

In vielen Altbauten sind Heizungsrohre ungedämmt verlegt – ein oft übersehener Energiefresser. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einer einfachen Dämmung selbst Wärmeverluste minimieren, Heizkosten sparen und sogar Kondenswasserbildung verhindern können. Diese Maßnahme ist ein wichtiger Baustein für ein effizientes Zuhause. Für einen umfassenden Überblick über alle Sparpotenziale empfehlen wir In unserem ausführlichen Guide zu [Der ultimative Guide zum Energiesparen im Altbau: Maßnahmen, Kosten & Förderung 2025](https://haushaltpilot.de/der-ultimative-guide-zum-energiesparen-im-altbau-massnahmen-kosten-foerderung-2025/).
Warum Sie Ihre Heizungsrohre dämmen sollten
Empfehlung für „Wie kann ich in meinem Altbau eine effiziente Dämmung der Heizungsrohre selbst vornehmen und welche Materialien sind am besten geeignet?“
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Ungedämmte Rohre in unbeheizten Räumen wie Kellern oder Dachböden geben Wärme ungenutzt ab. Das bedeutet:
- Höhere Heizkosten, da Ihre Heizung mehr leisten muss.
- Geringere Vorlauftemperatur am Heizkörper.
- Risiko von Kondenswasser und Schimmelbildung an kalten Rohroberflächen.
Eine fachgerechte Dämmung kann diese Verluste um bis zu 80% reduzieren und amortisiert sich oft innerhalb einer Heizperiode.
Die besten Materialien für die Rohrdämmung
Die Wahl des Materials hängt vom Rohrdurchmesser und dem Einbauort ab.
1. Schaumstoffschläuche (PE-Schaum)
- Eigenschaften: Flexibel, einfach zu verarbeiten, kostengünstig. Oft mit Längsschlitz und Selbstklebeband.
- Einsatz: Ideal für gerade Rohrverläufe in trockenen Räumen. Gute Grunddämmung.
- Wichtig: Auf die richtige Wandstärke achten (mindestens 19-22 mm für Standardrohre).
2. Mineralwollschläuche
- Eigenschaften: Höhere Temperaturbeständigkeit, nicht brennbar (Baustoffklasse A).
- Einsatz: Perfekt für Heizungsrohre in der Nähe des Kessels oder in Brandschutzbereichen.
- Hinweis: Bei der Verarbeitung Handschuhe und Staubmaske tragen.
3. Elastomerschläuche (Kautschuk)
- Eigenschaften: Sehr gute Dämmwerte bei geringer Dicke, diffusionsdicht, verhindert Kondensat optimal.
- Einsatz: Die Premium-Lösung, besonders für kalte Wasserleitungen oder in feuchten Kellerräumen.
- Tipp: Oft mit integrierter Dampfsperre – ideal für Altbau-Keller.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Selbstmontage
Vorbereitung
1. Rohre prüfen: Messen Sie den Außendurchmesser Ihrer Rohre genau ab.
2. Material kaufen: Kaufen Sie Dämmmaterial mit passendem Innendurchmesser. Lieber etwas dicker wählen.
3. Werkzeug bereitlegen: Cuttermesser, Maßband, Schere, gegebenenfalls Klebeband (Alu-Klebeband für Brandschutz).
Durchführung
1. Rohre reinigen: Entfernen Sie Staub und Rost von den Rohren.
2. Dämmschlauch zuschneiden: Schneiden Sie die Schläuche mit einem scharfen Messer auf die benötigte Länge zu.
3. Anbringen: Öffnen Sie den Längsschlitz und schieben Sie den Schlauch über das Rohr. Der Schlitz sollte nach oben zeigen.
4. Verarbeiten: An Bögen und T-Stücken die Schläuche sauber anschneiden und falten („Gehrungsschnitt“).
5. Verschließen: Kleben Sie alle Nähte und Stöße mit dem mitgelieferten Klebeband oder Alu-Band lückenlos ab. Dies ist für die Dämmwirkung entscheidend!
6. Armaturen nicht vergessen: Auch Ventile und Verschraubungen sollten gedämmt werden (spezielles Formteil oder Dämmpaste).
Besonderheiten im Altbau beachten
- Historische Bausubstanz: Achten Sie auf empfindliche Oberflächen. Vermeiden Sie Klebebänder auf historischen Putzen oder Holzbalken.
- Ungleiche Rohrverläufe: In Altbauten sind Rohre oft nicht gerade. Nehmen Sie sich Zeit für präzise Zuschnitte an Bögen.
- Feuchte Keller: Hier sind diffusionsdichte Materialien wie Elastomere besonders wichtig, um die Dämmung trocken zu halten.
Häufige Fragen
Kann ich alle Heizungsrohre bedenkenlos dämmen?
Grundsätzlich ja. Achten Sie jedoch auf einen Mindestabstand zu elektrischen Leitungen und vermeiden Sie die Dämmung von Sicherheitsventilen oder Manometern. Rohre, die bereits warm an der Oberfläche sind (z.B. direkt am Kessel), sind oft schon ausreichend isoliert. Im Zweifelsfall prüfen oder einen Fachmann fragen.
Gibt es für diese Maßnahme Fördermittel?
Die reine Rohrdämmung als Einzelmaßnahme wird selten direkt gefördert. Sie kann jedoch als kostengünstige Ergänzung innerhalb eines umfassenden Sanierungsplans steuerlich berücksichtigt werden oder die Effizienz Ihrer Heizungsanlage im Rahmen einer BAFA- oder KfW-Förderung verbessern. Details zu Fördertöpfen finden Sie in unserem verlinkten Hauptguide.
Die Dämmung Ihrer Heizungsrohre ist eine der einfachsten und wirtschaftlichsten Maßnahmen, um im Altbau Energie zu sparen. Mit den richtigen Materialien und einer sorgfältigen Montage schützen Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch Ihre Bausubstanz vor Feuchtigkeit. Beginnen Sie am besten im Keller oder auf dem Dachboden – die Wirkung werden Sie schnell spüren. Denken Sie daran: Jede gedämmte Leitung ist ein Schritt zu einem effizienteren und nachhaltigeren Zuhause.






