Versteckte Stromfresser aufspüren: Die besten Strommessgeräte im Praxistest

Versteckte Stromfresser aufspüren: Die besten Strommessgeräte im Praxistest – praktischer Anwendungsschritt
Versteckte Stromfresser aufspüren: Die besten Strommessgeräte im Praxistest – praktischer Anwendungsschritt

Versteckte Stromfresser aufspüren: Die besten Strommessgeräte im Praxistest

Die Stromrechnung kommt und ist wieder höher als erwartet. Viele Haushalte kennen das Problem: Der Verbrauch steigt schleichend, doch die Ursache bleibt im Verborgenen. Nicht nur der große Kühlschrank oder die Waschmaschine sind verantwortlich. Oft sind es die unscheinbaren Dauerläufer, die im Standby-Modus lauern, oder alte Geräte, die ineffizient geworden sind.

Ein Strommessgerät schafft hier Klarheit. Es ist der Detektiv für Ihre Steckdose, der Ihnen genau anzeigt, welches Gerät wie viel Energie zieht – ob im aktiven Betrieb oder im scheinbar harmlosen Bereitschaftszustand. Mit diesem Wissen können Sie gezielt handeln und bares Geld sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl eines Messgerätes achten sollten und wie Sie es effektiv einsetzen, um die versteckten Verbraucher in Ihrem Zuhause zu enttarnen.

Warum Ihr Stromzähler allein nicht ausreicht

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Der digitale Stromzähler im Hausflur zeigt nur die Gesamtsumme an. Er kann nicht differenzieren, ob der hohe Verbrauch von der Heizungspumpe im Keller, dem alten WLAN-Router oder der Spielekonsole im Kinderzimmer stammt. Genau hier setzt ein Strommessgerät an. Sie schalten es zwischen Steckdose und das zu prüfende Gerät und erhalten sofort detaillierte Daten.

Typische verdächtige Geräte im Haushalt

  • Dauerläufer: Kühl- und Gefrierschränke, Heizungspumpen, Drucker, Netzteilstecker (z.B. von Laptops oder Handys).
  • Standby-Verbraucher: Fernseher, Soundanlagen, Sat-Receiver, Kaffeemaschinen mit Display, Mikrowellen mit Uhr.
  • Alte Technik: Kühlschränke älter als 10 Jahre, Waschmaschinen, Trockner, Uralt-PCs.
  • Komfortgeräte: Aquarien, Dekobeleuchtung, Lüftungsanlagen, elektrische Durchlauferhitzer.

Das richtige Strommessgerät für Ihre Zwecke finden

Nicht jedes Messgerät kann alles. Die Auswahl hängt davon ab, was Sie messen möchten.

Einfacher Energiekosten-Messer

Diese Basisgeräte zeigen den aktuellen Verbrauch in Watt und rechnen ihn über die Zeit in Kilowattstunden (kWh) und Kosten um. Sie sind ideal für einen ersten Check von Unterhaltungselektronik oder Küchengeräten.

Einsatz: Perfekt, um Standby-Verbräuche zu identifizieren und den Verbrauch einzelner Geräte im Alltag zu überprüfen.

Profi-Messgerät mit Daueraufzeichnung

Anspruchsvollere Modelle protokollieren den Verbrauch über Tage oder Wochen. So erfassen Sie auch Geräte mit schwankendem Verbrauch, wie einen Kühlschrank, der nur zeitweise die Kompressor anwirft.

Einsatz: Unverzichtbar für eine fundierte Analyse von Kühlschränken, Gefriertruhen oder Waschmaschinen. Ein solches Gerät liefert die Daten für einen aussagekräftigen Stromfresser-Check bei alten Kühlschränken.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

1. Messbereich: Achten Sie auf die maximale Leistung (in Watt). Für einen Heizlüfter oder eine Waschmaschine benötigen Sie ein leistungsstärkeres Gerät als für eine LED-Lampe.

2. Funktionen: Brauchen Sie nur Momentanverbrauch oder auch Kostenberechnung, CO₂-Anzeige oder eine Datenlogger-Funktion?

3. Bedienung: Ist das Display gut ablesbar? Ist die Menüführung intuitiv?

4. Konnektivität: Manche moderne Geräte speichern Daten per App, was die Langzeitanalyse erleichtert.

Schritt für Schritt: So gehen Sie bei der Messung vor

1. Verdächtige sammeln

Machen Sie einen Rundgang durch Ihre Wohnung und notieren Sie alle Geräte, die permanent am Netz hängen oder älter sind. Beginnen Sie mit den großen und den vermeintlichen Dauerläufern.

