

Eine effiziente Fassadendämmung ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, um den Energieverbrauch und die Heizkosten in Ihrem Altbau nachhaltig zu senken. Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) hat sich hierbei als besonders effektive und vielseitige Lösung etabliert. In diesem Artikel führen wir Sie Schritt für Schritt durch die Planung und Umsetzung – von der ersten Bestandsaufnahme bis zur finalen Ausführung. Für einen umfassenden Überblick über alle energetischen Sanierungsmöglichkeiten empfehlen wir Ihnen unseren Hauptartikel: [Der ultimative Guide zum Energiesparen im Altbau: Maßnahmen, Kosten & Förderung 2025](https://haushaltpilot.de/der-ultimative-guide-zum-energiesparen-im-altbau-massnahmen-kosten-foerderung-2025/).
1. Vorbereitung und Planung: Die Grundlage für Ihren Erfolg
Empfehlung für „Wie kann ich in meinem Altbau eine effiziente Fassadendämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) planen und umsetzen?“
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Eine sorgfältige Planung ist der Schlüssel zu einem dauerhaft funktionierenden und wirtschaftlichen WDVS.
Bestandsaufnahme und Analyse
- Baujahr und Bausubstanz: Prüfen Sie den Zustand der bestehenden Fassade. Risse, Feuchtigkeit oder loser Putz müssen vor der Dämmung saniert werden.
- Statik: Gerade bei älteren Gebäuden sollte ein Statiker die zusätzliche Last des WDVS prüfen.
- Energieberatung: Wir empfehlen dringend eine Vor-Ort-Beratung durch einen Energieeffizienz-Experten. Dieser ermittelt den optimalen Dämmstoff und die erforderliche Dämmstärke für Ihre spezifische Situation.
Die Wahl des richtigen Dämmstoffs
Die gängigsten Materialien für WDVS im Altbau sind:
- EPS (Expandiertes Polystyrol, „Styropor“): Kostengünstig, leicht und einfach zu verarbeiten. Ideal für Standardanforderungen.
- Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle): Nicht brennbar (Brandschutzklasse A1/A2), diffusionsoffen und schalldämmend. Oft die bessere Wahl bei hohen Brandschutzanforderungen.
- Holzfaserplatten: Ein nachwachsender, ökologischer Dämmstoff mit sehr guten bauphysikalischen Eigenschaften.
2. Die Umsetzung: Schritt für Schritt zum gedämmten Altbau
Schritt 1: Vorbereitung der Fassade
Die alte Fassade muss tragfähig, sauber und frei von losen Teilen sein. Eventuell sind Vorarbeiten wie das Anbringen von neuen Fensterbänken oder das Versetzen von Fallrohren nötig.
Schritt 2: Anbringen der Dämmplatten
Die Platten werden vollflächig mit Klebemörtel auf die Wand geklebt und zusätzlich mit Dübeln mechanisch gesichert. Wichtig ist ein versetzter, fugenarmer Stoß („Mauerwerksverband“).
Schritt 3: Armierung und Putz
- Armierungsschicht: Ein Gewebe aus Glasfaser wird in den Armierungsmörtel eingebettet. Diese Schicht macht das WDVS stabil und rissresistent, besonders an kritischen Stellen wie Fensterlaibungen.
- Schlussbeschichtung: Der finale Oberputz schützt das System vor Witterung und gibt der Fassade ihr endgültiges Aussehen. Entscheiden Sie sich zwischen mineralischen, silikatischen oder organischen (Kunstharz-)Putzsystemen.
3. Kosten, Förderung und Wirtschaftlichkeit
Die Kosten für ein WDVS hängen stark von Dämmstoff, Dämmstärke und Putzsystem ab. Planen Sie mit 120 – 250 € pro Quadratmeter für ein komplettes System inklusive Handwerkerleistung.
Förderung nutzen! Für die Fassadendämmung an Bestandsgebäuden gibt es attraktive staatliche Zuschüsse:
- Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Sie erhalten über die KfW zinsgünstige Kredite oder direkte Zuschüsse (z.B. BEG Einzelmaßnahmen).
- Steuerliche Abschreibung: Alternativ können Sie 20% der Sanierungskosten über drei Jahre von der Steuer absetzen.
Eine detaillierte Übersicht über alle Fördertöpfe und Antragswege finden Sie in unserem bereits erwähnten [Hauptguide zum Energiesparen im Altbau](https://haushaltpilot.de/der-ultimative-guide-zum-energiesparen-im-altbau-massnahmen-kosten-foerderung-2025/).
Häufige Fragen
Kann ich ein WDVS an jeder Altbau-Fassade anbringen?
Nicht automatisch. Entscheidend ist der Zustand des Untergrunds. Die Wand muss tragfähig, trocken und frei von Schimmel oder Salzausblühungen sein. Bei denkmalgeschützten Fassaden oder besonders wertvollen historischen Putzen ist ein WDVS oft nicht zulässig. Hier kommen innenliegende Dämmungen oder andere Lösungen infrage. Eine fachkundige Prüfung durch einen Architekten oder Energieberater ist unerlässlich.
Welche Dämmstärke ist für meinen Altbau optimal?
Es gibt keine pauschale Antwort. Die optimale Dämmstärke ergibt sich aus einer wirtschaftlichen Betrachtung („wirtschaftliche Dämmstärke“) gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG). Sie hängt vom vorhandenen Bauteil, der gewünschten Energieeinsparung und den Kosten ab. Als grobe Orientierung für Altbauten gelten heute oft Stärken zwischen 12 und 20 cm. Ein Energieberater berechnet für Ihr Haus den sweet spot zwischen Investition und langfristiger Energieersparnis.
Die Fassadendämmung mit einem WDVS ist eine Investition in die Zukunft Ihres Altbaus. Sie steigert den Wohnkomfort durch gleichmäßigere Temperaturen, schützt die Bausubstanz vor Witterungseinflüssen und senkt Ihre Energiekosten dauerhaft. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer fundierten Planung mit professioneller Unterstützung und der Nutzung der verfügbaren Fördermittel. Mit einem gut geplanten und fachgerecht ausgeführten WDVS machen Sie Ihr Zuhause nicht nur effizienter, sondern auch langfristig wertvoller.




