Was kostet ein Kühlschrank im Jahr? So berechnen Sie Ihren Stromverbrauch

Kühlschrank mit Energiemessgerät und Berechnung der Stromkosten

Ein Kühlschrank läuft 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Da ist es nur verständlich, dass man wissen möchte, was das Gerät eigentlich an Stromkosten verursacht. Die gute Nachricht: Sie können die jährlichen Betriebskosten Ihres Kühlschranks mit einer einfachen Formel selbst berechnen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie es geht, welche Faktoren den Verbrauch in die Höhe treiben und wie Sie mit Ihrem aktuellen Gerät effizienter umgehen können.

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So berechnen Sie die jährlichen Stromkosten Ihres Kühlschranks

Die Berechnung ist simpler, als Sie vielleicht denken. Sie benötigen nur zwei Informationen: den Stromverbrauch Ihres Kühlschranks in Kilowattstunden (kWh) pro Jahr und Ihren aktuellen Strompreis pro kWh.

Die Formel lautet:
Jährliche Stromkosten = Stromverbrauch (kWh/Jahr) × Strompreis (€/kWh)

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Verbrauch finden: Suchen Sie das Typenschild oder das EU-Energielabel an Ihrem Gerät (oft im Inneren an der Seitenwand). Dort finden Sie den Jahresverbrauch in kWh.
  2. Strompreis ermitteln: Schauen Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung nach, was Sie pro kWh zahlen. Der Durchschnitt lag 2024 bei etwa 30-35 Cent, kann aber je nach Vertrag variieren.
  3. Multiplizieren: Nehmen wir an, Ihr Kühlschrank verbraucht 150 kWh/Jahr und Sie zahlen 0,32 €/kWh. Die Rechnung lautet: 150 kWh × 0,32 € = 48 Euro pro Jahr.

Falls Sie das Label nicht finden oder ein älteres Gerät ohne diese Angabe besitzen, können Sie den Verbrauch auch mit einem Energiemessgerät (Steckdosen-Zwischenstecker) über einen bestimmten Zeitraum messen und hochrechnen.

Diese 5 Faktoren beeinflussen den Stromverbrauch am stärksten

Nicht jeder Kühlschrank verbraucht gleich viel. Die Höhe Ihrer Kosten hängt von mehreren Schlüsselfaktoren ab. Das Verständnis dafür ist der erste Schritt zum Sparen.

Durchschnittlicher Jahresstromverbrauch und -kosten nach Effizienzklasse (Beispiel 150L Kühlschrank)
Effizienzklasse Jährlicher Verbrauch (kWh) Kosten pro Jahr (ca.)*
A (hohe Effizienz) etwa 100 kWh ca. 30 Euro
C (mittlere Effizienz) etwa 160 kWh ca. 48 Euro
F (niedrige Effizienz) etwa 250 kWh ca. 75 Euro

*Berechnung basierend auf einem angenommenen Strompreis von 0,30 €/kWh.

Neben der Effizienzklasse spielen diese Punkte eine enorme Rolle:

  • Alter des Geräts: Ein Kühlschrank, der älter als 10-15 Jahre ist, kann leicht das Doppelte oder Dreifache eines modernen, effizienten Modells verbrauchen.
  • Größe und Bauart: Ein großes Side-by-Side-Gerät oder ein Modell mit Gefrierfach verbraucht naturgemäß mehr als ein reiner Kühlschrank.
  • Nutzungsverhalten: Wie oft und wie lange öffnen Sie die Tür? Wie warm sind die Lebensmittel, die Sie hineinstellen?
  • Umgebungstemperatur: Ein Standort neben dem Herd, der Heizung oder in der prallen Sonne zwingt das Gerät zu mehr Arbeit.
  • Wartungszustand: Vereiste Innenwände oder verstaubte Gitter an der Rückseite (Kondensator) sind echte Stromfresser.
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So optimieren Sie die Effizienz Ihres aktuellen Geräts

Sie müssen nicht gleich ein neues Gerät kaufen, um zu sparen. Oft reichen schon kleine Veränderungen im Umgang und bei der Pflege, um den Verbrauch spürbar zu senken. Viele dieser Tipps gelten übrigens auch für andere Geräte, wie Sie in unserem Ratgeber zum Stromverbrauch der Waschmaschine oder den Tipps zum energiesparenden Trocknernutzung nachlesen können.

