Wäsche trocknen 2025: Waschmaschine mit Wärmepumpe oder separater Trockner?

Infografik zum Stromkosten-Vergleich 2025: Links eine Waschmaschine mit Wärmepumpe (Energieeffizienzklasse A) mit niedrigen Stromkosten, rechts ein Kondensationstrockner (Energieeffizienzklasse C/D) mit höheren Stromkosten, für einen 4-Personen-Haushalt.

Wenn in einem Vier-Personen-Haushalt regelmäßig Wäscheberge anfallen, stellt sich nicht nur die Frage nach dem Waschen, sondern vor allem nach dem Trocknen. Die Entscheidung für ein Gerät hat langfristige Auswirkungen auf den Energieverbrauch und die Haushaltskasse.

Während die klassische Kombination aus Waschmaschine und Kondensationstrockner weit verbreitet ist, gewinnen All-in-One-Geräte mit Wärmepumpentechnologie an Beliebtheit. Beide Systeme haben ihre Vorzüge, doch welches ist im Alltag einer Familie wirklich sparsamer?

Dieser Vergleich betrachtet für das Jahr 2025 konkret die zu erwartenden Stromkosten, berücksichtigt aber auch praktische Aspekte wie Platzbedarf, Handhabung und die Schonung der Textilien. Die Berechnungen basieren auf realistischen Nutzungsszenarien und aktuellen Verbrauchswerten.

Die beiden Systeme im direkten Vergleich

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1. Die etablierte Lösung: Zwei separate Geräte

Hier läuft der Prozess in zwei Schritten ab: Die Wäsche wird in der Waschmaschine gereinigt und anschließend feucht in den Trockner umgeladen. Moderne Wärmepumpentrockner sind hier die effizienteste Variante, da sie der Raumluft Wärme entziehen und so Energie zurückgewinnen. Sie benötigen keinen Abluftschlauch nach draußen, sondern sammeln das Kondenswasser in einem Tank.

2. Die platzsparende Alternative: Die Waschmaschine mit Wärmepumpe

Dieses Kombigerät wäscht und trocknet in einem Durchgang. Der Clou ist die integrierte Wärmepumpe: Sie führt die feuchte Luft in einem geschlossenen Kreislauf. Dabei wird der Luft Wärme entzogen, um das Wasser zu kondensieren, und diese Energie wird sofort wieder zum Aufheizen der Luft genutzt. Dieser Prozess ist extrem sparsam, da kaum Wärme verloren geht.

Stromkosten für einen Vier-Personen-Haushalt (Berechnung 2025)

Für einen realistischen Vergleich legen wir folgende, durchschnittliche Annahmen zugrunde:

  • Haushaltsgröße: 4 Personen
  • Waschgänge pro Jahr: 220 (etwa 4 pro Woche)
  • Trockengänge pro Jahr: 150 (nicht alles wird getrocknet)
  • Durchschnittliche Ladung: 4 kg Baumwolle
  • Strompreis 2025: Ca. 0,40 € pro kWh (basierend auf Prognosen von Verbraucherzentralen)

Verbrauchswerte effizienter Geräte (Klasse A)

  • Moderne Waschmaschine: Verbraucht für einen 4-kg-Waschgang bei 40°C etwa 0,70 kWh.
  • Separater Wärmepumpentrockner: Benötigt für das Trocknen einer 4-kg-Ladung rund 1,20 kWh.
  • Waschmaschine mit Wärmepumpe: Verbraucht für den kombinierten Wasch- und Trockenvorgang (4 kg, schranktrocken) durchschnittlich 1,50 kWh.

Jährliche Kosten im Detail

Szenario Klassische Kombination:

(220 Waschgänge × 0,70 kWh) + (150 Trockengänge × 1,20 kWh) = 334 kWh

Kosten: 334 kWh × 0,40 € = 133,60 € pro Jahr

Szenario Waschmaschine mit Wärmepumpe:

150 Kombi-Gänge × 1,50 kWh = 225 kWh + 70 reine Waschgänge × 0,70 kWh = 49 kWh. Summe: 274 kWh

Kosten: 274 kWh × 0,40 € = 109,60 € pro Jahr

Das bedeutet: Die All-in-One-Lösung spart in diesem Modell jährlich etwa 24 € ein. Über eine typische Nutzungsdauer von 10 Jahren summiert sich die Ersparnis auf über 240 € – und das ohne mögliche weitere Strompreissteigerungen.