2. Messen und dokumentieren

Schließen Sie das Strommessgerät für jede Überprüfung an. Messen Sie bei:

  • Standby-Geräten: Den Verbrauch im ausgeschalteten, aber netzverbundenen Zustand.
  • Aktiven Geräten: Den Verbrauch während des typischen Betriebs (z.B. eine Waschmaschine im Eco-Programm).
  • Zyklischen Geräten: Über mindestens 24 Stunden, besser eine ganze Woche, um ein realistisches Bild zu bekommen.

Notieren Sie die Werte (Watt, kWh/Jahr) in einer Tabelle.

3. Maßnahmen ableiten und umsetzen

  • Standby abschalten: Nutzen Sie schaltbare Steckdosenleisten für TV-Anlagen und Computer-Arbeitsplätze.
  • Austausch prüfen: Bei alten Geräten mit hohem Verbrauch lohnt sich eine Wirtschaftlichkeitsrechnung. Ein neues, effizientes Gerät kann sich oft in wenigen Jahren amortisieren.
  • Nutzung anpassen: Vielleicht muss der alte Kühlschrank im Keller nicht auf Stufe 5 laufen? Oder die Heizungspumpe kann gedrosselt werden?

Praxisbeispiel: Die versteckten Kosten eines Heimbüros

Herrn Müllers Stromrechnung ist seit dem Homeoffice um 30% gestiegen. Mit einem Strommessgerät checkt er seine Ausstattung:

  • Alter PC inkl. Monitor: 120 Watt im Betrieb, 8 Watt im Standby -> Täglicher Standby-Verbrauch über 16 Stunden.
  • Drucker: 5 Watt im ständigen Bereitschaftsmodus.
  • WLAN-Router & Switch: 15 Watt, 24/7 in Betrieb.
  • Deckenfluter: 60-Watt-Halogen, oft den ganzen Nachmittag an.

Maßnahmen: Er rüstet auf LED-Beleuchtung um, schaltet PC und Drucker nach Feierabend komplett per Steckdosenleiste ab und prüft, ob ein neuer, sparsamerer Router sinnvoll ist. Allein der Verzicht auf den Standby-Modus spart ihm über 50 Euro im Jahr.

Häufige Fragen

Kann ich mit einem Strommessgerät auch den Verbrauch eines Herds oder eines Durchlauferhitzers messen?

Vorsicht! Für starke Verbraucher mit hoher Leistung (oft über 3680 Watt, also 16 Ampere) wie Elektroherde, Waschmaschinen mit Heizfunktion oder einige Durchlauferhitzer sind normale Steckdosen-Strommessgeräte nicht geeignet. Hier benötigen Sie spezielle, für hohe Lasten ausgelegte Geräte oder eine Messung durch einen Elektriker. Im Zweifel prüfen Sie die maximale Leistungsangabe Ihres Messgeräts.

Wie lange sollte ich ein Gerät wie einen Kühlschrank messen, um einen realistischen Wert zu erhalten?

Für zyklisch arbeitende Geräte wie Kühlschränke oder Gefriertruhen ist eine Messdauer von mindestens einer vollen Woche empfehlenswert. Nur so erfassen Sie die verschiedenen Betriebszustände (Kompressor an/aus) und äußere Einflüsse wie das häufige Öffnen an einem Wochenende. Ein 24h-Wert kann stark davon abweichen.

Ein Strommessgerät ist eine kleine Investition mit großer Wirkung. Es verwandelt die abstrakte Zahl auf der Stromrechnung in konkretes, gerätebezogenes Wissen. Sie müssen nicht im Dunkeln tappen, wo Ihr Strom bleibt – Sie können es genau nachmessen. Die Empfehlung lautet: Beginnen Sie mit einem einfachen Gerät und untersuchen Sie systematisch Ihre größten Verdächtigen. Oft sind es die vielen kleinen, versteckten Verbraucher, die in der Summe wehtun. Mit den gewonnenen Daten treffen Sie fundierte Entscheidungen, ob sich ein Austausch lohnt oder ob schon einfache Verhaltensänderungen spürbar Entlastung bringen. So nehmen Sie die Kontrolle über Ihre Energiekosten zurück.

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Energiemessgeräte und Stromverbrauchsanalyse.

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