
Du machst die Waschtrommel auf und erwartest den Duft sauberer Wäsche. Stattdessen schlägt dir ein modriger, feuchter Geruch entgegen. Dieses Problem kennen viele Haushalte. Der Grund ist meist kein oberflächlicher Fehler, sondern Schimmel und Bakterien, die sich in den feuchten Ecken der Maschine eingenistet haben.
Das Ziel ist nicht, den Geruch zu überdecken, sondern ihn an der Wurzel zu packen. Mit einer systematischen Reinigung und ein paar angepassten Gewohnheiten kannst du deine Waschmaschine nicht nur von dem unangenehmen Duft befreien, sondern auch langfristig frisch und hygienisch halten. Es geht darum, die Ursachen zu sortieren und ein System für die Pflege zu etablieren.
Woher kommt der unangenehme Geruch?

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Bevor du mit der Reinigung startest, hilft es zu verstehen, was den Muff verursacht. Die Hauptursache ist stehende Feuchtigkeit, die ideale Bedingungen für Schimmel und Bakterien schafft. Typische Problemzonen sind:
- Die Gummidichtung der Tür: In den Falten sammeln sich Wasserreste, Fusseln und Seifenrückstände.
- Die Waschmittelschublade: In den Einspülkammern und unter der Schublade können sich feuchte Rückstände festsetzen.
- Das Flusensieb: Dieser oft vergessene Bereich ist ein Magnet für alles, was durch die Wäsche geht – und bleibt feucht.
- Zu niedrige Temperaturen: Moderne Sparprogramme waschen oft bei 30°C oder 40°C. Das schont die Energiebilanz, aber nicht alle Keime werden dabei zuverlässig abgetötet.
Die gründliche Reinigung: Schritt für Schritt
Diese Anleitung hilft dir, die Maschine von Grund auf zu säubern. Plane etwa eine Stunde aktive Zeit ein.
1. Vorbereitung und erste Säuberung
Zieh den Stecker der Waschmaschine. Nimm die Waschmittelschublade komplett heraus und reinige sie mit warmem Wasser und einer Bürste gründlich. Vergiss die Einspülöffnung in der Maschine nicht. Wische anschließend die sichtbaren Teile der Gummidichtung mit einem feuchten Tuch ab, um groben Schmutz zu entfernen.
2. Der Check der kritischen Teile: Flusensieb und Schlauch
Das Flusensieb befindet sich meist hinter einer Klappe an der Vorderseite. Stelle eine flache Schüssel oder viele Lappen bereit, da Restwasser austreten kann. Drehe das Sieb vorsichtig heraus, befreie es von Fusseln, Münzen oder anderen Fremdkörpern und spüle es ab. Ein kurzer Blick auf den Ablaufschlauch (oft hinten) schadet nicht – ist er geknickt oder sichtbar verschmutzt?
3. Die Desinfektionswäsche
Setze Sieb und Schublade wieder ein. Jetzt kommt der Hauptgang. Du hast zwei bewährte Möglichkeiten:
- Hausmittel: Gib etwa 200 ml Haushaltsessig oder 3-4 Esslöffel Zitronensäurepulver direkt in die leere Trommel. Essig löst Kalk, Zitronensäure wirkt entkalkend und neutralisiert Gerüche.
- Spezialreiniger: Ein handelsüblicher Waschmaschinenreiniger ist auf die Bekämpfung von Bakterien und Rückständen ausgelegt. Halte dich an die Dosierungsempfehlung.
Starte nun das heißeste Programm deiner Maschine (mindestens 60°C, idealerweise 90°C) ohne Wäsche. Diese Hitze tötet Keime ab und spült gelöste Rückstände aus.
Ein System für dauerhafte Frische schaffen
Nach der Grundreinigung geht es darum, Routinen zu etablieren, die den Geruch dauerhaft fernhalten.
Einfache Gewohnheiten für den Alltag
- Immer Luft ziehen lassen: Die wichtigste Regel! Lass die Tür und die Waschmittelschublade nach jedem Waschgang einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
- Regelmäßig heiß laufen lassen: Führe alle vier bis sechs Wochen eine Leerlauf-Wäsche bei 60°C durch. Das hält Keime in Schach.
- Waschmittel richtig dosieren: Mehr ist nicht besser. Überschüssiges Pulver oder Weichspüler kann klebrige Rückstände bilden. Flüssigwaschmittel hinterlässt oft weniger Rückstände.
- Flusensieb nicht vergessen: Nimm dir alle ein bis zwei Monate zwei Minuten Zeit, um das Sieb zu kontrollieren und zu säubern.
Typische Fehler vermeiden
- Überdosierung von Reinigern: Zu viel Essig oder Zitronensäure kann auf Dauer Gummidichtungen angreifen. Bleib bei den empfohlenen Mengen.
- Die Dichtung vernachlässigen: Nach dem Abwischen solltest du die Falten der Gummidichtung gründlich mit einem trockenen Tuch abtupfen.
- Ausschließlich Kurzprogramme nutzen: Diese spülen oft weniger intensiv. Wechsle ab und zu zu einem normalen Programm, um Rückstände gründlich auszuspülen.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meine Waschmaschine reinigen, um Schimmel vorzubeugen?
Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt sich eine Reinigungswäsche mit heißem Programm (mind. 60°C) etwa alle vier bis sechs Wochen. Zusätzlich solltest du das Flusensieb alle ein bis zwei Monate kontrollieren und die Gummidichtung nach dem Waschen trocken wischen.
Kann ich statt einem Reiniger auch nur Backpulver oder Essig nehmen?
Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure können bei leichter Verschmutzung und Geruchsbildung gut helfen. Sie wirken entkalkend und geruchsneutralisierend. Bei starkem Befall oder hartnäckigem Schimmelgeruch kann ein spezieller Maschinenreiniger jedoch effektiver sein, da er oft stärker desinfizierend wirkt.
Der Geruch kommt trotz Reinigung zurück. Was kann ich tun?
Wenn der Geruch persistent ist, überprüfe den Ablaufschlauch auf Verstopfungen oder Knicke. Manchmal setzen sich dort Ablagerungen fest. Auch ein Blick in schwer zugängliche Bereiche, wie den Raum unter der Gummidichtung oder den Ablauf der Waschmittelschublade, kann nötig sein. In seltenen Fällen kann ein technischer Defekt vorliegen.
Eine muffige Waschmaschine ist kein Schicksal, sondern ein Hinweis. Sie zeigt, dass sich in den feuchten Nischen etwas angesammelt hat, das nicht dorthin gehört. Die Investition in eine gründliche Reinigung lohnt sich in mehrfacher Hinsicht: Deine Wäsche riecht wieder hygienisch frisch, die Maschine arbeitet effizienter und du vermeidest teure Reparaturen oder gar einen Neukauf. Der Schlüssel zum dauerhaften Erfolg liegt in der Kombination aus der einmaligen, intensiven Grundreinigung und den kleinen, aber konsequenten Pflegeroutinen im Alltag. So behältst du die Kontrolle und der frische Duft bleibt.