Mehr als nur Stromkosten: Praktische Vor- und Nachteile

Vorteile der Waschmaschine mit Wärmepumpe

  • Platzwunder: Ideal für kleine Wohnungen, Häuser ohne separates Waschkeller oder beengte Grundrisse.
  • Maximaler Komfort: Einmal beladen, Programm starten – am Ende kommt trockene Wäsche heraus. Kein lästiges Umladen nasser Textilien.
  • Schonend für Stoffe: Die Wärmepumpe arbeitet mit niedrigeren Temperaturen (max. 50–60°C) als viele herkömmliche Trockner. Das schont empfindliche Fasern und verlängert die Lebensdauer der Kleidung.
  • Einfache Installation: Es wird nur ein Wasseranschluss benötigt. Ein Abluftschlauch oder separater Abwasseranschluss für den Trockner entfällt.

Nachteile der Kombi-Lösung

  • Höhere Anschaffungskosten: Ein hochwertiges Gerät mit Wärmepumpe ist in der Anschaffung teurer als die Summe für zwei Einzelgeräte mittlerer Klasse.
  • Längere Programmdauer: Der kombinierte Wasch- und Trockenvorgang dauert oft deutlich länger als zwei getrennte Zyklen.
  • Geringere maximale Trockenkapazität: Viele Geräte können weniger Kilogramm trocknen, als sie waschen können. Bei großen Mengen muss man also eventuell teilen.

Vorteile der separaten Geräte

  • Flexibilität: Man kann unabhängig voneinander waschen und trocknen. Während eine Ladung trocknet, läuft bereits die nächste in der Waschmaschine.
  • Volle Kapazität: Ein separater Trockner hat oft eine größere Trommel und kann die komplette, maximal beladene Waschmaschine aufnehmen.
  • Robustheit & Reparaturfreundlichkeit: Bei einem Defekt ist nur ein Gerät betroffen. Die Reparatur von zwei spezialisierten Einzelgeräten ist oft einfacher und günstiger als die eines komplexen Kombigeräts.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Umstieg auf eine Waschmaschine mit Wärmepumpe wirtschaftlich?

Ja, langfristig betrachtet meist schon. Zwar sind die Anschaffungskosten höher, doch die Einsparungen bei den Stromkosten sind signifikant. Bei einer angenommenen Nutzungsdauer von 10 Jahren und den aktuellen Strompreisprognosen amortisieren sich die Mehrkosten in der Regel. Die genaue Amortisationszeit hängt von Ihrem individuellen Nutzungsverhalten und den tatsächlichen Stromkosten ab.

Welches System ist umweltfreundlicher?

Beide Systeme mit Wärmepumpentechnologie (separat oder kombiniert) sind sehr energieeffizient. Die Waschmaschine mit Wärmepumpe hat aufgrund des geschlossenen Kreislaufs oft eine leichte Nase vorn. Entscheidend für die Umweltbilanz ist aber immer auch die Langlebigkeit der Geräte und eine ressourcenschonende Nutzung, z.B. das Trocknen bei niedrigeren Temperaturen und das Beladen nach Kapazität.

Für einen Vier-Personen-Haushalt ist die Waschmaschine mit Wärmepumpe aus rein finanzieller Sicht die sparsamere Wahl. Die deutlich geringeren Stromkosten gleichen die höheren Anschaffungskosten über die Jahre mehr als aus. Wer vor allem Wert auf niedrige Betriebskosten, Platzersparnis und einen schonenden Trocknungsprozess legt, sollte diese Technologie in Betracht ziehen.

Die klassische Zwei-Geräte-Lösung punktet dagegen mit Flexibilität, schnelleren Durchläufen und der vollen Nutzung der Kapazitäten. Sie ist ideal für Haushalte mit ausreichend Platz, einem hohen Wäscheaufkommen und dem Wunsch nach Unabhängigkeit der Prozesse.

Die Entscheidung sollte also nicht nur auf Basis der Stromkosten, sondern auch nach den individuellen räumlichen Gegebenheiten und den persönlichen Abläufen im Haushalt getroffen werden.

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