PC im Bereitschaftsmodus verbraucht weiterhin Strom. Noch kritischer ist die Peripherie: externe Festplatten, Drucker, Scanner und Monitore, die ihre Netzteile angeschlossen lassen. Ein kompletter Arbeitsplatz kann im „ausgeschalteten“ Zustand leicht 10 bis 25 Watt ziehen.

4. Kaffeemaschinen und Kaffeevollautomaten

Viele Vollautomaten halten im Standby das Heizsystem warm, um schnell einsatzbereit zu sein. Auch Geräte mit beleuchteten Displays oder Uhr verbrauchen permanent Energie. Typische Werte liegen zwischen 3 und 10 Watt.

5. Mikrowellenherde mit Uhr und Display

Fast jede Mikrowelle zeigt die Uhrzeit an – und das rund um die Uhr. Dazu kommt oft ein elektronisches Bedienfeld. Zusammen ergibt das einen stetigen Verbrauch von 2 bis 5 Watt.

6. Netzteil von Ladegeräten (Handy, Tablet, Elektrorasierer)

Das klassische Beispiel: Das Netzteil steckt in der Steckdose, obwohl kein Gerät angeschlossen ist. Auch hier wird transformiert und es entstehen Leerlaufverluste. Ein einzelnes Netzteil mag nur 0,5 bis 2 Watt verbrauchen, aber die Summe aller Ladegeräte im Haushalt macht es relevant.

7. Spielekonsolen (PlayStation, Xbox)

Konsolen im Standby-Modus sind oft darauf ausgelegt, Updates herunterzuladen oder Inhalte im Hintergrund zu laden. Je nach Einstellung kann der Verbrauch im Standby zwischen 5 und 15 Watt betragen.

8. Router und Modems

Diese Geräte sind darauf ausgelegt, dauerhaft in Betrieb zu sein. Dennoch lohnt sich ein Blick: Ältere Modelle verbrauchen deutlich mehr als neue, energieeffiziente. Ein Komplettsystem aus Router und Modem kann im Dauerbetrieb 10 bis 20 Watt und mehr benötigen.

9. Set-Top-Boxen (Kabel, Sat, Streaming)

Receiver und Streaming-Boxen bleiben oft permanent aktiv, um Programm-Updates zu erhalten oder schnell starten zu können. Der Standby-Verbrauch liegt häufig bei 5 bis 10 Watt.

10. Aquarien mit Beleuchtung und Filter

Hier handelt es sich streng genommen nicht um Standby, sondern um Dauerbetrieb. Da die Technik aber oft rund um die Uhr läuft, ist sie ein großer Posten. Beleuchtung, Filter und Heizer können zusammen leicht 50 bis 150 Watt Dauerleistung verbrauchen.

Praktische Maßnahmen: So stoppen Sie die Stromfresser

Die gute Nachricht: Gegen Standby-Verbrauch können Sie einfach und effektiv vorgehen. Eine systematische Herangehensweise hilft, dauerhaft Kosten zu senken.

1. Stecker ziehen – die einfachste Methode

Bei Geräten, die Sie selten nutzen, ist das Ziehen des Steckers der effektivste Weg. Steckernetzteile sollten immer gezogen werden, wenn sie nicht aktiv ein Gerät versorgen.

2. Einsatz von schaltbaren Steckdosenleisten

Dies ist die komfortabelste Lösung für Gerätegruppen. Schalten Sie eine Master-Steckdosenleiste am TV-Gerät ein und alle Peripheriegeräte sind mit einem Knopfdruck komplett vom Netz getrennt. Das spart nicht nur Strom, sondern schützt auch vor Überspannung.

3. Standby-Einstellungen überprüfen und anpassen

Gehen Sie in die Menüs Ihrer Geräte. Deaktivieren Sie Funktionen wie „Quick Start“ oder „Update im Hintergrund“. Stellen Sie den Energiesparmodus auf die strengste Stufe. Oft lässt sich auch die Display-Beleuchtung ausschalten.

4. Investition in neue, energieeffiziente Geräte

Bei einem Neukauf achten Sie auf den Energieverbrauch im Standby-Betrieb. Die EU-Energielabel geben hier Auskunft. Moderne Geräte liegen oft unter 0,5 Watt im Standby, was den Austausch eines alten Stromfressers langfristig lohnenswert macht.

5. Automatisierung mit Smart-Home

Smart-Home-Systeme können helfen, den Verbrauch zu automatisieren. So lassen sich Steckdosen per Zeitschaltuhr oder über Sprachbefehl schalten.

FAQ: Häufige Fragen zu Standby-Stromfressern

Macht es wirklich einen spürbaren finanziellen Unterschied, alle Standby-Geräte abzuschalten?

Ja, absolut. Ein einzelnes Gerät mit 10 Watt Standby-Leistung verbraucht im Jahr etwa 87,6 kWh. Bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh sind das über 30 Euro pro Jahr und Gerät. Bei mehreren solcher Geräte summiert sich das schnell auf 100-200 Euro jährlich.

Können schaltbare Steckdosenleisten selbst Strom verbrauchen?

Moderne, qualitativ hochwertige Steckdosenleisten mit Schalter haben einen vernachlässigbar geringen Eigenverbrauch, sofern sie keinen Überspannungsschutz mit Statusanzeige haben. Der gesparte Strom der angeschlossenen Geräte überwiegt diesen minimalen Verbrauch bei Weitem.

Schadet das häufige vollständige Abschalten (Strom trennen) meinen Elektrogeräten?

Nein, in der Regel nicht. Im Gegenteil: Ein kompletter Stromentzug kann die Lebensdauer von Netzteilen und Kondensatoren sogar schonen, da diese nicht dauerhaft unter Spannung stehen. Bei Geräten wie Routern oder Festplatten-NAS-Systemen sollte man jedoch die Herstellerangaben beachten.

Wie finde ich heraus, welches meiner Geräte am meisten im Standby verbraucht?

Am genauesten geht das mit einem Strommessgerät. Sie stecken es zwischen Steckdose und Gerät und können den aktuellen Verbrauch in Watt ablesen. So identifizieren Sie die größten Übeltäter in Ihrem Haushalt sicher.

Verbraucht ein ausgeschaltetes Handy-Ladegerät in der Steckdose wirklich Strom?

Ja, solange das Netzteil in der Steckdose steckt, findet eine Transformation der Netzspannung statt, und es entstehen Leerlaufverluste. Auch wenn diese mit 0,1 bis 0,5 Watt pro Stück gering sind, summieren sie sich über alle Ladegeräte im Haushalt und über das ganze Jahr.

Lohnt es sich, den Router nachts auszuschalten?

Das ist eine Abwägungssache. Sie sparen Strom, verlieren aber die Internetverbindung. Das kann Probleme machen, wenn Sie auf Updates, Sicherheits-Cameras oder Smart-Home-Funktionen angewiesen sind. Ein Kompromiss kann eine Zeitschaltuhr sein, die den Router in den frühen Morgenstunden für 1-2 Stunden neu startet.

Zum Hauptartikel (Pillar)

Standby-Verbrauch im Haushalt: Die systematische Anleitung zum Finden und Stoppen heimlicher Stromfresser

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