Die Stromrechnung ist oft eine der größten Überraschungen im Haushalt. Dabei gibt es eine einfache Möglichkeit, die Kosten für einen der größten Verbraucher – die Waschmaschine – deutlich zu reduzieren. Die Lösung liegt nicht in einem teuren Gerätetausch, sondern in der cleveren Nutzung Ihrer bestehenden Tarifstruktur.
Viele Energieversorger bieten günstigere Nachtstromtarife an, die typischerweise zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens gelten. Indem Sie Ihre Waschgänge in diese Zeit verlegen, können Sie erhebliche Einsparungen erzielen. Mit einer einfachen Zeitschaltuhr lässt sich dieser Prozess vollständig automatisieren, ohne dass Sie Ihren Tagesablauf ändern müssen.
Warum Nachtstrom günstiger ist
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Stromnetze sind nachts weniger ausgelastet, da Industriebetriebe ruhen und der allgemeine Verbrauch sinkt. Energieversorger geben diese Entlastung in Form von Niedertarifen (NT) an ihre Kunden weiter. Diese können bis zu 40% unter den Tagestarifen (HT) liegen. Für Haushalte mit einem Doppeltarifzähler entsteht hier ein echtes Sparpotenzial.
Voraussetzungen für die Nutzung
Bevor Sie starten, sollten Sie drei Punkte klären:
1. Ihr Stromvertrag: Verfügen Sie über einen Tarif mit separater Nachtstromabrechnung? Dies erkennen Sie auf Ihrer Rechnung an Bezeichnungen wie „HT/NT“ oder „Doppeltarif“.
2. Ihr Zähler: Ein Zweitarifzähler (auch Doppeltarifzähler genannt) ist notwendig. Er misst den Verbrauch in Hoch- und Niedertarifzeiten getrennt.
3. Ihre Waschmaschine: Die meisten Geräte sind geeignet. Ein einfacher Test gibt Sicherheit: Stellen Sie ein Programm ein, starten Sie kurz und ziehen dann den Stecker. Wird nach dem Wiedereinstecken das Programm fortgesetzt? Dann funktioniert die Steuerung per Zeitschaltuhr.
Die praktische Umsetzung mit einer Zeitschaltuhr
Eine mechanische oder digitale Zeitschaltuhr wird zum Vermittler zwischen Steckdose und Waschmaschine. Sie schaltet das Gerät genau zu den von Ihnen programmierten Zeiten ein – idealerweise während der günstigen Nachtstromphase.
Die richtige Zeitschaltuhr wählen
Achten Sie beim Kauf auf:
- Leistung: Mindestens 3500 Watt sollten angegeben sein, um auch leistungsstarke Waschmaschinen sicher zu betreiben.
- Bedienung: Mechanische Modelle mit Steckpins sind robust und einfach. Digitale Timer bieten mehr Flexibilität für Wochenprogramme.
- Sicherheit: Ein GS- oder VDE-Prüfzeichen gibt Sicherheit.
Einrichtung in vier Schritten
1. Vorbereitung am Abend: Beladen Sie die Waschmaschine, wählen Sie das gewünschte Programm und schließen Sie die Tür. Drücken Sie auf „Start“, damit das Gerät bereit ist – ziehen Sie dann sofort den Stecker.
2. Timer anschließen: Stecken Sie die Zeitschaltuhr in die Wandsteckdose und die Waschmaschine in die Zeitschaltuhr.
3. Programmierung: Stellen Sie am Timer die aktuelle Uhrzeit korrekt ein. Legen Sie dann die Startzeit fest, z.B. auf 2:00 Uhr. Achten Sie darauf, dass die gesamte Programmdauer in die NT-Zeit fällt.
4. Aktivierung: Schalten Sie den Timer ein. Ein Klicken oder eine Kontrollleuchte zeigt, dass das System arbeitet.
Häufige Bedenken und ihre Entkräftung
„Das ist doch laut nachts!“
Moderne Waschmaschinen sind sehr leise konstruiert. Die Hauptwasch- und Schleuderphase liegt bei korrekter Programmierung oft in den frühen Morgenstunden, wenn Sie tief schlafen. Stellen Sie das Gerät nicht direkt an eine Schlafzimmerwand und nutzen Sie gegebenenfalls Eco-Programme, die besonders geräuscharm laufen.
„Ist das nicht unsicher?“
Waschmaschinen sind für den unbeaufsichtigten Betrieb konzipiert. Moderne Geräte verfügen über zahlreiche Sicherheitssysteme wie Wasserschutz, Überhitzungsschutz und Unwuchtkontrolle. Die Zeitschaltuhr selbst stellt bei sachgemäßer Nutzung und ausreichender Belastbarkeit kein Risiko dar.
„Lohnt der Aufwand?“
Die Anschaffungskosten für einen einfachen Timer liegen bei 10-20 Euro. Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit drei Waschgängen pro Woche kann sich diese Investition bereits innerhalb weniger Monate amortisieren. Die jährliche Ersparnis liegt oft zwischen 50 und 100 Euro – für minimalen Aufwand.
Weitere Optimierungsmöglichkeiten
- Trockner einbeziehen: Wenn Sie einen Wäschetrockner nutzen, können Sie diesen mit einer zweiten Zeitschaltuhr ebenfalls in der Niedertarifzeit betreiben. Starten Sie ihn z.B. um 5 Uhr, ist die Wäsche morgens fertig.
- Spülmaschine einbinden: Das gleiche Prinzip funktioniert für Geschirrspüler.
- Wochenplanung: Nutzen Sie bei digitalen Timern die Wochenprogrammierung für regelmäßige Waschtage.
- Tarif prüfen: Vergleichen Sie regelmäßig die Konditionen Ihres Nachtstromtarifs mit anderen Anbietern. Manchmal lohnt sich ein Wechsel.
Häufige Fragen
Funktioniert das mit jeder Waschmaschine?
Die meisten Geräte sind geeignet, insbesondere Modelle mit mechanischem Programmwähler. Bei elektronischen Steuerungen sollten Sie den beschriebenen Steckertest durchführen. Falls die Maschine nach dem Wiedereinstecken von vorne startet, ist sie nicht timer-tauglich.
Muss ich meinen Stromvertrag ändern?
Ja, Sie benötigen einen Tarif mit getrennter Abrechnung für Tag- und Nachtstrom (Doppeltarif). Kontaktieren Sie hierfür Ihren Energieversorger. Oft ist dieser Wechsel kostenlos oder mit geringen Gebühren verbunden. Vergleichen Sie dabei die Konditionen verschiedener Anbieter.
Was passiert bei einem Stromausfall während des Betriebs?
Moderne Zeitschaltuhren verfügen meist über eine Batteriepufferung, die die Programmierung bei kurzzeitigem Stromausfall speichert. Bei längerem Ausfall müssen Sie die Uhrzeit eventuell neu einstellen. Ihre Waschmaschine bleibt in einem solchen Fall einfach ausgeschaltet, da sie keinen Strom erhält.
Die Nutzung von Nachtstrom für Ihre Waschmaschine ist eine der effektivsten und gleichzeitig einfachsten Methoden, um im Haushalt Stromkosten zu sparen. Mit einer einmaligen Investition von wenigen Euro und etwa zehn Minuten Einrichtungszeit schaffen Sie ein System, das über Jahre hinweg automatisch arbeitet. Der Clou: Sie ändern Ihre Gewohnheiten nicht, sondern lassen einfach die Technik für sich arbeiten – während Sie schlafen und der Strom am günstigsten ist.






