Stromkosten senken: So nutzen Sie günstigen Nachtstrom für Ihre Waschmaschine

Ihre Stromrechnung kommt Ihnen zu hoch vor? Dabei schlummert in vielen Haushalten ein einfaches Sparpotenzial, das oft übersehen wird. Wenn Sie Ihre Waschmaschine mit einem Zweitarifzähler betreiben, zahlen Sie nachts deutlich weniger für Strom. Das Problem: Niemand möchte um Mitternacht aufstehen, um die Wäsche anzustellen.

Die Lösung ist simpler, als Sie denken. Mit einer Zeitschaltuhr – einem Nachtstrom-Timer – verlagern Sie den Waschgang automatisch in die günstige Zeit. Diese kleine Anschaffung kann die Kosten pro Waschgang spürbar reduzieren. Wie das genau funktioniert und worauf Sie achten müssen, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber.

Warum der Strompreis nicht immer gleich ist

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Strom ist nachts häufig günstiger. Der Grund liegt im Stromnetz: Tagsüber ist der Verbrauch hoch, nachts sinkt er deutlich ab. Um die Grundlastkraftwerke konstant betreiben zu können, bieten Energieversorger den nachts produzierten Strom zu einem niedrigeren Preis an – den Nacht- oder Niedertarif (NT).

Voraussetzung: Ein Zweitarifzähler

Um von den günstigeren Nachtstrompreisen zu profitieren, benötigen Sie einen speziellen Zähler. Dieser misst getrennt, wie viel Strom Sie untertags (Hochtarif, HT) und in der Nacht (Niedertarif, NT) verbrauchen. Ob Sie bereits einen solchen Zähler haben oder ihn beantragen können, erfahren Sie bei Ihrem Stromanbieter. Die genauen Zeiten für den NT (oft zwischen 22 und 6 Uhr) stehen in Ihrem Vertrag.

Die perfekte Gelegenheit zum Sparen

Eine Waschmaschine ist ideal für diese Art der Kostensenkung. Sie verbraucht viel Energie, vor allem für das Erwärmen des Wassers. Da es für den Waschvorgall selbst keine Rolle spielt, ob er am Tag oder in der Nacht stattfindet, können Sie ihn ohne Komfortverlust in die preiswertere Phase verschieben.

So funktioniert die Umsetzung mit einem Timer

Ein Zeitschaltstecker übernimmt die Aufgabe, Ihre Waschmaschine zum gewünschten Zeitpunkt einzuschalten. Sie haben dabei zwei praktische Optionen zur Auswahl.

Die klassische Zeitschaltuhr

Ein mechanischer oder digitaler Zeitschaltstecker ist die einfachste Lösung. Sie stecken ihn in die Wandsteckdose und das Netzkabel der Waschmaschine wiederum in den Timer. Anschließend programmieren Sie die gewünschte Startzeit – zum Beispiel 22:01 Uhr, zu Beginn Ihrer Nachtstromphase.

So bereiten Sie die Waschmaschine vor:

1. Beladen Sie die Maschine wie gewohnt am Abend.

2. Wählen Sie das Programm und geben Sie Waschmittel hinzu.

3. Drücken Sie auf „Start“, sodass die Maschine kurz anläuft (Wasser einläuft).

4. Ziehen Sie sofort den Stecker. Die Maschine bleibt programmiert.

5. Stecken Sie den Waschmaschinenstecker in den eingestellten Timer. Dieser schaltet nachts die Stromzufuhr frei und der Waschgang beginnt automatisch.

Die smarte Alternative: WLAN-Steckdosen

Für mehr Flexibilität eignen sich smarte Steckdosen. Diese verbinden sich per WLAN mit Ihrem Smartphone. Über eine App können Sie Zeitpläne erstellen oder die Steckdose sogar manuell von unterwegs steuern. Einige Modelle können aktuelle Strompreisdaten abfragen und starten die Maschine genau dann, wenn der Kilowattstunden-Preis am niedrigsten ist.

Was Sie bei der Anschaffung und Nutzung beachten sollten

  • Sicherheit geht vor: Arbeiten Sie nur an stromlosen Geräten. Ziehen Sie immer den Stecker, bevor Sie den Timer anschließen oder umstecken.
  • Die richtige Belastbarkeit: Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Zeitschaltstecker für die Leistung Ihrer Waschmaschine ausgelegt ist (in Watt oder Ampere). Die meisten Haushaltsmodelle sind dafür geeignet.
  • Einmal testen: Programmieren Sie den Timer für einen ersten Test auf eine Zeit nur wenige Minuten in der Zukunft. So können Sie sichergehen, dass alles wie geplant funktioniert, bevor Sie die Nachtzeit einstellen.
  • Auch für andere Geräte? Das Prinzip eignet sich für alle Geräte, deren Betriebszeit flexibel ist. Ein Geschirrspüler ist ein weiterer guter Kandidat. Bei Wärmegeräten wie Heizlüftern oder Bügeleisen ist aus Sicherheitsgründen jedoch Vorsicht geboten.

Lohnt sich die Anschaffung finanziell?

Die Ersparnis hängt vom Preisunterschied zwischen Ihrem Tag- und Nachtstrom ab. Bei einem Unterschied von beispielsweise 12 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und einem Verbrauch von 1,5 kWh pro 60°C-Waschgang sparen Sie bereits 18 Cent pro Ladung. Bei drei Waschgängen pro Woche summiert sich das auf über 28 Euro im Jahr. Ein einfacher Timer für 15 Euro hat sich so in wenigen Monaten amortisiert.

Zusätzlich leisten Sie einen kleinen Beitrag zur Netzstabilität, da Sie Strom in Zeiten niedriger Auslastung nutzen.

Häufige Fragen

Funktioniert das auch mit einem modernen Smart Meter?

Ja, grundsätzlich schon. Der Smart Meter misst den Verbrauch sekundengenau. Entscheidend ist, dass Sie bei Ihrem Stromanbieter einen Tarif mit unterschiedlichen Preisen für Tag und Nacht gebucht haben. Der Timer sorgt dann dafür, dass der Verbrauch in die günstigere Phase fällt.

Die Kombination aus einem Zweitarif-Stromvertrag und einem Zeitschaltstecker ist eine der einfachsten Methoden, um bei den Stromkosten fürs Waschen zu sparen. Mit einer einmaligen, geringen Investition und einer kleinen Umstellung Ihrer Routine können Sie die Vorteile des günstigeren Nachtstroms automatisch nutzen. Prüfen Sie zuerst Ihren Stromvertrag und beginnen Sie dann mit einem Testlauf – Ihre nächste Stromrechnung könnte schon merklich niedriger ausfallen.

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Allgemeine Stromspartipps und Haushaltsgeräte.

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