Checkliste: Faktoren für hohen Stromverbrauch
Faktor Wirkung auf den Verbrauch
Umluft statt Umluft + Kühlung Erhöht Verbrauch um bis zu 15%
Standort neben Heizung/Ofen Erhöht Verbrauch um bis zu 20%
Temperatur um 1°C niedriger Erhöht Verbrauch um etwa 6%
Vereiste Rückwand (>5mm) Erhöht Verbrauch um bis zu 30%

Konkrete Optimierungsmaßnahmen:

  1. Temperatur richtig einstellen: 7°C im Kühlschrank und -18°C im Gefrierfach sind völlig ausreichend. Jedes Grad kälter kostet extra Strom.
  2. Regelmäßig abtauen: Bei Geräten ohne No-Frost-Funktion regelmäßig vereiste Bereiche abtauen. Eine Eisschicht wirkt wie eine Isolierung – aber nach außen! Der Kompressor muss länger laufen.
  3. Rückseite freihalten und reinigen: Sorgen Sie für ausreichend Abstand zur Wand und saugen Sie die Gitter an der Rückseite regelmäßig ab, damit die Abwärme gut entweichen kann.
  4. Türdichtungen prüfen: Ein simpler Test: Schließen Sie die Tür auf ein eingelegtes Blatt Papier. Lässt es sich bei geschlossener Tür leicht herausziehen, ist die Dichtung wahrscheinlich undicht und sollte ersetzt werden.
  5. Clever befüllen: Ein gut gefüllter, aber nicht überladener Kühlschrank hält die Kälte besser. Warme Speisen immer erst abkühlen lassen. Weitere Details finden Sie in unserem speziellen Artikel zum Thema Kühlschrank energiesparend nutzen.

Wann lohnt sich der Austausch gegen ein neues Modell?

Die Anschaffung eines neuen Kühlschranks ist eine Investition. Ob sie sich rechnet, hängt vom Alter und Verbrauch Ihres Altgeräts ab. Als grobe Daumenregel gilt: Wenn Ihr Kühlschrank älter als 10-15 Jahre ist und eine niedrige Effizienzklasse (z.B. D oder schlechter) hat, sollten Sie über einen Austausch nachdenken.

Rechnen Sie es durch: Vergleichen Sie die jährlichen Stromkosten Ihres alten Geräts mit den geschätzten Kosten eines neuen, effizienten Modells (z.B. A+++). Die Differenz ist Ihre jährliche Ersparnis. Teilen Sie nun den Kaufpreis des Neugeräts durch diese jährliche Ersparnis. So erhalten Sie die Amortisationszeit. Liegt sie unter 8-10 Jahren, kann sich der Tausch finanziell lohnen – ganz zu schweigen vom ökologischen Nutzen.

Für eine fundierte Entscheidung lohnt sich ein Blick in unseren umfassenden Vergleich Energiesparende Kühlschränke. Denken Sie auch daran, dass der Stromverbrauch nur ein Teil der Haushaltsenergie ist. Weitere große Sparpotenziale liegen oft bei der Warmwasserbereitung oder beim Trocknerbetrieb.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo finde ich den genauen Stromverbrauch meines Kühlschranks?

Den genauen Jahresverbrauch in Kilowattstunden (kWh) finden Sie auf dem EU-Energielabel, das an der Vorder- oder Innenseite des Geräts angebracht ist. Alternativ steht er in der Bedienungsanleitung oder auf dem Typenschild, oft im Inneren an der Seiten- oder Rückwand.

Wie berechne ich die Kosten aus kWh und Strompreis?

Multiplizieren Sie den Jahresverbrauch (kWh) mit dem Arbeitspreis Ihres Stromtarifs (€/kWh). Beispiel: 180 kWh/Jahr × 0,32 €/kWh = 57,60 € pro Jahr. Den Strompreis finden Sie auf Ihrer letzten Jahresabrechnung.

Erhöht ein voller Kühlschrank den Verbrauch?

Nein, im Gegenteil. Ein gut gefüllter Kühlschrank speichert die Kälte besser, da die gekühlten Lebensmittel selbst als Kältepuffer dienen. Bei jedem Öffnen tritt weniger warme Luft ein. Wichtig ist jedoch, dass die Luftzirkulation nicht blockiert wird – also nicht überladen!

Welche Innentemperatur ist optimal für Lebensmittel und Effizienz?

Eine Temperatur von +7°C im Hauptfach ist ideal. Sie gewährleistet die Haltbarkeit der meisten Lebensmittel und ist energieeffizient. Im Gefrierfach sind -18°C ausreichend. Jedes Grad kälter erhöht den Stromverbrauch um etwa 6%.

Kostet das Abtauen des Gefrierfachs Strom?

Das Abtauen selbst verbraucht keinen Strom. Im Gegenteil: Es spart langfristig Energie. Eine Eisschicht von nur 5 mm kann den Verbrauch um bis zu 30% erhöhen, da sie als Isolierschicht wirkt und den Wärmeaustausch behindert. Das Gerät muss dann länger laufen.

Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank im Standby-Modus (z.B. mit Display)?

Der reine Standby-Verbrauch bei Kühlschränken mit elektronischer Steuerung oder Display ist meist sehr gering (unter 1 Watt bzw. weniger als 9 kWh/Jahr). Die eigentlichen Stromkosten entstehen durch den ständigen Betrieb des Kältekompressors, nicht durch die Steuerelektronik.

Quellen & weiterführende Links

Weiterführende Artikel auf HaushaltPilot

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